entry_text
Dete fungiert als Heidis Tante mütterlicherseits und primäre Vormundin nach dem Tod von Heidis Eltern. Sie zieht Heidi vom Kleinkindalter an auf, bis das Mädchen fünf Jahre alt ist. Die Sicherung einer Anstellung als Dienstmädchen in Frankfurt zwingt Dete zum Handeln; da sie Heidi nicht mitnehmen kann und überzeugt ist, dass ihr Vater die Verantwortung trägt, bringt sie Heidi zu ihrem Großvater väterlicherseits, dem Alm-Öhi, in den Schweizer Alpen nahe Dörfli. Obwohl sie einige Zuneigung für Heidi empfindet, priorisiert Dete stets die Praktikabilität. Bei ihrer Rückkehr aus Frankfurt und als sie von der Möglichkeit erfährt, dass Heidi eine Begleiterin für Clara Sesemann, ein vermögendes Mädchen im Rollstuhl, werden könnte, versucht Dete zunächst, den Alm-Öhi zu überzeugen, Heidi gehen zu lassen. Als dies scheitert, täuscht sie Heidi unter falschen Vorwänden, damit sie sie begleitet. Heidi durchschaut den Betrug während der Reise, wehrt sich heftig mit Tränen und Schreien im Zug, doch Dete besteht unnachgiebig darauf und bringt sie gegen ihren Willen nach Frankfurt. Im Sesemann-Anwesen übergibt Dete Heidi, überträgt formell die Vormundschaft an die Gouvernante Fräulein Rottenmeier und geht fort, um ihrer eigenen Arbeit nachzugehen, womit sie das Kind effektiv im Stich lässt. Ihre spätere Rolle in der Handlung ist minimal. Ihre Handlungen begünstigen wiederholt vermeintliche Chancen zum Aufstieg, die oft im Widerspruch zu Heidis Wohlergehen oder Wünschen stehen, getrieben von pragmatischen Überlegungen zur finanziellen Stabilität und sozialen Positionierung, gepaart mit dem Glauben an die materiellen Vorteile, die Frankfurt Heidi bietet. Sie ist während dieser Ereignisse 26 Jahre alt. In verschiedenen Adaptionen bleibt ihre Rolle konsistent ohne signifikante Entwicklung oder Läuterung.
Titel
Dete
Besetzung
  • Ana María Campsdatabase_lang_spanish