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Kiyo Nozuki, genannt Kiyo-chan, stammt aus der Präfektur Aomori und wuchs zusammen mit ihren Kindheitsfreunden Sumire Herai und Kenta Nakanowatari auf. Ihre Großmutter, bachan, war ihre Hauptbezugsperson und prägte ihre Entwicklung maßgeblich, insbesondere durch die Vermittlung kulinarischer Fähigkeiten in alltäglichen, fürsorglichen Routinen. Bachan legte in ihr die Grundlagen des Kochens und eine tiefe Wertschätzung für Essen als Ausdruck von Fürsorge und Zugehörigkeit.

Kiyo zog mit Sumire nach Kyoto, beide mit dem Ziel, Maiko zu werden. Ihre Ausbildung endete abrupt, als mangelnde motorische Fähigkeiten und Koordination zu ihrem Ausschluss aus dem Programm führten. Doch ihr kulinarisches Talent zeigte sich, als die Köchin des Maiko-Hauses erkrankte und eine ältere Maiko bei der Zubereitung des Abendessens scheiterte. Kiyo griff erfolgreich ein und sicherte sich eine feste Anstellung als Hausköchin, was ihr den Verbleib in Kyoto ermöglichte.

Ihre Persönlichkeit strahlt Wärme und Optimismus aus, gepaart mit einer methodischen Herangehensweise an Aufgaben. Entspannt aber aufrichtig, zeigt sie durch gelegentliche Zerstreutheit und langsame Reaktionen in nicht-kulinarischen Situationen leicht weltfremde Züge. Beim Kochen oder Haushaltsaufgaben jedoch beweist sie bemerkenswerte Konzentration und Entschlossenheit. Ihre Emotionen sind stets sichtbar – strahlend bei Freude, niedergeschlagen bei Traurigkeit oder Müdigkeit und mit gerunzelter Stirn in Konzentration. Obwohl sie in den Maiko-Künsten ungeschickt ist, findet sie wahre Erfüllung in ihrer Rolle als Köchin und betrachtet die Küche als ihr wahres Zuhause.

Ihre Aufgaben im Maiko-Haus gehen über das Kochen hinaus und umfassen Haushalt, Einkaufen und Instandhaltung. Ihr Kochen priorisiert Nährwert und Komfort, wobei sie Gerichte an die Bedürfnisse der Maikos anpasst – etwa mundgerechte Portionen, um Lippenstiftflecken zu vermeiden, oder der Verzicht auf stark riechende Zutaten wie Knoblauch. In Episoden bereitet sie oft bestimmte Gerichte zu, gefolgt von einem „Gericht des Tages“-Segment, in dem sie mit Sumire und der älteren Maiko Tsurukoma über Kochtechniken, regionale Variationen und kulinarisches Wissen diskutiert. Ihre Mahlzeiten heben stets die Stimmung und bieten emotionale wie körperliche Stärkung nach anstrengenden Tagen.

Kiyo verbindet mit Sumire, die sie „Suu-chan“ nennt, eine tiefe, nonverbale Bindung und schöpft Freude daraus, Sumires Erfolg als Maiko zu unterstützen. Sie geht einfühlsame Beziehungen zu anderen ein, einschließlich Tsurukoma und der Hausmutter. Ihr Kindheitsfreund Kenta zieht später als angehender Koch nach Kyoto; ihre Interaktionen deuten auf eine unausgesprochene gegenseitige Zuneigung hin, die jedoch offen nicht thematisiert wird.

Ihre Entwicklung dreht sich darum, eine Identität jenseits des Maiko-Pfades zu finden. Zunächst entmutigt durch ihr Scheitern, entdeckt sie Erfüllung, indem sie bachans Lehren nutzt, um ein Gefühl von Zuhause für das Haus zu schaffen. Ihr Wachstum zeigt sich in ihrer hingebungsvollen Rolle und vertieften, durch Essen gestärkten Beziehungen. Ihre Kernmerkmale – Optimismus, Ungeschicktheit, Leidenschaft fürs Kochen – bleiben bestehen, während sie zu einer selbstbewussten, unverzichtbaren Figur wird, die Widerstandsfähigkeit verkörpert und ihren Sinn auf alternativen Wegen findet.
Titel
Kiyo
Besetzung
  • Kana Hanazawadatabase_lang_japanese