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Okina, auch Taketori no Okina genannt, ist ein alter Bambusschneider, der mit seiner Frau in einem abgelegenen Bergdorf lebt. Beim Bambusernten entdeckt er in einem leuchtenden Stängel ein winziges Baby und nimmt es als seine Tochter an, die er Kaguya-hime nennt. Spätere Funde von Goldklumpen und feinen Seidenstoffen in Bambusstängeln deutet er als göttliche Zeichen, die Kaguyas vorherbestimmte Adeligkeit bestätigen, und er häuft Reichtümer für ihre Erziehung an.

Angetrieben von der Überzeugung, dass ein aristokratisches Leben Kaguyas wahres Glück und göttliche Bestimmung darstellt, zieht Okina mit der Familie in die Hauptstadt. Er lässt ein prächtiges Anwesen errichten und engagiert Lady Sagami, um Kaguya in aristokratischen Umgangsformen und Bräuchen zu unterrichten, da er materiellen Luxus und hohen Status als göttlichen Willen ansieht – trotz Kaguyas geäußerter Vorliebe für ihr einfaches ländliches Leben und ihre Freundschaften.

Als Kaguya heranwächst, fördert Okina aktiv Heiratsanträge adliger Freier, da er diese Verbindungen als weiteren Beweis ihrer himmlischen Herkunft betrachtet. Er unterstützt ihre Herausforderungen, die von den Freiern verlangen, mythische Schätze zu beschaffen, und interpretiert diese Aufgaben als angemessene Prüfungen ihrer Würdigkeit. Unwissend bleibt er über Kaguyas Kummer und ihren Einsatz der Aufgaben, um unerwünschte Ehen abzuwenden.

Okina's Haltung ändert sich, als Kaguya ihre außerirdische Herkunft und ihre baldige Rückkehr zum Mond offenbart. Er mobilisiert militärische Abwehrkräfte, um ihre Abreise zu verhindern, was seine Verzweiflung zeigt, seine Tochter zu behalten. Der Versuch scheitert, und er muss Kaguyas Aufstieg mit dem himmlischen Gefolge mitansehen. Die Erfahrung lässt ihn und seine Frau vor Kummer bettlägerig zurück, da sie zu spät erkennen, dass sein Streben nach auferlegter Adeligkeit Kaguyas Leid verursachte, nicht ihr Glück.

Während Kaguyas Leben zeigt Okina stets aufrichtige, doch fehlgeleitete väterliche Hingabe. Seine Handlungen stellen durchgehend seine Deutung göttlicher Zeichen über Kaguyas Autonomie, was in ungelöster Schuld nach ihrer Abreise gipfelt. Sein Charakter verkörpert die Spannung zwischen elterlichen Absichten und deren Folgen, insbesondere in Bezug auf gesellschaftliche Erwartungen an Geschlecht und Status.
Titel
Okina
Besetzung
  • Carlo Vallidatabase_lang_italian
  • Takeo Chiidatabase_lang_japanese
  • José Carlos Guerradatabase_lang_portuguese