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Ishihara ist ein Gefängniswärter in der Shonan Sondererziehungsanstalt, geprägt von extremer Brutalität und sadistischen Neigungen. Er verhängt routinemäßig schwere Strafen für geringfügige oder erfundene Vergehen und zieht persönliche Befriedigung aus dem Leid der Insassen. Seine tief verwurzelte Feindseligkeit konzentriert sich auf den erfahrenen Insassen Rokurouta Sakuragi, dessen furchtlose Trotzhaftigkeit in Ishihara sowohl intensiven Hass als auch unterschwellige Furcht auslöst. Diese Dynamik eskaliert, als Sakuragi Beweise für Ishiharas Korruption aufdeckt.

Ishihara kooperiert mit dem pädophilen Dr. Sasaki und ermöglicht den sexuellen Menschenhandel mit jugendlichen Insassen im Austausch für Drogen und Geld. Diese Ausbeutung treibt den Insassen Hagino in den Selbstmord, der eine Notiz hinterlässt, die die Misshandlungen dokumentiert. Nachdem Sakuragi diese Notiz an sich bringt, startet Ishihara eine Kampagne aus Folter und psychologischer Manipulation, um ihn zum Schweigen zu bringen, mit dem Ziel, sicherzustellen, dass Sakuragi die Anstalt niemals lebend verlässt. Seine Skrupellosigkeit gipfelt in der Ermordung des Mitwärters Kumagai, der versucht, sich für Sakuragi einzusetzen.

Nach Sakuragis zeitweiliger Flucht und seiner Beziehung zur Krankenschwester Setsuko spürt Ishihara ihn auf. In einer Konfrontation heuchelt Ishihara Reue, nachdem Sakuragi ihm Haginos Notiz zeigt, nur um ihn kurz darauf zu erstechen. Anschließend koordiniert er mit Dr. Sasaki und verbündeten Soldaten, um Sakuragi tödlich zu erschießen.

Nach der Schließung der Anstalt und Sakuragis Tod zerfällt Ishiharas Leben. Er wird obdachlos und entwickelt eine schwere Heroinsucht, die zu Auszehrung und geistigem Verfall führt. Er trifft auf Mario Minakami, Sakuragis Schützling, der Rache sucht. Aufgrund von Marios Ähnlichkeit mit Sakuragi und Ishiharas desolatem Zustand hält Ishihara Mario für seinen toten Feind. Mario überwältigt ihn, entscheidet sich jedoch, ihn nicht zu töten, da er Ishiharas Leiden als angemessene Strafe erachtet. Ishihara fleht um den Tod, doch Mario lässt ihn zurück, um sein elendes Dasein zu ertragen.

In seiner gesamten Entwicklung zeigt Ishihara keine echte Reue oder Empathie. Seine Handlungen entspringen angeborener Grausamkeit, Drogenabhängigkeit und dem Verlangen nach Dominanz über Schwächere. Sein letztendliches Schicksal – obdachlos, süchtig und körperlich gebrechlich – spiegelt einen vollständigen moralischen und physischen Zusammenbruch wider.
Titel
Ishihara
Besetzung
  • Oliver Siebeckdatabase_lang_german
  • Kouji Ishiidatabase_lang_japanese