Anime-Übersicht: Looking Up At The Half-Moon
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Rika Akiba, ein 17-jähriges Mädchen, hat den größten Teil ihres Lebens im Krankenhaus verbracht, bedingt durch einen angeborenen Herzklappenfehler – eine genetische Erkrankung, die bereits ihren Vater während dessen Operation das Leben kostete. Diese lange Isolation ließ sie tiefe Einsamkeit erfahren, ohne Freunde zu haben, bis sie andere Patienten kennenlernte.

Körperlich ist sie klein gewachsen und hat langes Haar, das bis zum unteren Rücken reicht. In der Originalnovelle und den Manga-Illustrationen erscheint ihr Haar lila, in der Anime-Adaption jedoch schwarz, stets mit zwei weißen Haarklammern auf der linken Seite. Sie hat violette Augen und trägt im Krankenhaus weiße Pyjamas mit rosa Hausschuhen.

Anfangs wirkt Rika unfreundlich, leicht reizbar und herrisch, besonders gegenüber Yuichi Ezaki, den sie häufig herumkommandiert. Dieses harsche Auftreten verbirgt eine tiefe Sensibilität gegenüber den Worten und Handlungen anderer, wobei ihre Isolation und mangelnde soziale Erfahrung diese Abwehrhaltung verstärken. Trost findet sie in den Büchern von Ryūnosuke Akutagawa, was ihren intellektuellen Rückzug widerspiegelt.

Ihre Beziehung zu Yuichi beginnt konfliktreich, als er lügt, Akutagawa gelesen zu haben. Sie gewährt ihm bedingte Vergebung im Austausch für seinen Gehorsam. Allmählich vertieft sich ihre Bindung zu gegenseitiger Zuneigung. Yuichi ermöglicht ihr Erlebnisse außerhalb des Krankenhauses, darunter einen Besuch am Cannon Mountain – einem Ort, der mit der Erinnerung an ihren Vater verbunden ist – und seiner Schule, wo sie sich eine Uniform ausleiht. Diese Ausflüge bergen aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit gesundheitliche Risiken.

Dr. Gorō Natsume, ihr behandelnder Arzt seit sechs Jahren, steht Rika sehr nahe; sie folgte ihm, als er das Krankenhaus wechselte. Diese Verbindung belastet ihre Romanze mit Yuichi, da Dr. Natsume – dessen Frau an einer ähnlichen Herzerkrankung starb – versucht, ihre Beziehung zu sabotieren, um Yuichi zukünftiges Leid zu ersparen.

Als sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert, bricht Rika während eines Ausflugs zusammen und konfrontiert ihre Sterblichkeit, wobei sie Ängste äußert, die durch ihre Bindung zu Yuichi verstärkt werden. Angesichts einer Operation mit geringen Überlebenschancen reflektiert sie über das Schicksal ihres Vaters und ihre begrenzte Zeit. Obwohl die Operation gelingt, bleibt ihre Prognose terminal, mit nur noch wenigen Lebensjahren. Sie und Yuichi beschließen, ihre verbleibende Zeit bewusst zu nutzen.

Ihre Motivation dreht sich darum, das Erbe ihres Vaters zu verarbeiten, ihre Sterblichkeit zu akzeptieren und alltägliche Erfahrungen nachzuholen, die ihr die Krankheit verwehrt hat. Sie entwickelt sich von Isolation hin zu emotionaler Verletzlichkeit und teilt ihre Ängste und Wünsche offen mit Yuichi.
Titel
Rika Akiba
Besetzung
  • Mikako Takahashidatabase_lang_japanese