entry_text
Cossette d’Auvergne, eine Aristokratin des 18. Jahrhunderts, wurde ihrem Verlobten Marcello Orlando zum Opfer – einem Maler, der von dem Wunsch besessen war, ihre Schönheit für die Ewigkeit zu bewahren. Nach ihrem Mord blieb ihre Seele in einem venezianischen Glas gefangen, durchdrungen von der kollektiven Verzweiflung der geisterhaften Überreste ihrer Familie und der bösartigen Aura verfluchter Haushaltsrelikte. Nach Jahrhunderten der Gefangenschaft traf sie auf Eiri Kurahashi, Marcellos Reinkarnation, und band ihn durch einen Blutpakt, um die Sünden seines Vorgängers zu sühnen, indem er qualvolle körperliche und psychische Prüfungen durchlitt.

Ihre Beziehung zu Eiri offenbart eine Dualität: Nach außen hin gefasst und rätselhaft, nutzt sie seine Hingabe, um Vergeltung zu üben, doch wird sie zunehmend von inneren Konflikten geplagt, während sein Leiden fortschreitet. Diese Spannung verschärft sich mit dem Auftauchen einer zweiten Entität – einer Nachahmung, die aus Marcellos Porträt geboren wurde und als begehrende, wahnsinnige Kopie Cossettes erscheint. Diese Imitation beansprucht, der „wahre“ Erbe von Marcellos Besessenheit zu sein, und versucht, sie zu ersetzen, wodurch Eiri in ein Geflecht aus Rivalität und Manipulation verstrickt wird.

Mit der Zeit schwindet Cossettes Durst nach Rache. Angesichts der Konsequenzen ihrer Pläne empfindet sie Reue dafür, Eiri in ihren Fluch verwickelt zu haben, und beschließt, den Kreislauf des Leidens zu durchbrechen. Ihre Erlösung gipfelt darin, ihre Seele in Shoko Mataki, Eiris Vertraute, zu übertragen – ein Akt, der ihre Bindung an das gläserne Gefängnis und Marcellos Erbe löst. Diese Wiedergeburt gewährt ihr Befreiung und ermöglicht es ihr, Jahrhunderte des Leidens zu überwinden.

Ihr Erscheinungsbild spiegelt ihre tragische Dualität wider: wallendes blondes Haar, durchdringende blaue Augen und eine schlanke Silhouette, umhüllt von spitzenbesetzten, mit Bändern verzierten Kleidern, die sowohl aristokratische Eleganz als auch geisterhafte Zerbrechlichkeit ausstrahlen. Diese gespenstische Erscheinung kontrastiert mit ihren moralisch ambivalenten Entscheidungen und verkörpert eine Mischung aus kalkulierender List und gebrochener Menschlichkeit. Ihr Werdegang verwebt Obsession und Absolution und zeichnet einen Weg von Rache über Selbstaufopferung bis hin zu ätherischer Befreiung.
Titel
Cosette D'Auvergne
Besetzung
  • Isabelle Volpedatabase_lang_french