Anime-Übersicht: Oshin
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Oshin, ursprünglich Shin Tanokura genannt, wurde als Kind armer Pächter in den frühen 1900er Jahren in Yamagata geboren. Mit sieben Jahren wurde sie als Kindermädchen zu einer Holzhändlerfamilie geschickt, wo sie Schläge und harte Bedingungen ertrug, um die Armut ihrer Familie zu lindern. Fälschlich des Diebstahls bezichtigt, floh sie in einen tödlichen Schneesturm und überlebte die lebensbedrohliche Kälte nur, weil der Armeedeserteur Shunsaku sie fand und aufnahm. Während des isolierten Winters brachte er ihr Lesen und Überlebensfähigkeiten bei, doch sein plötzlicher Tod in einem Gefecht zwang sie, allein nach Hause zurückzukehren.

Ihre Familie schickte sie weiter zum Kaga-ya-Anwesen in Sakata, wo die Erbin Kayo sie zunächst verächtlich empfing. Oshins unerschütterliche Arbeitsmoral gewann allmählich Kayos misstrauisches Respekt, während die Matriarchin des Anwesens, Frau Yashiro, sie in Teezeremonie, Blumensteckkunst und Haushaltsführung unterwies – was sowohl Raffinesse als auch Strenge förderte. Obwohl Oshin eine fragile Bindung zu Kayo aufbaute, zerbrach ihre Kameradschaft aufgrund ihrer gemeinsamen Anziehung zu Kōta Takakura, einem idealistischen Sozialisten, dessen Kritik an Ungleichheit Oshin berührte. Als Kōta und Kayo durchbrannten, verließ Oshin Kaga-ya, verfolgt von ungelösten Loyalitäten.

Zurück in Yamagata pflegte sie ihre schwindsüchtige Schwester Haru, deren Tod – und letzte Warnung vor ausbeuterischen Arbeitgebern – Oshin zur Flucht nach Tokyo trieb. Bei der strengen Friseurin Isho in der Lehre verfeinerte sie ihr Handwerk, während sie um Haru trauerte und still nach Kōta sehnte. Ein angespanntes Wiedersehen mit Kayo in Tokyo offenbarte bestehende Risse: Kayo, gefangen in einer lieblosen Ehe, gestand anhaltende Gefühle für Kōta, während Oshin ihre eigenen unterdrückten Emotionen verarbeitete.

Jahrzehnte später baute Oshin ein Supermarktimperium auf, das Frau Yashiros strategischen Scharfsinn, Shunsakus Betonung auf Einfallsreichtum und ihre Kindheitserfahrung mit bäuerlicher Ausbeutung vereinte. Im Alter besuchte sie mit ihrem Enkel Kei die Orte ihrer Jugend und stellte sich den Erinnerungen an Entbehrung und Beharrlichkeit, die ihren Aufstieg prägten.

Die animierte Adaption konzentrierte sich auf ihre Mädchenzeit: die Grausamkeit des Holzhändlers, ihre verzweifelte Flucht durch Schneewehen und den Winter mit dem flüchtigen Shunsaku. Sie zeigte ihre abgezehrte Widerstandsfähigkeit gegen Hunger, Arbeitsmissbrauch und das Überleben in der Natur – Eigenschaften, die sie später für die Herausforderungen des Erwachsenenlebens wappneten.
Titel
Oshin
Besetzung
  • Ayako Kobayashidatabase_lang_japanese