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Enrico Bottini ist ein Schuljunge im späten 19. Jahrhundert in Turin, Italien, der seine Erlebnisse durch Tagebucheinträge dokumentiert, die die Grundlage der Erzählung bilden. Er stammt aus einer Arbeiterfamilie: Vater Alberto, Mutter Silvia, jüngerer Bruder Nino und Schwester Adriana. Dieser Hintergrund lässt ihn gelegentlich wie einen Außenseiter unter wohlhabenderen Gleichaltrigen erscheinen, was anfängliche Unsicherheiten schürt.

Von Natur aus freundlich und einfühlsam, zeigt Enrico stets Mitgefühl für andere. Er knüpft starke Bindungen zu Klassenkameraden, vermittelt oft in Konflikten und bietet emotionale Unterstützung. Obwohl er im Allgemeinen sanftmütig und nachdenklich ist, bewältigt er persönliche Herausforderungen im Zusammenhang mit Identität und sozialer Integration. Enrico zeichnet sich durch Besonnenheit und Reflexion aus, denkt über seine eigenen Motive und Überzeugungen nach und bleibt dabei sensibel für die Schwierigkeiten um ihn herum.

Seine Entwicklung konzentriert sich auf das Heranreifen durch alltägliche Schul- und Hauserlebnisse. Anfangs etwas schüchtern und unsicher, gewinnt Enrico allmählich unter der Anleitung seines Lehrers Herrn Perboni an Selbstvertrauen. Entscheidende Momente beinhalten die Konfrontation mit persönlichen Geheimnissen, das Bezeugen und Eingreifen bei Mobbingvorfällen sowie die Versöhnung mit familiären Erwartungen. Seine Beziehung zu seinem Vater Alberto, dessen unbeschwerte Kindheit im Kontrast zu Enricos zurückhaltender Art steht, entwickelt sich durch gemeinsame Erfahrungen. Die Erzählung endet, als Enrico vor einer bedeutenden emotionalen Herausforderung steht, als seine Familie aufgrund der Versetzung seines Vaters umziehen muss, wodurch er etablierte Freundschaften und seine Gemeinschaft zurücklassen muss.

Enrico pflegt enge Beziehungen zu dem verlässlichen Klassenkameraden Garrone und dem bücherliebenden Stardi. Seine Interaktionen gehen über seinen unmittelbaren Freundeskreis hinaus und zeigen ein aufrichtiges Interesse daran, die vielfältigen Perspektiven seiner Altersgenossen zu verstehen. Familiäre Beziehungen bleiben zentral, insbesondere sein beschützendes Verhältnis zu Nino und sein wachsendes Verständnis für die Vergangenheit seines Vaters. Diese Verbindungen prägen gemeinsam seine Erkenntnis, dass Mitgefühl ein grundlegender Wert ist.
Titel
Enrico Bottini
Besetzung
  • Maurice Decosterdatabase_lang_french