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Die Tochter der Stiefmutter verkörpert Selbstsucht und Feindseligkeit und quält ihre Stiefschwester erbarmungslos gemeinsam mit ihrer Mutter. Beide nutzen die Arbeit der Stiefschwester aus, belasten sie mit schrecklichen Aufgaben, während sie selbst in Untätigkeit schwelgen. Getrieben von Gier schicken sie sie rücksichtslos in einen tödlichen Wintersturm, um Frühlingsblüten für eine königliche Belohnung zu holen, gleichgültig gegenüber ihrem Überleben.

Als die Stiefschwester die Blumen mit Hilfe mystischer Kräfte sichert, wird die Tochter der Stiefmutter misstrauisch und entreißt ihr einen verzauberten Ring, den die Geister ihr geschenkt hatten. Ihr Neid treibt sie dazu, die Stiefschwester mit ihrer Mutter und der Königin in den Wald zu verfolgen, um das Geheimnis der Blumen aufzudecken. Dieses Vorgehen zieht den Zorn der zwölf Monatsgeister auf sich, die sie und ihre Mutter als Strafe für ihre Grausamkeit in Hundegestalt verwandeln. Ihre Rückverwandlung hängt von aufrichtiger Reue und moralischer Besserung ab, doch ihre Fähigkeit zur Veränderung bleibt ungewiss.

Verwurzelt in Privilegien und Ausbeutung dreht sich ihre Identität um rücksichtslosen Eigennutz, ohne Empathie oder Erlösung. Sie dient als erzählerisches Gegenstück zur Widerstandsfähigkeit und Mitgefühl ihrer Stiefschwester, wobei ihre Handlungen durchweg bösartig sind. Ihr Wirken beschränkt sich ausschließlich auf den Rahmen der Haupthandlung, und ihre Rolle bleibt auf Feindseligkeit beschränkt, ohne Erweiterung in anderen kanonischen Werken.
Titel
Stepmother's Daughter
Besetzung
  • Inez Güntherdatabase_lang_german
  • Gabriele Streichhahn-Schottdatabase_lang_german