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Charlotte Christine de Colde, eine französische Adlige und Meisterfechterin, führt ihre Klinge *La Roche* mit unerschütterlicher Hingabe an die Gerechtigkeit. Geboren 1761, widersetzt sich ihre stattliche Statur und soldatische Haltung den weiblichen Normen der Zeit, obwohl ihre Loyalität zu ihren Landsleuten einen mitfühlenden Kern offenbart. Bevorzugt sie Praktikabilität über Prunk, trägt sie schlichte Kleidung, außer bei Anlässen, die höfische Garderobe erfordern.

Ihr Weg entfaltet sich durch Konflikte mit sowohl sterblichen als auch übernatürlichen Mächten. Nach der Bändigung unnatürlicher Katastrophen im ländlichen Frankreich verfolgt sie den bösartigen Amakusa bis nach Japan, besiegt ihn und kehrt zurück, um sich dem revolutionären Eifer anzuschließen. Doch Gerüchte über die Gottheit Ambrosia ziehen sie erneut gen Osten, wo sie Allianzen mit Kriegern wie Haohmaru schmiedet – eine flüchtige Kameradschaft, die durch seine Verstrickung mit Oshizu belastet wird.

Inmitten Europas Wirren deckt sie eine royalistische Verschwörung mit japanischen Einflüssen auf, konfrontiert Attentäter und navigiert durch Stierkampfarenen, wo der rätselhafte Torero Kirian ihre Anwesenheit bemerkt. Ihre Kampfkunst vereint berechnende Präzision mit entwickelnder Kunstfertigkeit: der dreieckige *Tri-Slash*, der luftige *Power Gradation* und spätere Techniken wie der durchdringende *Violet Thrust* und die schwungvolle *Chrysanthemum* zeigen ihre anpassungsfähige Eleganz. Geschärfte Intuition ermöglicht es ihr, verborgene Bedrohungen zu spüren, Energie in ihre Schläge zu kanalisieren und dabei einem Credo der Schadensminimierung zu folgen.

Abseits des Kampfes beherrscht sie die Opernbühnen, glänzt bei Fuchsjagden und fertigt kunstvolle Stickereien. Karmesinrote Rosen rühren ihr Herz; Nagetiere stoßen es ab. Ihre Philosophie – Sieg ohne Grausamkeit – entspringt einer jugendlichen Romanze mit einem Gelehrten-Fechter, dessen tragischer Tod nach einem Walzer in Versailles ihre Vorstellung eines idealen Partners prägte: jemand, der gleichermaßen mit Intellekt und Kampf vertraut ist.

Über Spiele und den *Samurai Shodown*-Film hinweg schreitet sie durch Revolutionen und übernatürliche Belagerungen, fordert politische Kabalen und göttlichen Zorn gleichermaßen heraus. Ob sie sich gegen Amakusas Verrat stellt oder das globale Gleichgewicht bewacht, ihre Entschlossenheit verbindet Nationen, eine edle Klinge, die durch Schatten schneidet, um Heimat und Welt zu schützen.
Titel
Charlotte Christine de Colde
Besetzung
  • Sakiko Tamagawadatabase_lang_japanese