Anime-Übersicht: Kyousogiga
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Myōe, geboren als Yakushimaru, wurde als Kriegswaise entdeckt, nachdem er einen Suizidversuch unternahm, als er seine verstorbenen leiblichen Eltern fand. Der Priester Myōe belebte ihn mit einem unsterblichkeitsverleihenden Granatapfel wieder und adoptierte ihn. Yakushimaru zog mit der Familie in die surreale Spiegelstadt (Spiegelhauptstadt), eine vom Priester geschaffene Welt. Dort bekam er Adoptivgeschwister, Kurama und Yase, die als Gemälde zum Leben erweckt worden waren.

Nach dem Weggang des Priesters und seiner Frau, Lady Koto, erbte Yakushimaru den Titel Myōe und die Gebetsperlen des Priesters. Er schloss sich Kurama und Yase im Dreierrat an, der während der Abwesenheit ihrer Eltern die Spiegelstadt regierte. Obwohl er für die Instandhaltung der Stadt verantwortlich war, vernachlässigte er oft seine Pflichten, verschlief oder schwänzte Sitzungen.

Seine Persönlichkeit zeigt Unreife und Reizbarkeit, besonders gegenüber Störungen durch Koto – ein Mädchen, das später auftaucht – und ihre Begleiter A und Un. Seine Geschwister verspotten seine anhaltende Hoffnung auf die Rückkehr ihrer Eltern als „Heulsuse“-Verhalten, was seine zugrunde liegende Depression und Wut über die Verlassenheit offenbart. Trotz seiner mürrischen Art übernimmt er die Verantwortung, indem er Koto und ihre Brüder unter seine Obhut nimmt.

Zentral für seinen Charakter ist ein tiefes Trauma und ein Todeswunsch. Da er seine Unsterblichkeit als Fluch betrachtet, bittet er Koto, ihn zu töten, sobald sie den schwarzen Hasen (der sich als Lady Koto entpuppt) findet. Dies rührt von Jahrhunderten unverarbeiteter Trauer und Isolation her.

Im Kampf nutzt Myōe die Gebetsperlen seines Adoptivvaters als Projektil oder Fessel und dient als wichtiger Verteidiger der Stadt.

Seine Entwicklung intensiviert sich, als Kotos Ankunft die Stadt destabilisiert. Anfangs distanziert, bindet er sich allmählich an sie und sieht sie als Person, nicht als Werkzeug – anders als seine Geschwister oder sein Adoptivvater. Er steht Koto in Krisen bei, etwa wenn sie sich für die Zerstörung der Stadt verantwortlich macht oder von Inari (dem ursprünglichen Myōe) manipuliert wird, sie zu zerstören. Myōe greift ein und hilft Koto, die Kontrolle zurückzugewinnen. Gemeinsam nutzen sie die Gebetsperlen, um die Stadt und die Ebenen wiederherzustellen. Später konfrontiert er Inari mit dessen Verlassenheit und Egoismus, was einen Wandel von Passivität zu Handlungsfähigkeit markiert.

Am Ende der Serie verwirft Myōe seinen Todeswunsch und entscheidet sich dafür, zu leben und die Spiegelstadt gemeinsam mit Koto und seiner Familie wieder aufzubauen – ein Zeichen der Akzeptanz seiner Vergangenheit und eines neuen Lebenssinns.
Titel
Myōe
Besetzung
  • Kenichi Suzumuradatabase_lang_japanese