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Keiichirō Akizuki, ein hochrangiger Samurai im Dienst des Tokugawa-Bakufu in der späten Edo-Zeit, vereint starre Loyalität zu seinem Clan mit einer pragmatischen Sicht auf Modernisierung. Als disziplinierter Vasall hilft er Tōma Kusaka – einem Widersacher aus dem Chōshū-Clan – während eines politischen Konflikts, ermöglicht seine Flucht und unterrichtet ihn später heimlich in Englisch. Dieses Bündnis widerspricht den isolationistischen Prinzipien seiner Fraktion und offenbart Akizukis stillen Einsatz für ausländische Beziehungen.

Ihre Bindung vertieft sich zu einer geheimen Romanze, geschmiedet durch intellektuellen Austausch und gemeinsame Verletzlichkeit. Akizukis Hingabe zu Kusaka kollidiert mit seiner Pflicht, als der Boshin-Krieg ausbricht und ihre Fraktionen gegeneinander kämpfen. Als Anführer der Bakufu-Truppen erleidet er schwere Verletzungen und verliert im Kampf sein linkes Bein. Sein versuchter Seppuku wird von Kusaka vereitelt, der gewaltsam eingreift, um ihn zu schützen.

Nach dem Krieg lebt Akizuki versteckt unter Kusakas Obhut, gequält von Überlebensschuld und dem Schicksal seiner Kameraden. Sein Festhalten an der Samurai-Ehre belastet ihre Beziehung, verschärft durch Aizawa – einen ehemaligen Verbündeten, der nun das kaiserliche Gesetz durchsetzt – und dessen Forderung nach rituellem Suizid. Obwohl sie sich kurz versöhnen, wählt Akizuki schließlich den Tod in einem Schneefeld, bewaffnet mit einem Tantō von Aizawa. Sein Abschiedsbrief und eine konservierte Zikadenschale, Symbol seiner Verbindung zu Kusaka, gehen dessen eigenem Suizid voraus.

Akizukis Entwicklung zeichnet den Wandel vom standhaften Samurai zu einem von widersprüchlichen Loyalitäten, Liebe und gesellschaftlichem Zusammenbruch zerrissenen Mann nach. Sein amputiertes Bein und seine psychischen Narben spiegeln die Wirren der Ära wider und verkörpern Themen wie Ehre, Opfer und den unaufhaltsamen Verfall der Tradition im Umbruch.
Titel
Keiichiro Akizuki
Besetzung
  • Lorenzo Scattorindatabase_lang_italian