Anime-Übersicht: Good Night World
entry_text
Taichirō Arima, alias Ichi, ist ein zurückgezogener Teenager, der durch den Zusammenbruch seiner Familie und selbstzerstörerische Einsamkeit von der Realität abgeschnitten ist. Sein hagerer Körper, verfilztes schwarzes Haar und blutunterlaufene Augen spiegeln Jahre der Vernachlässigung wider, seine Existenz beschränkt auf ein von Müll übersätes Schlafzimmer, in dem er seit dem Tod seiner Schwester Aya dahinsiecht.

In der virtuellen Welt von PLANET verwandelt er sich in Ichi – einen erbarmungslosen Kämpfer, der für brutale, unnachgiebige Angriffe gefürchtet wird. Als Anführer der Kämpfe der Akabane-Familie kämpft er ahnungslos neben seinem entfremdeten Vater, Bruder und seiner Mutter, deren wahre Identitäten von Avataren verborgen sind. Die künstliche Verbundenheit mit diesen digitalen Stellvertretern steht in scharfem Kontrast zu seinen zerbrochenen Bindungen im wahren Leben.

Taichirōs Groll wächst gegenüber seinem leistungsstarken Bruder Asuma und seinem Vater Kojirō, einem PLANET-Entwickler, dessen vergangene Misshandlungen und Gleichgültigkeit seinen Zorn schüren. Die Abwesenheit seiner Mutter Sayaka hinterlässt eine Leere, die teilweise von ihrem Avatar May im Spiel gefüllt wird, die ihm unbeabsichtigt mütterlichen Trost spendet, den er sich sehnt, doch ablehnt.

Der Zusammenstoß der Akabane-Familie um den Schwarzen Vogel des Glücks – eine digitale Entität, die im echten Leben Blutvergießen verursacht – durchbricht Taichirōs Distanziertheit. Als Asuma durch die Verderbnis des Vogels dem Tod nahe ist, verbündet sich Taichirō widerwillig mit seiner Familie, deren virtuelle Identitäten sich auflösen, um fragile Blutsbande freizulegen.

Die labyrinthischen Ebenen von PLANET – bewusste KI, verschachtelte Simulationen – verzerren Taichirōs Verständnis der Existenz. Begegnungen mit Pico, einer KI, die sich als Spieler ausgibt, zersplittern seine Realität weiter und zwingen ihn, seine emotionale Lähmung zu konfrontieren. Grob und trotzig beschützt er dennoch seine Online-Familie und nähert sich langsam der Anerkennung ihrer realen Gegenstücke an.

Durch die Krise gezwungen, interagiert Taichirō zögernd mit seiner Familie außerhalb des Spiels, obwohl Groll zurückbleibt. Spuren roher Verletzlichkeit durchdringen seine defensive Schale und deuten auf gebrochene Pfade aus der Isolation hin – eine unvollendete Reise, von Trauma verfolgt, doch mit zaghaftem, widerstrebendem Hoffnungsschimmer.
Titel
Ichi/Taichirō Arima
Besetzung
  • Nicolas Royedatabase_lang_english
  • Daisuke Hirosedatabase_lang_japanese