Anime-Übersicht: Golden Kamuy
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Asirpa, ein junges Ainu-Mädchen, das in Hokkaido aufwuchs, ist die Tochter von Wilk, einem Ainu-Jäger, und Riratte, die kurz nach ihrer Geburt verstarb. Von ihrem Vater von Kindheit an in Überlebensfähigkeiten geschult – Jagen, Fallenstellen und Beherrschung des Wissens über Hokkaidos Ökosysteme – verkörpert sie die Ainu-Traditionen, verehrt Tiere als Kamuy (Geister) und nutzt jede Ressource der gejagten Beute, eine Philosophie, die durch das unerbittliche Klima der Region geprägt wurde.

Nach dem Tod ihres Vaters bei einem Goldtransportvorfall verwaist, vertieften sich ihre Widerstandsfähigkeit und Selbstständigkeit. Eine Bindung zu einem weißen Wolf namens Retar, der später verschwand, hinterließ Narben der Verlassenheit und formte ihre verschlossene Art. Doch unter vertrauten Verbündeten wie Sugimoto und Shiraishi kommt ihr verspielter Humor zum Vorschein, der Schichten unter ihrer Stoizismus offenbart.

Zusammen mit Sugimoto, einem abgehärteten Veteran des Russisch-Japanischen Krieges, strebt sie Rache für den Tod ihres Vaters an und will das gestohlene Ainu-Gold zurückerlangen. Pragmatisch doch prinzipientreu weigert sie sich, Menschen zu töten, und hält sich auch im Konflikt an die Ainu-Ethik. Ihr Streben entwickelt sich von persönlicher Vergeltung zum Schutz der Autonomie ihres Volkes, wobei sie das Gold als Werkzeug betrachtet, um kulturellen Verfall zu widerstehen.

Über das reine Überleben hinaus stellt sie traditionelle Ainu-Gerichte wie Citatap her und zeigt künstlerische Präzision beim Kopieren tätowierter Karten von Sträflingen. Tief verwurzelt in Ritualen zur Ehrung der Beute respektiert sie ancestrale Bräuche, hinterfragt jedoch bestimmte Traditionen und lehnt Praktiken wie Mundtätowierungen ab.

Ihre Reise zeichnet das Wachstum von einer einsamen Jägerin zu einer Anführerin nach, die sich der Not ihres Volkes bewusst wird. Drei Jahre nach dem Treffen mit Sugimoto spiegelt ihr gewachsener, gereifter Körper ihre Rolle als Hüterin des Ainu-Erbes wider. Obwohl ihre Bindung zu Sugimoto Ängste vor Verlassenheit lindert, bleiben Spannungen über seine Absichten mit dem Gold bestehen.

Eingebettet in historische Konflikte – japanische Assimilationsbemühungen und Nachkriegswirren – schärft sich ihr Entschluss, die Ainu-Identität zu bewahren. Der Name „Asirpa“, der „Neujahr“ oder „Zukunft“ bedeutet, unterstreicht ihre symbolische Rolle als Leuchtturm für den Fortbestand ihrer Kultur.
Titel
Asirpa
Besetzung
  • Monica Rialdatabase_lang_english
  • Haruka Shiraishidatabase_lang_japanese