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Kain, der erstgeborene Sohn Adams und Evas nach ihrer Vertreibung aus dem Eden, bestellte das Land als Bauer und ertrug die Mühsal der landwirtschaftlichen Arbeit. Sein jüngerer Bruder Abel hütete Herden als Hirte.

Ein Konflikt entstand, als beide Gott Opfer darbrachten: Kain präsentierte Erzeugnisse aus seiner Ernte, während Abel die Erstgeborenen seiner Herde opferte. Gott begünstigte Abels Opfer, zeigte aber Missfallen gegenüber Kains Opfer. Diese göttliche Vorliebe entfachte heftige Eifersucht in Kain. Trotz Gottes direkter Warnung vor der Gegenwart der Sünde und der Notwendigkeit, seine Gefühle zu beherrschen, ließ Kain seinen Groll weiter schwellen.

Von Neid und Wut über die empfundene Ungerechtigkeit verzehrt, konfrontierte Kain Abel auf einem Feld und tötete ihn, womit er den ersten Mord beging. Gott konfrontierte Kain wegen dieses Brudermordes und verhängte einen Fluch als Strafe. Gezeichnet von diesem Fluch wurde Kain aus dem Land, das er bestellt hatte, verbannt. Er wurde ein verurteilter Wanderer, abgeschnitten von seiner Familie und seiner Lebensgrundlage, und trug die göttliche Verdammnis mit sich.

Kains Erzählung schildert Geschwisterrivalität, unkontrollierte Eifersucht, die in Gewalt gipfelt, und die schwerwiegenden Folgen der Missachtung des göttlichen Willens. Seine Geschichte endet als grundlegendes Beispiel menschlichen moralischen Versagens; er lebte seine Tage als Ausgestoßener, abgeschnitten von seinen Eltern und dem Land.
Titel
Cain
Besetzung
  • Katsuhiro Kitagawadatabase_lang_japanese