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Toshizō Hijikata bekleidet die Position des Vize-Kommandanten in der Shinsengumi, einer historischen Polizeitruppe, die während der Bakumatsu-Zeit in Kyoto operierte. Er gründete diese Gruppe gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Kondō Isami, angetrieben von ihrem gemeinsamen Ehrgeiz, Kondōs Status als Samurai zu erhöhen, obwohl sie nicht aus der Kriegerklasse stammten. Seine kompromisslose Durchsetzung von Regeln und strikte Disziplin brachten ihm den Beinamen „Dämonen-Vizekommandant“ ein, doch seine tiefe Hingabe an die Ideale der Shinsengumi und ihre Mitglieder verschaffte ihm großen Respekt.

**Hintergrund und frühe Rolle**
Hijikata wurde in eine Bauernfamilie geboren und verkaufte zunächst traditionelle Medizin, bekannt als „Ishida-Pulvermedizin“, bevor er sich dem Schwertkampf widmete. 1859 trat er Kondōs Dojo bei, und ihr gemeinsamer Ehrgeiz gipfelte 1863 in der Gründung der Shinsengumi. Als Vize-Kommandant war Hijikata für Rekrutierung, Strategie und Disziplin verantwortlich und traf entscheidende Maßnahmen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, darunter die Entfernung korrupter Anführer wie Serizawa Kamo. Sein taktisches Geschick war während des Ikedaya-Zwischenfalls 1864 entscheidend, als er Verstärkung anführte, um anti-shogunale Rebellen erfolgreich zu unterdrücken.

**Beziehung zu Chizuru Yukimura**
Hijikata begegnet Chizuru Yukimura erstmals während einer Untersuchung von Rasetsu (wilde Furien). Er verschont ihr Leben, als er erfährt, dass sie die Tochter von Kōdo Yukimura ist, einem Arzt, den die Shinsengumi wegen seines Wissens über das „Wasser des Lebens“ suchten. Anfangs hält er distanziert Abstand und ernennt Chizuru zu seinem Pagen, um sie genau zu beobachten. Mit der Zeit entwickelt er schützende Instinkte und schirmt sie vor Bedrohungen wie dem Dämon Kazama Chikage ab. Ihre Bindung vertieft sich, als Chizuru ihm während seiner Kämpfe mit der Rasetsu-Verwandlung hilft, indem sie ihm ihr Blut gibt, um seinen Blutdurst zu lindern.

**Rasetsu-Verwandlung und Konflikte**
Nach der Verwundung Kondōs und dem Tod von Shinsengumi-Mitgliedern wie Inoue nimmt Hijikata das „Wasser des Lebens“ zu sich, um gegen Kazama stärker zu werden. Dies verwandelt ihn in einen Rasetsu, was ihm verbesserte Fähigkeiten verleiht, ihn aber auch mit lähmendem Blutdurst und Schwäche gegenüber Sonnenlicht bestraft. Er verheimlicht seinen Zustand, um andere nicht zu belasten, und arbeitet unermüdlich trotz körperlichen Verfalls. Nach Kondōs Hinrichtung durch kaiserliche Truppen schwächt sich seine Entschlossenheit, doch er führt die Shinsengumi weiter durch den Boshin-Krieg, wobei er das Überleben der Gruppe über persönliche Ehre stellt.

**Führung und Opfer**
Hijikatas Handeln ist von unerschütterlicher Loyalität gegenüber Kondō und der Shinsengumi geprägt. Er verhängt harte Strafen für Desertion, schätzt seine Männer jedoch als wahre Krieger, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Nach Kondōs Gefangennahme übernimmt er das volle Kommando und verlegt die Gruppe zunächst nach Edo und später nach Ezo (Hokkaido). Er befiehlt Chizuru, zum Schutz zurückzubleiben, doch sie widersetzt sich ihm, um ihn im Kampf zu unterstützen. In ihrer letzten Konfrontation kämpft er gegen kaiserliche Truppen in Hakodate und erleidet tödliche Verletzungen.

**Spin-off-Darstellungen**
Im modernen Schul-Spin-off *Hakuōki: SSL* wird Hijikata als stellvertretender Schulleiter und Literaturlehrer neu interpretiert. Er behält sein strenges Auftreten bei, zeigt aber auch Momente der Wärme und schützt Chizuru (nun eine Schülerin) häufig vor Konflikten. Er zögert, romantische Gefühle einzugestehen, bis sie ihren Abschluss macht, was der prinzipientreuen Zurückhaltung seines historischen Vorbilds entspricht. Sein Einsatz für den Erhalt von Kondōs Vermächtnis spiegelt seine Führung in der Shinsengumi wider und gipfelt in Konfrontationen mit Figuren wie Serizawa, um die Zukunft der Schule zu sichern.

**Schlüsseleigenschaften**
Hijikata wird als groß und gutaussehend mit langen schwarzen Haaren und violetten Augen dargestellt. Typischerweise trägt er einen violetten Kimono und graue Hakama, später westliche Kleidung. Als hochqualifizierter Schwertkämpfer führt er eine Kanesada-Klinge der 11. Generation. Er verfasst Haiku, ein Hobby, über das Souji Okita häufig spottet. Seine komplexe Persönlichkeit vereint Rücksichtslosigkeit mit Mitgefühl, besonders sichtbar in seiner Wertschätzung für Chizuru und seiner Sorge um erkrankte Kameraden wie Okita.
Titel
Toshizō Hijikata
Besetzung
  • Shinichiro Mikidatabase_lang_japanese