Anime-Übersicht: Eiga no Osomatsu-san
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Iyami, ursprünglich aus Fujio Akatsukas Manga *Osomatsu-kun*, taucht in Anime-Serien, Filmen und Spin-offs wieder auf, wobei sein Hintergrund, seine Persönlichkeit und seine Rolle in den offiziellen Medien weiterentwickelt werden.

Sein Debüt hatte er als kleiner Antagonist in den frühen Kapiteln des *Osomatsu-kun*-Mangas von 1963, wo er zunächst als Hintergrundfigur ohne definierte Rolle auftrat. Später festigte er sich als Betrüger oder Störenfried, der oft versuchte, die Matsuno-Familie oder andere im Akatsuka-Bezirk zu betrügen. Seine markante Persönlichkeit entwickelte sich später: ein selbsternannter französischer Sophist, der behauptete, „gerade aus Frankreich zurückgekehrt“ zu sein, obwohl die Beweise eher auf eine Frankophilie als auf echte Erfahrungen hindeuteten. Sein Name leitet sich vom japanischen Wort „iyami“ (嫌味) ab, was „unangenehm“ oder „widerlich“ bedeutet.

Iyamis Design zeigt drei große hervorstehende Vorderzähne, einen dünnen Schnurrbart, schwarzes bobartiges Haar und schmale Augen. Typischerweise trägt er einen lila oder rosa Anzug mit einer roten Fliege (später weggelassen), lockere geflickte Socken und Accessoires wie einen kleinen Hut oder einen Stock. Seine ikonische „Sheeh!“-Pose – angewinkelte Arme, ein angehobenes Bein, ein lockerer Socken – wurde vom japanischen Varietékünstler Tony Tani inspiriert.

Seine Persönlichkeit vereint Eitelkeit, Opportunismus und Kindlichkeit. Er verwickelt sich oft in gescheiterte Betrugsversuche, Diebstähle oder Täuschungen, um eine Rückkehr nach Frankreich zu finanzieren oder sich selbst zu versorgen. Trotz seiner Grobheit und Feigheit – er schiebt die Schuld auf andere und übernimmt keine Verantwortung – zeigt er gelegentlich Freundlichkeit, insbesondere wenn er Chibita heimlich Futons oder Essen in schwierigen Zeiten besorgt. Er ist emotional unbeständig und neigt zu dramatischen Ausbrüchen.

Iyamis Sprechweise weist einzigartige Eigenheiten auf: Er bezeichnet sich selbst als „mi“ (ミー), andere als „chimi“ (チミ), beendet Sätze mit „zansu“ (ザンス) und ruft „sheeh!“ (シェー), wenn er erschrickt. Er fügt französische Phrasen wie „bonjour“ und vereinzelte englische Wörter ein, um seine affektierte Weltgewandtheit zu unterstreichen.

In der *Osomatsu-kun*-Anime-Serie von 1988 wurde seine Rolle deutlich erweitert, wodurch er neben Chibita zu einem Protagonisten wurde. Seine Hintergrundgeschichte zeigt ihn hier als älteren Freund von Chibita, der als Verkäufer in den Akatsuka-Bezirk zieht und später zum Einbrecher wird. Diese Serie betonte seine Rivalität mit den Matsuno-Sechslingen, insbesondere Osomatsu, obwohl es gelegentlich zu Zusammenarbeit kam. Sein Alter schwankt – oft wird er als Mitte 30 (z. B. 36,5 Jahre alt) angegeben, obwohl er behauptet, 23 zu sein.

Im Reboot *Mr. Osomatsu* kehrte Iyami zu einer Nebenrolle zurück, behielt aber seine betrügerische, arme Natur, seine frankophilen Allüren und antagonistischen Interaktionen bei, wenn auch mit geringerer Bedeutung. Filme und Spin-offs halten an dieser Darstellung fest.

Außerhalb der Hauptserie trat Iyami in einer Werbung für Sapporo Black-Bier von 1993 als älterer Barkeeper in Japan nach einer Ausbildung in den USA auf, mit grau meliertem Haar und Gebiss. Er erscheint auch in Naoki Urasawas *Mujirushi: The Sign of Dreams* als „Der Direktor“, der eine bankrotte Familie in einen Kunstfälschungssplan in Paris verwickelt, wobei er seine Betrügereigenschaften nutzt, aber sein visuelles Design und sein prätentiöses Auftreten beibehält.

Seine Beziehungen sind weitgehend antagonistisch; er betrachtet die Sechslinge als Erzfeinde, insbesondere Osomatsu. Seine Dynamik mit Chibita schwankt zwischen Mentorship, Partnerschaft in Betrügereien und Rivalität. Familiäre Bindungen werden sporadisch erwähnt: eine Mutter, eine Ehefrau, eine Tochter und ein älterer Bruder, der ihn hineinlegt. Seine Anziehung zu Totoko wird uneinheitlich dargestellt, mal als unangemessene Schwärmerei, mal als geschäftliche oder romantische Partnerschaft.

Seine Entwicklung spiegelt die wechselnde Rezeption beim Publikum wider: vom Störenfried zum Protagonisten im Anime von 1988 aufgrund seiner Beliebtheit, später zurück zur Nebenrolle. Kernmerkmale – Betrug, Größenwahn und gelegentliche Verletzlichkeit – bleiben konstant.
Titel
Iyami
Besetzung
  • Kenichi Suzumuradatabase_lang_japanese