Anime-Übersicht: Osomatsu-kun
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Jyushimatsu Matsuno ist einer von sechs identischen Sechslingen. Sein Name vereint den japanischen Begriff für den Bengalenfink (十姉妹, jūshimatsu) mit Kanji-Zeichen für "vierzehn" (十四) und "Kiefer" (松), was eine doppelte Bedeutung widerspiegelt. Frühe Medienberichte präsentierten widersprüchliche Geburtsreihenfolgen und deuteten gelegentlich an, er könnte der Jüngste sein, da er in Aufzählungen oft an letzter Stelle stand. Spätere Werke, einschließlich des Spin-offs von 2015, bestätigen ihn jedoch als den Fünftgeborenen, den zweitjüngsten Sohn.

Seine Kindheit wird unterschiedlich beschrieben. Originale Manga-Darstellungen zeigen ihn als ruhig, sanft, zurückhaltend, leicht zu Tränen geneigt und konfliktscheu. Spätere offizielle Profile von Fujio Pro charakterisieren ihn jedoch als den lautesten, lebhaftesten und gesprächigsten Bruder, der wie sein namensgebender Vogel gut singen kann. Ein Versuch, diese Widersprüche aufzulösen, beschreibt ihn als grundsätzlich still, aber leidenschaftlich beim Singen. Trotz seiner freundlichen Art beteiligte er sich an Streichen und exzentrischen Pranks, wie dem Graben von Fallgruben oder dem Verunreinigen von Essen. Seine Gehorsamkeit machte ihn leichtgläubig und anfällig für Manipulationen durch seine Brüder oder andere mit bösen Absichten. Er äußerte Unsicherheit über seine fehlende Unterscheidung unter den Sechslingen, fühlte sich als der Unauffälligste und dass sein Name „nie zuerst genannt wurde“, was ihn weltmüde machte. Als Kind optisch nicht von seinen Brüdern zu unterscheiden, wurde ihm in einigen Medien Lila oder Grün als Erkennungsfarbe zugewiesen.

Ein bedeutender Wandel erfolgte in der Adoleszenz. Mit etwa 16–18 Jahren nahm er eine delinquente Persönlichkeit an, mit ständig zusammengekniffenen Augen, einem bitteren Gesichtsausdruck und ungepflegter Uniform. Diese harte Fassade verbarg seine eigentlich fröhliche und verspielte Natur, die nur im Alleinsein oder Unbeobachtetsein zum Vorschein kam. Diese Phase gipfelte nach dem Schulabschluss, beeinflusst durch Interaktionen zwischen seiner erwachsenen und jugendlichen Selbst, und festigte sein späteres lebensfrohes Wesen.

Als Erwachsener ist sein Äußeres unverwechselbar: ein ständig weit geöffneter Mund mit sichtbarer Zunge (manchmal herzförmig beim Weinen), eine einzelne Haarsträhne und seine typische Kleidung – ein gelbes Hoodie mit langen Ärmeln, blaue Badeshorts und weiße Socken. Er ist der energetischste, kindlichste und exzentrischste Bruder, fast durchgehend übermäßig aufgeregt und selten ernst. Sein Verhalten ist unlogisch und unvorhersehbar, beschrieben als „nukleare Gefahrenquelle“ aufgrund extremster, oft sinnloser Handlungen, getrieben von inneren Launen. Dazu gehören realitätsverzerrende Fähigkeiten wie spontane Selbstvervielfältigung oder plötzlicher Muskelwachstum. Dennoch zeigt er bemerkenswerte Freundlichkeit, etwa wenn er Ichimatsu hingebungsvoll bei der Suche nach einer verlorenen Katze hilft. Sozial hat er Schwierigkeiten wegen seiner extremen Persönlichkeit und kann gefährliche Wut oder unvernünftiges Verhalten zeigen, wenn er provoziert wird, etwa durch kaltes Wetter. Eine dunklere Seite offenbart sich in seiner langjährigen Weihnachtstradition, Santa Claus zu fangen und zu fesseln.

In Beziehungen bildet er häufig mit Ichimatsu ein Duo bei Kindheitsstreichen oder Aktivitäten, eine der häufigeren geschwisterlichen Partnerschaften. Als Erwachsener hat er eine besonders enge Bindung zu Ichimatsu im Vergleich zu den anderen. Er erscheint auch neben Karamatsu und Todomatsu in verschiedenen Kindheitsszenarien, wenn auch weniger konsequent.

Eine alternative Zukunft in „Osomatsu-kun Grows Up“ zeigt ihn mit 35 Jahren als Arzt, erkennbar an einem Chaplin-artigen Schnurrbart. Seine medizinischen Fähigkeiten werden infrage gestellt, als er seinen Vater nicht vor dem Ersticken an einer Fischgräte retten kann, was zu gegenseitigen Schuldzuweisungen in der Familie führt. Sein Familienstand bleibt in diesem Szenario unklar. In einer anderen Handlung datet er kurz ein namenloses Mädchen, das seine einzigartige Fähigkeit schätzt, sie zu verstehen. Die Beziehung endet, als sie mit dem Zug abreist und ihn sichtlich gebrochen zurücklässt – eine seltene tiefe Verletzlichkeit.
Titel
Jūshimatsu
Besetzung
  • Mie Azumadatabase_lang_japanese