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Reinhard von Lohengramm, geboren am 6. Mai 776 nach imperialer Zeitrechnung, kam als Reinhard von Musel zur Welt, der Erbe einer verblassenden aristokratischen Linie. Seine Kindheit zerbrach, als ein Autounfall seine Mutter dahinraffte, gefolgt vom berechnenden Verrat seines Vaters: Er verkaufte Reinhards ältere Schwester Annerose an Kaiser Friedrich IV. als Konkubine, um Reichtum zu erlangen. Diese doppelte Tragödie schmiedete seinen Entschluss, die Goldenbaum-Dynastie zu stürzen und Annerose zurückzuholen. Seine Verbindung zu Siegfried Kircheis, in Kindertagen geschlossen, verankerte seine Ambitionen, als das Duo gelobte, durch Loyalität und unübertroffene Strategie aufzusteigen.

An der Kaiserlichen Offiziersakademie auf Odin eingeschrieben, schloss Reinhard als Jahrgangsbester ab. Frühe Posten wie das eisige Außenposten Kapche-Lanka testeten seinen Scharfsinn, als er Attentaten auswich und Gegner überlistete. Siege bei Legnica – wo er die Stürme eines Planeten als Waffe nutzte – und Tiamat, wo er überlegene Kräfte überflügelte, katapultierten seinen rasanten Aufstieg. Mit 21 markierten seine Beförderung zum Admiral und der angenommene Name Lohengramm seinen Aufstieg, während Verbündete ihn als „Goldenen Löwen“ priesen und Rivalen ihn als „Goldenen Bengel“ verhöhnten.

Im Ministerium für Militärwesen prallte Reinhards Kreuzzug gegen Korruption auf tief verwurzelte Vetternwirtschaft. Unbeirrt nutzte er kaiserliche Gunst, um die Lippstadt-Liga im Bürgerkrieg zu zerschlagen, reaktionäre Adlige zu vernichten und den Thron zu besteigen. Als Kaiser löste er feudale Hierarchien auf, führte Meritokratie und Reformen ein, behielt jedoch absolute Autorität.

Seine legendäre Rivalität mit Yang Wen-li von der Freien Planetenallianz verkörperte ihren ideologischen Konflikt: autokratischer Reformer gegen demokratischer Idealist. Schlachten wie Vermilion wurden zu Schachpartien zwischen Genies, wobei Reinhard widerwillig Yangs Brillanz bewunderte. Kircheis’ Tod im Bürgerkrieg durchtrennte seine engste Bindung und vertiefte seine Isolation, selbst als die Siege sich häuften.

Die Heirat mit seiner Beraterin Hildegard von Mariendorf brachte Alexander Siegfried hervor, doch eine angeborene Krankheit – die „Kaiserliche Krankheit“ – raffte ihn mit 25 dahin. Sein Testament verlangte, dass seine Dynastie nur fortbestehe, wenn sein Erbe sich als würdig erweise, und lehnte erbliche Ansprüche ab. Das ausgemusterte Kriegsschiff *Brunhild* bewahrte sein Vermächtnis: ein Eroberer, der die Galaxis neu formte, getrieben von Loyalität zu Annerose und Kircheis, Rache gegen Korruption und einem unstillbaren Hunger, alle Rivalen zu überstrahlen.
Titel
Reinhard von Lohengramm
Besetzung
  • Ryo Horikawadatabase_lang_japanese