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Siegfried Kircheis, ein Einzelkind aus einer bürgerlichen Familie, lebte in einer ruhigen Nachbarschaft. Sein Leben änderte sich, als Reinhard von Musel und Annerose von Musel nebenan einzogen. Diese Begegnung in ihrer Kindheit schmiedete eine unzerbrechliche Bindung, insbesondere zu Reinhard, nachdem Annerose Kircheis ausdrücklich gebeten hatte, ihren Bruder zu unterstützen und zu beschützen. Ihre Jugend war geprägt von gemeinsamen Herausforderungen: Kircheis hielt Reinhards gewalttätige Impulse gegenüber Tyrannen zurück und stand ihm in emotionalen Krisen bei, darunter das herzzerreißende Ereignis, als Annerose als Konkubine in den Kaiserpalast gebracht wurde. Dieses Ereignis zementierte ihren gemeinsamen Entschluss, Macht zu erlangen und die korrupte Goldenbaum-Dynastie zu reformieren.

Kircheis trat zusammen mit Reinhard in die Kaiserliche Militärakademie ein. Frühe Einsätze stellten ihre Loyalität und Prinzipien auf die Probe. Ihr erster Auftrag führte sie zur Untersuchung von Drogenhandel und Korruption auf dem Grenzplaneten Kapche-Lanka, wo Kircheis seine Position riskierte, um einen sexuellen Übergriff zu verhindern – ein Beweis für sein Engagement für Gerechtigkeit. Spätere Aufgaben mit der Kaiserlichen Militärpolizei deckten institutionelle Korruption während einer Mordermittlung an ihrer Alma Mater auf. Diese Erfahrungen schürten ihre Verachtung für die Missbräuche des Adels und stärkten ihren Willen zum Wandel.

Kircheis kämpfte in entscheidenden Schlachten wie der Sechsten Schlacht von Iserlohn. Dort ermöglichte er Reinhards aggressive Strategie, die Pattsituation mit der Freien Planetenallianz zu durchbrechen – ein Plan, der die Impulsivität des Feindes ausnutzte, um einen entscheidenden imperialen Sieg zu erringen. Trotz seines wachsenden Ansehens hegte Kircheis keinen persönlichen Ehrgeiz, sondern widmete sich vollständig Reinhards Zielen. Seine unerschütterliche Loyalität und besänftigende Präsenz machten ihn einzigartig geeignet, Reinhards unberechenbare Entscheidungen zu mäßigen – eine Dynamik, die von Vorgesetzten und Kameraden beobachtet wurde.

Die Tragödie ereignete sich während des Kaiserlichen Bürgerkriegs. Kircheis starb, als er Reinhard vor dem Attentat Ansbachs beschützte. Ein Laserring verursachte tödliche Wunden; er verblutete in Reinhards Armen. Sein Tod hinterließ eine unermessliche Lücke. Reinhard trug fortan ein Medaillon – mit einer Locke von Kircheis' Haar und einem Kinderfoto des Trios – als greifbare Erinnerung an seinen Verlust. Dieses Artefakt wurde zu einem wiederkehrenden Symbol während Reinhards Herrschaft und unterstrich Kircheis' fortwährende Präsenz als Reinhards unverzichtbarer "Schatten" und moralischer Anker.
Titel
Siegfried Kircheis
Besetzung
  • Masashi Hironakadatabase_lang_japanese