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Miss China betreibt ein Teehaus und eine Pension in einer westlichen Umgebung, wahrscheinlich England, was durch kulturelle Elemente wie Nierenpasteten und sanfte Hügel angedeutet wird. Als chinesische Einwanderin ohne nähere Herkunftsangabe verwaltet sie ihr Gästehaus und interagiert häufig mit ihrem Mieter, dem Erfinder Dr. Breckenridge, und seinem Assistenten, Jim Floyd. Ihre beharrlichen Versuche, die überfällige Miete vom Doktor einzutreiben, stehen im Kontrast zu dessen extravaganten, kostspieligen wissenschaftlichen Projekten.

Romantische Gefühle für Jim Floyd prägen wesentliche Aspekte ihres Charakterbogens. Sie zeigt Eifersucht und emotionale Verletzlichkeit in Bezug auf seine Interaktionen mit anderen Frauen, wie einer örtlichen Floristin, und sucht aktiv seine Aufmerksamkeit – etwa durch Vorbereitungen für ein romantisches Date bei Mondschein. Ihre Persönlichkeit vereint Durchsetzungsvermögen und Pragmatismus mit weicheren Emotionen, oft in tsundere-artigem Verhalten: nach außen hin streng oder streitlustig gegenüber Jim oder dem Professor, doch im Stillen fürsorglich und hoffnungsvoll in Bezug auf ihre Beziehungen.

Ihre Fähigkeiten in Kampfkunst setzt sie praktisch innerhalb der Handlung ein. In *Miss China's Ring* löst ihr physisches Eingreifen eine Krise um eine defekte Erfindung und den Mond. In der OVA-Episode *Scientific Boys Club* "Shrinking of Miss China" wird sie durch Experimente verkleinert und benötigt Hilfe, um wieder normal groß zu werden.

Ihr visuelles Erscheinungsbild zeigt detaillierte Cheongsam-Kleider, bestickt mit Motiven wie Rosen oder Sternen. Ihr Charakterdesign betont stets eine markante Nase. Wirtschaftlich sichert ihr Teehaus ihr ein stabiles Auskommen, im Gegensatz zur finanziellen Instabilität von Dr. Breckenridge und Jim aufgrund erfolgloser Erfindungen.

Ihre Beteiligung an den Experimenten der Wissenschaftler führt zu außergewöhnlichen Ereignissen, wie der zeitweisen Zerstörung des Mondes, um einen Planetenring zu formen. Diese Vorkommnisse bleiben ohne erkundete großskalige Konsequenzen, wobei die lokale Reaktion von Gleichgültigkeit bis zur bewussten Ignoranz des Unmöglichen reicht. Hintergrundkunst unterstreicht häufig ihre emotionalen Zustände oder Alltagsszenen und verstärkt so ihre Verbindung zur Umgebung.
Titel
China
Besetzung
  • Claudia Urbschat-Minguesdatabase_lang_german
  • Noriko Hidakadatabase_lang_japanese