entry_text
Pietro Rossi, ein genuesischer Arzt Mitte 40, betreibt ein Krankenhaus für die Armen Genuas, wobei sein unermüdlicher Einsatz die Finanzen seiner Familie ruiniert und sie mit Schulden aus der Gründung der Klinik belastet. Die Belastung treibt seine Frau Anna dazu, Arbeit in Argentinien zu suchen, wobei sie mit der Zeit den Kontakt abbricht und die Familie auseinanderbricht. Ihre Abwesenheit nährt den Groll ihres jüngeren Sohnes Marco, der durch Pietros dominantes Verhalten noch verstärkt wird – er schließt Marco von wichtigen Entscheidungen aus und unterschätzt seine Fähigkeiten.

Als Annas Briefe ausbleiben, verliert Pietro sich in den Pflichten der Klinik und weicht der Konfrontation mit ihrem Verschwinden aus. Seine Untätigkeit treibt Marco heimlich dazu an, eine Reise nach Argentinien zu planen. Als Pietro entdeckt, dass Marco versucht, sich auf einem Schiff einzuschiffen, sträubt er sich zunächst, gibt aber nach, als er den unbeugsamen Entschluss seines Sohnes erkennt. Die Auseinandersetzung zwingt Pietro, seine autoritäre Haltung abzulegen, und er erkennt widerwillig Marcos Autonomie an. Ihr Abschied an den Docks ist von unausgesprochenem Bedauern und fragiler Akzeptanz geprägt, was Pietros inneren Konflikt zwischen Beschützerinstinkt und Ohnmacht widerspiegelt.

Pietros Identität bleibt seiner medizinischen Mission verhaftet, eine starre Hingabe, die ihn weiter entfremdet, als sein älterer Sohn Tonio nach Mailand aufbricht, um Ingenieurwesen zu studieren. Nach Marcos Abreise ändert sich nichts Wesentliches an Pietros Umständen; seine Klinik bleibt sowohl Zuflucht als auch Last. Die Erzählung rahmt seine Kämpfe innerhalb widerstreitender Pflichten – elterliche Verantwortung, gesellschaftlicher Idealismus und die stille Bürde der Armut – ohne diese Spannungen aufzulösen.
Titel
Pietro
Besetzung
  • Kiyoshi Kawakubodatabase_lang_japanese
  • Osmiro Camposdatabase_lang_portuguese