Anime-Übersicht: Hoero! Bun Bun
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Bun Bun beginnt sein Leben als ein ausgesetztes Neugeborenes, völlig allein gelassen. Diese frühe Verlassenheit führt fast zu seinem Ertrinken in einem Fluss, was seine zerbrechlichen Anfänge unterstreicht. Schließlich trifft er auf andere Streuner – Nora, Bunta und einen älteren Hund namens Big –, die seine Gefährten werden. Diese älteren Hunde bringen ihm wesentliche Überlebenstaktiken in einer Welt bei, in der Menschen oft Grausamkeit oder Ausbeutung gegenüber Tieren zeigen.

Seine zentrale Motivation bleibt während der gesamten Erzählung die unerschütterliche Suche nach seiner Mutter. Diese Mission treibt seinen Charakter an, wobei jeder Episodentitel die Reise explizit umrahmt und der Titelsong der Serie seine Sehnsucht nach Wiedervereinigung widerspiegelt. Die Suche führt ihn durch verschiedene Landschaften und Prüfungen, die seine Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit formen. Eine zentrale äußere Bedrohung manifestiert sich in Form eines skrupellosen Züchters, der Bun Buns Potenzial erkennt und ihn unerbittlich jagt, um ihn zu einem Kampfhund zu zwingen. Dieser Antagonist verkörpert eine anhaltende Gefahr, die Bun Buns Ängste verstärkt und Themen menschlicher Ausbeutung spiegelt.

In der Fernsehserie entfaltet sich sein Wachstum als eine Coming-of-Age-Entwicklung. Von den älteren Streunern – jeder mit einer eigenen Überlebensphilosophie – angeleitet, entwickelt Bun Bun schrittweise Selbstständigkeit, während er mit den brutalen Realitäten des Streunerlebens konfrontiert wird. Anfängliche Naivität und Unkenntnis gegenüber Gefahren, gezeigt durch wiederkehrende Gags, in denen er seine Gefährten zur Verzweiflung bringt, reifen durch harte Erfahrungen zu Wachsamkeit heran.

Der nicht-kanonische Film bietet einen alternativen Weg. Obwohl auch hier mit Verlassenheit beginnend, fehlt in dieser Version die Suche nach der Mutter. Stattdessen findet Bun Bun Unterschlupf in weitläufigen Kanälen neben anderen Streunern und bildet Mentor-Schüler-Bindungen. Diese Erzählung konzentriert sich auf ihr tägliches Überleben – die Flucht vor Tierfängern und flüchtige Konflikte – und zeigt ein episodischeres, weniger zielgetriebenes Leben. Seine Naivität bleibt ein bestimmendes Merkmal, das häufig Spannungen innerhalb der Gruppe auslöst.

Sowohl in der Serie als auch im Film verkörpert Bun Bun durchweg Unschuld, neugierige Weitblickigkeit und eine zugrunde liegende Verletzlichkeit. Seine Perspektive verankert die Erzählung und zeigt die Welt gleichermaßen wundersam und bedrohlich durch die Augen eines jungen Tieres.
Titel
Bun Bun
Besetzung
  • Susanna Fassettadatabase_lang_italian