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Amano Jyaku, ein halb Dämon, halb Mensch, der aus der Menschen-Tier-Welt wegen Verbrechen gegen den Ältesten und seine Tochter Mimi auf die Erde verbannt wurde, widmet sich der Suche nach dem Chōjin – einer prophezeiten Figur, die die Menschen-, Dämonen- und Menschen-Tier-Reiche verbinden soll. Seine Motive und Taktiken unterscheiden sich je nach Adaption: Der Manga porträtiert ihn als gerissenen, eigennützigen Opportunisten, der Frauen durch Täuschung ausnutzt und falsche Behauptungen über sein dämonentötendes Sperma verbreitet. Das Anime-Reimagining zeigt ihn hingegen als idealistischen Anhänger der Chōjin-Prophezeiung, der versucht, ein harmonisches "Land der Ewigkeit" zu erschaffen, bis wachsende Widersprüche seine Überzeugungen erschüttern.

Sein Weg kreuzt sich mit Gegnern wie Münchhausen II, einem Nazi-Okkultisten, der den uralten Kyō-Ō wiedererweckt. Diese Konflikte bringen ihn in Opposition zu Mächten, die Figuren wie Takeaki Kiryū manipulieren – den Wirt des Kyō-Ō und Cousin von Tatsuo Nagumo, dem auserwählten Gefäß des Chōjin. Die persönlichen Stakes eskalieren, als seine Schwester Megumi eine romantische Bindung zu Takeaki entwickelt und familiäre Loyalität mit apokalyptischem Krieg verflochten wird.

Während der Manga sich auf seine moralisch ambivalente Heimtücke konzentriert, zeichnet das Anime seinen ideologischen Zerfall nach – vom unbeirrbaren Prophezeiungsgläubigen zum widerwilligen Kämpfer in katastrophalen Schlachten, darunter ein Wolkenkratzer-Duell in Shinjuku. Verbündete wie Kuroko, ein treuer Stammesangehöriger, stützen seine brüchigen Bestrebungen. Über alle Adaptionen hinweg kreist sein Handlungsbogen um sein verbanntes Erbe, schwankend zwischen Erlösung und Untergang, wobei sein Schicksal sich dem Ton des Mediums anpasst – der Manga betont seine Amoralität, das Anime seziert die Folgen zerbrochener Dogmen.
Titel
Amano Jaku
Besetzung
  • Tomohiro Nishimuradatabase_lang_japanese