Anime-Übersicht: Blade of the Immortal
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Yaobikuni, deren Name "achthundert Jahre" bedeutet, ist eine unsterbliche Nonne, die in der japanischen Folklore verwurzelt ist, aber in der Geschichte deutlich neu interpretiert wird. Mit einem Alter von etwa acht Jahrhunderten verdankt sie ihre Langlebigkeit den Kessen-chū – heiligen Blutwürmern, die in ihrem Körper leben. Diese Organismen, die entwickelt wurden, um die menschliche Biologie nachzuahmen, verleihen regenerative Unsterblichkeit, heilen Wunden und fügen abgetrennte Gliedmaßen wieder an, können jedoch vollständig verlorene Körperteile nicht ersetzen.

Sie dient als Botin der Unsterblichkeit, vor allem für Manji, einen entehrten Samurai, der nach Erlösung strebt. Nachdem er unbeabsichtigt den Tod seiner Schwester verursacht und hundert Männer getötet hatte, infizierte Yaobikuni ihn mit den Blutwürmern und band ihn an einen Pakt: Tausend Übeltäter zu töten, um zu sühnen und die Sterblichkeit zurückzuerlangen. Diese Entscheidung macht sie zur rätselhaften Architektin von Manjis Quest, ihre Motive hinter einem Schleier der Pflicht verborgen.

Ihre narrative Präsenz ist flüchtig, beschränkt auf den ersten Band des Mangas und den Epilog. In diesen Momenten strahlt sie einen sarkastischen Witz aus, gemildert durch monastische Entschlossenheit, und erklärt ihre Mission, "die Seelen aller armen Sünder in Japan zu retten". Ihr Dialog – ob sie Feinde verspottet oder Manji zu rücksichtsloser Effizienz antreibt – unterstreicht einen Pragmatismus, der moralische Ambivalenz umfasst.

Eine gefälschte Version von ihr taucht kurz im zweiten Band auf, doch die echte Yaobikuni bleibt unbeteiligt. Ihr letzter Auftritt im Epilog beauftragt Manji damit, Fuyu, einen Nachkommen von Rin Asano, zu beschützen, und festigt so ihren anhaltenden Einfluss, obwohl sie in späteren Handlungsbögen physisch abwesend ist.

Außerhalb des Mangas spielt sie in der Live-Action-Adaption von 2017 nur eine minimale Rolle. Ihre Ursprünge – wie sie die Unsterblichkeit erlangte oder ihre Jahrhunderte verbrachte – bleiben in allen Medien unerforscht. Subtile Hinweise deuten an, dass sie möglicherweise Figuren wie Shizuma Eiku, einem unsterblichen Schwertkämpfer aus der Muromachi-Ära, Kräfte verliehen hat, obwohl die Verbindungen nur indirekt sind.

In Geheimnis gehüllt, fungiert sie als narrative Grundlage, die Manjis Reise auslöst, ohne sich selbst weiterzuentwickeln. Ihre Weisheit und ihr Alter legen Nahe, dass sie menschliches Leid versteht, doch ihre Handlungen sind transaktional – Unsterblichkeit wird unter strengen Bedingungen gewährt, nicht als Mentoring. Das Fehlen einer Hintergrundgeschichte oder Entwicklung in allen Adaptionen festigt ihre Rolle als undurchdringliche, beständige Kraft, die Schicksale aus dem Schatten heraus formt.
Titel
Yaobikuni
Besetzung
  • Vicki Baroshdatabase_lang_english
  • Ako Mayamadatabase_lang_japanese