Anime-Übersicht: Forest of Piano
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Takako Maruyama, in Wohlstand geboren, bewegt sich durch ein Leben in Luxus, ihre Kindheit geprägt von Klavierübungen und den behüteten Gewohnheiten der Privilegien. Eine hochmütige, verwöhnte Fassade verbirgt Unsicherheiten, die durch Vergleiche mit ihren vier erfolgreichen Geschwistern verstärkt werden, doch Loyalität verankert ihre Bindungen zur Familie und einer hingebungsvollen Zofe. Verteidigungsbereitschaft färbt ihre Interaktionen mit Gleichaltrigen, ein Reflex, geformt durch unerbittliche familiäre Erwartungen und ihr stilles Verlangen, eine Identität jenseits des ererbten Status zu schaffen.

Ihr Weg ändert sich bei einem regionalen Klavierwettbewerb, als Kai Ichinoses rohe, emotionale Aufführung ihre polierte aber abgeleitete Herangehensweise durcheinanderbringt. Obwohl sie Außenseiter wie den Rivalen Shuhei Amamiya – ein Produkt ähnlicher Eliteausbildung – zunächst abtut, entfacht Kais unorthodoxe Kunstfertigkeit Selbstreflexion. Sie gibt bloße Nachahmung auf, ringt darum, technische Präzision mit persönlicher Verletzlichkeit zu verbinden, ein Wandel, angetrieben durch Neid auf Kais Authentizität und ihren eigenen Hunger, vorgegebene Perfektion zu überwinden.

Rückschläge prüfen ihren Entschluss: Sehnenscheidenentzündung durchkreuzt ihre Ambitionen für den Chopin-Wettbewerb, doch sie passt sich an, nimmt an kleineren Wettbewerben wie Japan Soliste teil. Dort, wiedervereint mit Kai, schwört sie, ihre Hände zu rehabilitieren, verzichtet auf verzweifelte Siegesbemühungen zugunsten von Geduld. Ihr Fokus verschiebt sich von Trophäen zu Selbstausdruck, auch wenn der Drang, sich zu beweisen, ungelöst bleibt.

Spöttisch „Toilettenprinzessin“ genannt für ihren Rückzug in Toilettenkabinen vor Auftritten – beruhigt durch die Anwesenheit ihres Pudels Wendy – deutet der Spitzname auf unausgesprochene Ängste. Der Name gewinnt Wärme, als sie Kai neckt, sein aschblondes Haar mit Wendys Fell vergleicht und ihn „Wendy“ tauft, während ihre Rivalität sich in Kameradschaft verwandelt.

Kontraste prägen ihre Beziehungen: Reibung mit Shuhei, dessen Gelassenheit ihre frühere Starrheit spiegelt, und Mentorschaft unter Shiba, einem Lehrer, der sie zum Experimentieren anregt. Jede Interaktion trägt zu ihrer einstigen Rigidität bei, lenkt sie auf einen Pfad, wo Unvollkommenheit und Individualität das sterile Streben nach Auszeichnungen überstrahlen. Ihre Geschichte endet nicht mit Triumph, sondern mit Beharrlichkeit, heilenden Händen und einem Blick auf Horizonte, wo Kunst und Selbst sich endlich vereinen könnten.
Titel
Takako Maruyama
Besetzung
  • Anaïs Delvadatabase_lang_french
  • Enrica Fienodatabase_lang_italian
  • Gabriela Pellegrinodatabase_lang_portuguese