Fanfic: KAZE NI NAR (10)

Kapitel: KAZE NI NAR (10)

Kaze ni Naru Teil 10<br />
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Marja umarmte sie von hinten. „So, das wäre geschafft…“ sagte Marja.<br />
Akane konnte nickte, aber sie sah Marjas hinterhältigen Blick nicht, mit dem sie voller Hass auf Akane schaute. Ganz leise, sodass nur sie selbst es hörte, zischte sie boshaft: „Und bald bist auch du geschafft!“<br />
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„Oh man, Akane! Wieso hast du das denn gemacht?“ fragte Tasha missmutig.<br />
Akane zuckte die Schultern und lächelte. Tasha spuckte auf die Erde und setzte sich auf eine Schaukel. <br />
„Kannst du nicht mal Nein sagen! Ich wette, Marja will was Böses!“<br />
Akane zuckte wieder mit den Schultern. „Ist doch egal!“ <br />
Sie lief im Kreis herum und Tasha beobachtete sie.<br />
„Man könnte meinen, du verheimlichst was!“<br />
Akane sah sie kurz an.<br />
„Bist du meine Beste Freundin, oder nicht? Sei einfach still , ja?“<br />
Akane sprach diese Worte mit mehr Wut aus, als sie wollte.<br />
Tasha stand wortlos auf und ging.<br />
Akane seufzte. ~Tasha…~<br />
Sie setzte sich auf die 2. Schaukel und stieß sie leicht mit dem Fuß ab.<br />
~Was habe ich gesagt…~<br />
Akane seufzte wieder und stand auf. ~Ich muss mich entschuldigen!~<br />
Als sie in ihr Zimmer ging, dass sie mit Tasha bewohnte, kam ihr eine Idee.<br />
Sie schnappte sich eine Schere und lief mit wehendem Haar zu den Waschräumen.<br />
Ihr zitterten leicht die Knie, als sie vor dem Spiegel stand. Zögernd setzte sie die Schere an und schloss die Augen. ~Für Tasha… Sie muss sehen, dass sie sogar wichtiger als meine geliebten Haare ist!!~<br />
Sie öffnete zögernd ihre Augen und drückte langsam die Schere zusammen.<br />
Ein leises Schnapp ertönte und Haarsträhnen fielen auf den Boden. Akane biss die Zähne zusammen.<br />
Sie schloss mit einem energischen Drücken die Schere und ab waren ihre Haare.<br />
Akane starrte in den Spiegel. Sie schluckte wieder und setze die Schere an die andere Seite an.<br />
Wieder drückte sie die Schere zusammen und die Haare fielen auf den Boden.<br />
Akane ließ die Schere fallen und tastete mit ihren Fingern nach den Haaren.<br />
~So kurz...~<br />
Sie schüttelte ihren Kopf und öffnete ihn wieder.<br />
„Das war es wert…“<br />
Sie bückte sich und sammelte die Haare ein.<br />
Dann lief sie zurück in ihr Zimmer.<br />
Akane drückte die Tür mit einem Klack zu und lehnte sich dagegen.<br />
~Geschafft!~ Sie suchte ein Stück Kordel und band die Haare zusammen.<br />
~Jetzt kann ich es Tasha beweisen~<br />
Akane steckte sie in einen kleinen Lederbeutel und schob ihn in ihren Rock.<br />
Plötzlich ging die Tür auf und Marja platze herein.<br />
„Akane, wir sollen… Ah!“<br />
Sie stockte und starrte Akane an.<br />
„Deine Haare… sie sind…ab?“<br />
Akane nickte und grinste. „Ich hatte Bock auf ne neue Frisur!“<br />
Sie drehte sich. „Und wie sieht das aus?“<br />
Marja setze sein falsches Lächeln auf. „Du siehst gut aus!…Ach… Ich wollte sagen, dass wir uns unten treffen sollen. In der Aula!“<br />
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Akane folgte Marja hinunter.<br />
Plötzlich lieb Marja stehen. Sie bückte sich und band sich den Schuh neu.<br />
„Geh schon mal!“ Akane nickte und ging eine Stufe.<br />
Wie aus einer Ahnung heraus blieb sie stehen und drehte sich um.<br />
Marja hatte sich aufgerichtet und streckte die Arme nach vorne.<br />
Ihre Augen waren kalt vor Wut und Akane riss ihren Mund auf.<br />
Marja trat einen Schritt nach vorne und rammte ihre Hände gegen Akanes Schultern.<br />
Akane verlor ihren Halt und fiel rücklings die Treppe hinunter. Sie war so erschrocken, dass sie nicht einmal schreien konnte.<br />
Sie sah noch immer Marjas wutverzerrtes Gesicht vor ihren Augen.<br />
Akane krachte mit dem Rücken auf dem Boden.<br />
Schmerz durchzuckte ihren Körper.<br />
Es tat weh. Vor ihren Augen tanzten schwarze Punkte.<br />
~Was ist das?~ dachte Akane.<br />
Ihr wurde kotzübel und sie fühlte, als würde sie zerquetscht.<br />
~Ich… Kriege keine Luft mehr…~ Akane drückte ihre Augen zusammen.<br />
Ihre Schmerzen schienen unerträglich.<br />
Akane biss sich auf die Lippen und versuchte Luft zu holen.<br />
Sie hörte Schritte von der Treppe. Marja beugte sich über sie und lachte höhnisch.<br />
„Na Akane? Tut es weh?… Das war für meinen Vater! Er hasst dich wie die Pest! Und ich hasse dich deswegen, weil er dich hasst und er hat es MICH immer spüren lassen. Ich HASSE dich aus tiefster Seele. Aber nun… Stirb du Miststück!“<br />
~Hass…~ Akane schnappte erneut nach Luft.<br />
~Diese Schmerzen…~ Sie öffnete ihren Mund und stöhnte.<br />
Langsam wich der Schmerz einer bitteren Schwärze und Akane wurde ruhig.<br />
Marja beobachtete Akane. Sie lag schlaff in ihren Armen und schien tot zu sein.<br />
~Sein Leben lang hat dich Vater gehasst… Jetzt kann ich ihm sagen, dass du tot bist. Du, die letzte und schönste Tochter von SHIKATZU TENDO! Vater kann stolz auf mich sein!~<br />
Marja zog ihre Hände unter Akane weg und Akane knallte auf den Boden.<br />
Marja drehte sich um und lief den Gang hinunter.<br />
„Auftrag: Erfüllt!“<br />
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Tasha lief die Gänge ab. „Sie muss doch hier irgendwo sein!“<br />
Plötzlich sah sie Marja.<br />
„He Marja! Wo ist Akane?“<br />
Marja runzelte die Stirn. „Ich dachte sie wäre bei dir!“ sagte sie und zuckte die Achseln. „Hier ist sie nicht!“ Tasha verzichtete auf eine Antwort und hastete weiter.<br />
Sie rannte die Treppen hinunter und stolperte beinahe.<br />
„Wer legt denn hier…“ Tasha blickte hinter sich und schnappte nach Luft.<br />
„…uAHHHHH!“<br />
Es war ein ohrenbetäubender Schrei.<br />
Marja hörte ihn noch 3 Gänge weiter.<br />
Sie schnappte sich ihre Tasche und lief aus dem Hauptgebäude.<br />
Ihr erster Blick fiel auf das verschlossene Tor. Sie rannte darauf zu, schmiss ihre Tasche in hohem Bogen über das Tor und kletterte geschwind wie ein Eichhörnchen hinterher.<br />
Ein letzter Blick auf ihre Schule und Marjas Gewissen beruhigte sich.<br />
„Die kommen auch ohne mich klar! Ich habe meinen Auftrag erfüllt! Papa kann stolz auf mich sein!<br />
Aber jetzt… AUF IN EIN NEUES LEBEN!“ schrie sie laut, holte ihre Tasche und rannte die Straße hinunter. Dabei lachte sie wie ein Kind.<br />
2 Frauen sahen ihr stirnrunzelnd nach, als sie über einen Zebrastreifen lief.<br />
„Was hat das Kind, dass sie so lacht?“ fragte die eine. „Ich weiß nicht! Kommt sie oben vom Internat?“<br />
„Kann sein! Sie hat einen Koffer dabei! Ob sie wohl aufgenommen wurde?“<br />
Die Frauen sahen sich an und ging kopfschüttelnd weiter.<br />
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In der Schule war derzeit die Hölle los. Tasha saß zusammengekauert auf der Erde. Ihr Gesicht war kalkweiß und sie zitterte. Ms Pauls telefonierte mit der Ambulanz.<br />
Schülerinnen tummelten sich in den Gängen um einen Blick erhaschen zu können.<br />
Die Lehrerinnen standen in einem Kreis um Akane und Tasha und flüsterten leise.<br />
„Jemand muss ihrer Familie Bescheid geben!“ meinte Ms Davn, eine junge Lehrerin gerade.<br />
„Ja! Ab besten machst du das!“<br />
Ms Davn schluckte und nickte dann. „Okay!“ Sie lief ins Sekretariat, kramte Akanes Akte heraus und tippte die Nummer in das Telefon.<br />
„Pieeeep…Piiiiep…Pieep… Ja? Tendo Dôjô, Kasumi Tendo am Apparat?”<br />
„Ms Tendo? Hier spricht Lucinda Davn, Ich bin Lehrerin am Maswood Colleg in L.A.“<br />
Kasumi erwiederte freundlich: „Ja? Ist etwas mit Akane?“<br />
„Ähm nun ja. Sie ist von der Treppe gefallen und…sie wird gerade in ein Krankenhaus eingeliefert.“<br />
Kasumi machte ein verdutztes: „oh! Wie ist das denn passiert?“<br />
„Wir wissen es nicht genau. Wir rufen sie an, sobald es nähere Informationen über ihren Zustand gibt. Auf Wiederhören!“ Miss Davn legte schnell auf, bevor Kasumi noch etwas sagen konnte. Ihr Herz klopfte wild. ((Kann Kasumi überhaupt Englisch?))<br />
„Es gibt nichts schlimmeres, als Familien zu sagen, dass ihre Kinder im Krankenhaus liegen.<br />
Sie schritt den Gang zurück und wurde prompt überlaufen.<br />
„He“ schimpfte Miss Davn. “Hast du keine Augen im Kopf?”<br />
Plötzlich wurde sie rot. Miss Pauls hatte sie aus versehen über den Haufen gerannt und starrte sie jetzt an. <br />
„Ähm. Sie sind do Miss Davn, nicht?“<br />
„Ja! Ich habe gerade die Tendos angerufen!“<br />
Miss Pauls seufzte. „Gut! Danke ihnen!“ Sie lächelte.<br />
„Kommen sie! Wir gehen zurück!“<br />
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2 Stunden später.<br />
Tasha stand vor der Tür. Sie, Miss Pauls und ein Polizist.<br />
„Sie haben mich gerufen, Mam?“ fragte er höflich Miss Pauls.<br />
„JA! Ich habe den Verdacht, dass Akane nicht gefallen ist, sonder geschubst wurde! Als ein Mordversuch!“<br />
Der Polizist nickte und fragte weiter:<br />
„Wie kommen sie zu der Annahme?“<br />
„Sie lag mit dem Rücken auf dem Boden! Aber wenn man stolpert, fällt man mit dem Gesicht nach unten. Akane hätte sich zweifelsohne retten können! Sie ist eine Spitzenturnerin.“<br />
Der Mann nickte wieder.<br />
„Okay. Aber wer könnte das getan haben?“<br />
Tasha sprang auf. „Ich glaub ich weiß wer. Es war Marja Prey!“<br />
Der Polizist sah sie merkwürdig an. „Prey sagst du? Der Name ist mir geläufig. Ich muss aber erst überlegen!”<br />
Er kratzte sich am Kopf, kam aber zu keiner Überlegung.<br />
Eine rote Lampe blinkte plötzlich über der Tür auf.<br />
Tasha fuhr herum, einige Schwestern kamen angelaufen.<br />
Es waren Sekunden. Tasha schrie auf und rief: „Was ist mit Akane? Was passiert mit ihr?“<br />
Miss Pauls schnappte sich ihren Arm und hielt sie fest. „Bleib hier Tasha!“<br />
Die Schwestern verschwanden in Akanes Zimmer.