Fanfic: Das Spiel

Kapitel: Das Spiel

Das konnte doch nicht wahr sein! Das war doch bestimmt ein schlechter Scherz. Ein sehr schlechter. In solche und ähnliche Gedanken vertieft ging Akane den Weg von der Schule allein nach Hause zurück. *Das darf doch nicht wahr sein! Meint er das ernst? Das gibt’s nicht! Ich kann es einfach nicht glauben… Ich kann es IHM einfach nicht glauben* Ihre Augen füllten sich mit Tränen. *Immer muss er sich über mich lustig machen! Das ist ja so gemein von ihm.* Zornig über ihre Gefühle strich sie sich die Tränen weg. *Das hat er bestimmt nicht ernst gemeint.* Sie schlenderte den Weg entlang beachtete nicht Stein noch Stock. So kam es, dass sie nicht bemerkte, dass sie mitten auf der Straße lief. Ein Auto bog mit einer rasanten Geschwindigkeit zum die Ecke. Als der Fahrer Akane sah, ging er sofort in die Bremsen und kam circa 5 cm vor ihr zum stehen. Doch Akane bemerkte von all dem nichts. Sie hörte das Quietschen der Reifen genauso wenig wie das Fluchen des Fahrers. „Hey, wie kommst du dazu, mitten auf der Straße zu laufen??“ brüllte der Fahrer. „ Sag mal bist du blind oder taub?? Oder bist du alles auf einmal??“ Der Fahrer wartete vergeblich auf eine Antwort, denn Akane ging einfach weiter und bog in eine andere Straße ein. „Mein Gott… Die Jugend von heute… denen ist aber auch alles egal!“ keifte der Fahrer, stieg wieder in sein Auto und brauste wieder davon. Akane jedoch war immer noch in ihre Gedanken versunken. Die Szene, über die sie sich so den Kopf zerbrach, wiederholte sich immer und immer wieder in ihrem Kopf.
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‚Akane ich liebe dich!’ sagte er und schaute sie fordernd und fragend zugleich an. Doch sie stand einfach nur da. Stand einfach nur da und rührte sich nicht mehr. Sie konnte sowieso nicht anders. Ihr Herz hatte in dem Augenblick aufgehört zu schlagen. Doch ihr gegenüber wurde dafür immer aktiver. ‚Was ist?? Hasst du mich denn so sehr??’ fragte es leise und bedrückt. In ihr hatte eine Stimme geschrieen ‚NEIN!’ doch diese Stimme tief in ihr hatte nicht den Weg aus ihrem Mund gefunden. So konnte sie nur noch einen wütenden Ranma davon stapfen sehen.
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*Das hat er nicht wirklich ernst gemeint, da bin ich mir sicher* dachte sie und nun begannen sich noch mehr Tränen ihren Weg nach unten zu bahnen. *Warum kannst du nicht einmal ernst sein, Ranma??* Diese Frage quälte sie so sehr, dass sie nichts mehr von ihrer Umwelt wahrnahm. Sie befand sich nur noch in ihrer eigenen Welt, die nur noch aus Schmerz und Kummer zu bestehen schien. So war sie natürlich ein leichtes Opfer für die, die sie am liebsten so sehen. Leidend, aufgelöst in Pein, Trauer und Fassungslosigkeit, ertrinkend in einem See aus Furcht und Verbitterung.
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Sie folgte einfach dem Verlauf der Straße, ihr war es egal, wo sie sie hinführte.
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‚Ich werde dich schon kriegen. Mach dich darauf gefasst, bis in alle Ewigkeit zu Leiden, Akane Tendo. Du wirst mit mir spielen, du hast keine Chance mir zu entkommen! Ich werde dir alles heimzahlen, alles. Ich werde dir heimzahlen, dass du so glücklich leben darfst, nein… durftest, während ich hier in der Versenkung dahinvegetierte. Du wirst alles bereuen, diesen Pakt eingegangen zu sein!’ Kalt lachte sie in die Dunkelheit hinein…
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Akane ging immer noch ihren von der Straße vorgegebenen Weg. Als sie plötzlich von einer Schwerelosigkeit umfasst wurde. Wenn sie auch nicht ein Auto aus ihren Gedanken holen konnte, die Schwerelosigkeit schaffte es spielend. „W- was soll denn dass jetzt?? Wo bin ich?? Hallo????“ fragte Akane perplex. ‚Endlich hab ich dich... jetzt wird er mir büßen für alles das, was er mir angetan hat!!!’ schrie eine Stimme voller Wut. Akane versuchte die Stimme einzuordnen, denn sie hätte schwören können, sie schon einmal gehört… Einmal?? Sie war sich sicher, dass diese Stimme ihr einmal sehr vertraut gewesen sein müsse.
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Die Straße verschwand vor Akanes Augen. Nun bekam sie es mit Angst zu tun, schierer Angst. „Hilfe! Was ist denn jetzt los? Wo bin ich? Hiiiilfeee!!“ Doch das ganze Rufen half nichts, sie musste sich in einem riesigen Raum befinden. „Du brauchst gar nicht so zu schreien. Hier geht es dir gut, ich werde dir nichts tun.“ Sagte die Stimme wieder. Akane fühlte, wie sie ein kalter Schauer überlief. Sie konnte die Stimme immer noch nicht lokalisieren.
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„Ranma, weißt du wo Akane ist? Sie hätte doch schon längst wieder da sein müssen!“, fragte Kasumi in ihrer gewohnt netten Art. „Nein, es ist mir auch ziemlich egal!“ antwortete dieser ziemlich patzig und genervt.
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Ihm konnte es egal sein, wo sie jetzt steckte. Er fühlte nur noch Wut und eine Art Hass in sich. Wie hatte sie ihm das nur antun können?? Es war so demütigend für ihn gewesen. Er sah sie noch genau vor sich stehen. Mit diesem ausdrucklosen Gesicht, den matten Augen. Sie hatte einfach nur dagestanden… dagestanden und nichts gesagt, während in ihm ganze Welten zerbrachen. Gestern war er sich noch so sicher gewesen, das sie die gleichen Gefühle ihm gegenüber hegte, wie er für sie. Er schien sich jedoch getäuscht zu haben, so, wie noch nie in seinem Leben zuvor. Er wusste, dass sie die einzige war, dass es nie eine andere geben würde. Eine andere für ihn. Doch heute war das Gefühl der Liebe und Zuneigung zerstört worden durch nichts. Das war es ja! Hätte sie wenigstens etwas gesagt, von ihm aus auch ‚Nein’. Hätte sie ihm erklärt, warum, er hätte es verstanden; aber stattdessen stand sie einfach nur da, unfähig zu einer Reaktion.
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Betrübt verließ Ranma das Wohnzimmer und wollte gerade nach oben gehen, da hörte er die Stimme von Kasumi hinter sich. „Ranma, bleib doch hier. Es gibt gleich Abendessen!“ Aber Ranma hatte keine Lust, sich am täglichen Kampf ums Essen zu beteiligen. Er kletterte aufs Dach, um sich dort die Sterne anzugucken, bei ihnen Rat zu finden und Verständnis.
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