Fanfic: Nacht (6) Ende

Kapitel: Nacht (6) Ende

Nacht (6) Ende
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Hallihallo an all die lieben Leser, die meine Geschichten lesen wollen.
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*sichbequemhinsetztunddiearmeweitvonsichstreck*
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Erstmal natürlich wieder ein Dankeschön an alle die mir Kommis geschrieben haben. Ich werde jetzt erstmal den nächsten Teil meiner Geschichte schreiben, vielleicht wird es ja sogar das Ende.
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Achja, einen schönen Nikolaus wünsche ich noch!
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Als er auf der Lichtung ankam, sah er Akane auf der Lichtung stehen. Ihre Kleidung war schmutzig und ihre Augen blickten leer umher. Mit vorsichtigen Schritten näherte sich Ranma, sein Herz fing an schneller zu klopfen…
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Er nahm all seinen Mut zusammen und ging auf sie zu. Er spürte Akanes Trauer und ihren Schmerz und es zerriss ihm fast das Herz. Seine geliebte Akane, sie war so traurig und so allein, er wollte sie beschützen.
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Akane hatte Ranma noch gar nicht richtig wahrgenommen. Erst vor kurzer Zeit war sie aufgewacht. Sie lag nicht in ihrem Bett, sondern unter einem Baum. Ihr ganzer Körper war verschmutzt und verspannt. Sie blickte sich um und zu ihrem Erstaunen stellte sie fest, das sie schon auf der Lichtung war. Sie musste nur noch auf Ranma warten.
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Und so stand Akane in der Mitte der Lichtung, im Schein des Mondes. Sie dachte an Ranma. Doch sie spürte jedes Mal einen Stich in ihrem Herzen, wenn sie das tat. Ihr Herz war nicht wie sonst erfüllt von Aufregung und Vorfreude, es war … anders.
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Da erblickte sie auf einmal Ranma. Ihr Gesicht erhellte sich und sie wollte schon auf ihn loslaufen, aber sie blieb stehen. Traurig schaute sie ihm entgegen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, schon wieder musste sie an den Kuss denken.
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Als Ranma sah, wie Akanes Augen sich langsam mit Tränen füllten, lief er schnell auf sie zu. Er konnte einfach nicht anders. Er nahm sie in den Arm und mit dem Handrücken seiner linken Hand wischte er ihr behutsam die Tränen aus dem Gesicht. Er schaute sie an und seinen Augen wurden ernst.
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Akane stand einfach nur da, von Ranma umarmt und regte sich nicht. Der Schmerz, er betäubte einfach alles. Langsam hob sie den Kopf und sah in Ranmas Augen. Sie sahen sie sehr ernst an und hatten nicht den schönen freundlichen Glanz, wie sonst immer. Und da fing Ranma an zu sprechen. Er redete sich alles von der Seele. Er breitete all seine Gefühle vor Akane aus. Er erzählte ihr, wie er sich gefühlt hat und wie sehr es ihn schmerzte sie so traurig zu sehen.
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Akanes Augen hellten sich von Wort zu Wort immer mehr auf. Sie spürte die Liebe in seinen Worten und das war mehr als genug. Sie fühlte sich wieder glücklich. Noch nie hatte Ranma ihr so klar und deutlich erzählt, was er dachte und fühlte.
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Sie legte einen Zeigefinger auf seinen Mund und Ranma stoppte erstaunt mit dem reden. Er sah sie an, wie würde sie wohl reagieren? Doch als er Akanes Augen näher betrachtete, bemerkte er, wie glücklich sie ihn anstrahlten. Sein herz machte einen Sprung und er drückte Akane zärtlich in seine Arme.
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Und so standen sie wieder einmal mitten in der Nacht auf der einsamen Lichtung. Sie bemerkten nicht, wie sie von zwei leuchtenden Augen beobachtet wurden.
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Die Sonne ging auf und ein rötlicher Schimmer legte sich über das Land. Kleinen Sonnenstrahlen kitzelten Akane im Gesicht und sie wachte langsam auf. Sie streckte sich mit einem lauten Gähnen und schwang sich aus dem Bett. Als sie vor dem Spiegel stand, erschreckte sie erst einmal. Sie blickte an sich hinab und musste feststellen, dass ihre Kleidung sehr verschmutzt und verknittert war. Auch ihr Gesicht sah nicht gerade frisch aus. Ihre Augen waren geschwollen, als ob sie geweint hatte….
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Und da erinnerte sich Akane an den gestrigen Tag. Mit einem lauten Seufzer ließ sie sich auf ihr Bett fallen und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Sie konnte den Kuss einfach nicht vergessen. Sie wusste auch nicht mehr, wie sie überhaupt in ihr Zimmer gekommen war. Eigentlich war sie doch auf so einer Lichtung eingeschlafen. Akane atmete tief durch. Sie versuchte ihre Tränen zu verdrängen, aber es ging nicht. Durch ihre Hände hindurch sickerten die kleinen warmen Tränen, bis Akane das Schluchzen nicht mehr unterdrücken konnte. Weinend vergrub sie ihr Gesicht in ihr Kopfkissen und begann jämmerlich an zu weinen. Immer wieder sah sie vor sich, wie Ranmas Lippen die von Shampoo berührten. Und dabei wollte sie doch die erste sein, die Ranma küsst…
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Ranma wachte auf. Verwundert blickte er sich um. Hatte er nicht gerade noch etwas gehört. Da war es wieder. Ein leises Schluchzen… und es drang aus Akanes Zimmer. Freudig sprang Ranma auf. *Sie ist wieder da*, dachte er mit einem Lächeln auf den Lippen und lief schnell zu Akanes Zimmer. Dort angekommen wurde das Schluchzen immer lauter, Ranmas Herz zog sich zusammen. Am liebsten wäre er in ihr Zimmer herein gestürmt und hätte sie umarmt und sie getröstet, aber er konnte nicht. Zweifelnd stand er vor der Tür und traute sich einfach nicht hineinzugehen.
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Nach einer langen Zeit hatte sich Akane einigermaßen beruhigt. Sie setzte sich hin und horchte auf. War da jemand vor ihrem Zimmer? Vorsichtig öffnete sie ihre Zimmertür und schaute durch einen Spalt auf den Gang hinaus. Sofort erblickte sie Ranma und knallte die Tür wieder zu. Sie lehnte sich an die Tür und atmete tief durch. Sie sprach leise mit sich selbst: „Du wirst jetzt daraus gehen und nicht gleich die Fassung verlieren! Du musst stark sein! Beachte ihn einfach nicht!“ Und so schwang Akane hocherhobenen Kopfes die Tür auf und stolzierte an Ranma vorbei ins Badezimmer. Schnell verschloss sie die Tür hinter sich. Ihr Herz klopfte wie wild, aber sie hatte es geschafft.
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Ranma sah ihr verdutzt hinterher. Sie hatte ihn gar nicht beachtet. Traurig blickte er auf den Boden. *Sie muss wohl sehr sauer sein* dachte er, während er sich automatisch auf den Weg zum Badezimmer machte. Vor der Tür blieb er stehen und horchte.
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Nach einiger Zeit hörte er wie Akane in die Badewanne stieg. Erleichtert atmete er durch. Er hatte beschlossen darauf auszupassen, dass Akane nicht noch einmal wegläuft. Er wollte sie nicht noch einmal verlieren.
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Akane ließ sich langsam in das heiße Wasser gleiten. Sie wusch sich all den Schmutz ab und fühlte sich bald wieder etwas besser. Nachdenklich stütze sie sich mit ihren Ellbogen auf dem Rand der Badewanne ab. *Wie soll ich mich jetzt nur verhalten? Ob ich Ranma wohl irgendwann wieder vertrauen kann?* Akane wusste einfach nicht was sie machen sollte. Sie stieg aus der Badewanne aus und hüllte sich in ein großes Handtuch. Es roch angenehm nach frischen Blumen. Vorsichtig trocknete sie ihren Körper ab. *So schlecht seh ich doch gar nicht aus*, dachte Akane, als sie sich die schlanken Beine trockenrieb. *Aber warum mag Ranma Shampoo denn lieber?*
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Nach einiger Zeit hatte sie sich angezogen und beschloss ein wenig nach draußen zu gehen. Horchend blieb sie vor der Tür stehen. *Ob Ranma wohl immer noch da draußen ist? Ich möchte ihm nicht begegnen* Akane überlegte eine Weile und entschied sich dann aus dem Fenster zu klettern. Sie setzte sich aufs Dach des Hauses und ließ sich den frischen Wind ums Gesicht wehen. Das lenkte sie ab und sie fühlte sich gleich noch ein wenig besser. Sie wusste nicht warum, aber als sie über die letzte Nacht nachdachte, stieg einen angenehme Wärme in ihr auf. Was war nur passiert, dass sie sich so gut fühlte?
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Ranma hatte gehört wie Akane aus der Wanne gestiegen war und wartete nun gespannt bis sie die Tür aufmachte. Doch nichts passierte. *So lange kann sie doch gar nicht brauchen*. Zögernd machte er die Tür einen Spalt auf. Er schaute hinein, doch Akane war nirgendwo zu entdecken. Er betrat nun den Raum, doch auch Akanes Sachen waren verschwunden. *Oh nein, sie ist doch nicht schon wieder weggelaufen.*
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Ranma rannte so schnell wie möglich aus dem Haus hinaus. Er suchte im ganzen Garten, doch nirgendwo entdecke er sie. „Akane!!!“, rief er mit verzweifelter Stimme.
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Akane schreckte auf. *Was ist denn nun passiert?* sie stand auf und blickte sich um. Gerade in diesem Moment erblickte auch Ranma sie. Erleichtert entspannte sich sein Gesichtsausdruck und er sprang hinauf aufs Dach.
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Akane setzte sich wieder hin und blickte schnell in eine andere Richtung. Ranma setzte sich neben sie und schaute sie an. „Akane…ich…ich möchte mich entschuldigen…wegen gestern.“ Ängstlich schaute er sie an, doch Akane zeigte keine Reaktion. „Akane, ich möchte mich entschuldigen!“ doch Akane zuckte noch nicht einmal mit den Wimpern.
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Ranma wurde langsam wütend. Er sprang auf und sagte schon mit etwas lauterer Stimme: „Ich habe gesagt es tut mir Leid!“ Doch Akane drehte den Kopf nur noch weiter weg und ein verächtliches „Phh!“ kam aus ihrem Mund.
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Ranma platzte nun fast der Kragen. Jetzt entschuldigte er sich schon mal und dann so was. Ranma stellte sich nun vor Akane und schrie sie an: „Ich weiß gar nicht was du hast. So schlimm war es nun auch wieder nicht. Du musst dich gar nicht so anstellen!“ Geschockt blickte Akane ihn an. *Was hat er da gerade gesagt? Es war nicht schlimm? Ich soll mich nicht anstellen?* Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und sie sprang wütend auf. Schon wieder stiegen ihr Tränen in die Augen. Doch sie sagte nichts. Sie sah Ranma einfach nur mit kalten traurigen Augen an und sprang dann vom Dach hinunter und lief davon. Ihre Tränen wurden vom Wind verweht und schon nach kurzer Zeit war nichts mehr von ihr zu sehen.
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Regungslos stand Ranma auf dem Dach und blickte auf die Stelle, an der Akane gerade noch gesessen hatte. Er hockte sich hin und verschlug die Hände vors Gesicht. *Was habe ich nur wieder gemacht? Wieso kann ich ihr nicht meine wahren Gefühle beichten?*