Fanfic: Forgotten memory in the storm
Kapitel: The birth of a goddes
~Sie sah Klingen aufblitzen, hob die Arme schützend vor das Gesicht und kauerte sich auf dem Boden zusammen. Doch ihre Schutzposition half ihr auch nicht mehr, denn das Schwert des Jungen, der auf sie zugerannt war, rammte sich Sekunden später in ihren Rücken durch ihr Herz. Blut spritzte, sie gab ein letztes Röcheln von sich und sackte dann zusammen…~
„Ahhhhh!“, Schweißgebadet wachte Cheyenne auf, ihre langen, schwarzen Haare fielen über ihre Schultern und ins Gesicht. Das Mädchen atmete stockend. Ihr Herz schlug wild. Als sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, stand Cheyenne auf und trat zur Balkontür ihres Zimmers, öffnete diese und ging in die nächtliche Kühle hinaus. Sie hatte die Faust um ihren Kettenanhänger geschlossen. Dieser Anhänger bedeutete ihr sehr viel, sie wusste nicht, woher er kam, besaß ihn aber schon seit 15 Jahren ihres 16-jährigen Lebens. Er hatte die Form eines Löwenkopfes und Cheyenne hatte das Gefühl, dieses Motiv irgendwo her zu kennen. Jedoch wusste sie nicht, woher. Das Mädchen seufzte. Ein leichter Wind kam auf und ließ ihre Haare wehen. Sie hatte zuvor nach unten geschaut, doch jetzt – sie vernahm einen leisen Ruf – blickte sie starr nach vorn. So rasch, wie er gekommen war, verschwand der Ruf auch wieder. Unwillkürlich schüttelte Cheyenne den Kopf und trat wieder in ihr Zimmer.
„Sie scheint noch nicht bereit zu sein. Ich kann nicht wirklich zu ihr durchdringen“, sagte ein violetthaariges Mädchen mit gleichfarbigen Augen. Sie saß an einem Tisch, neben ihr drei weitere Mädchen. „Dann versuchen wir es ein anderes Mal wieder, Trinity. Du sollst dich ja nicht überanstrengen“, meinte die blonde, junge Frau. „Danke, Quistis“, erwiderte Trinity. „Cifer würde uns killen, wenn dir etwas zustößt“, sagte das Mädchen mit den schwarzbraunen Haaren und stützte ihren Kopf auf den Händen ab. „Wie~ Recht du hast, Rinoa!“, Rief das braunhaarige Mädchen. „Selphie, du bist jetzt 17 und führst dich immer noch auf, wie eine 5-jährige!“, scholt Quistis scherzend. „Lass mich doooooch!“, Protestierte Selphie. Rinoa und Trinity sahen den beiden beim Diskutieren zu, dann seufzte Rinoa. „Was hast du?“, Wollte Trinity von der Freundin wissen. „Er hat sich seit 3 Wochen nicht mehr bei mir gemeldet!“, Erklärte Rinoa betrübt. Sofort horchten auch Selphie und Quistis auf. „Du vermisst ihn wohl sehr, nicht wahr?“, Fragte Selphie, jegliche Naivität war aus ihrer Stimme verschwunden. Rinoa nickte und sagte dann: „Ich hoffe, es ist ihm nichts passiert…“ Trinity schüttelte den Kopf und entgegnete: „Ach! Unsere Jungs sind doch die besten überhaupt! Denen passiert so schnell nichts!“ „Bist du dir da so sicher? Cifer zieht das Unglück doch magisch an!“, Meinte Quistis. „Hör schon auf! Immer ziehst du über ihn her!“, Beschwerte Trinity sich. „Das tut er auch mit Xell!“, Konterte Quistis. Trinity verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Wenn Quistis damit kam, wusste das 15-jährige Mädchen nichts mehr, was sie sagen könnte. „Sagt mal…“, begann Rinoa, um vom Thema abzulenken, „…hat eine von euch ne Ahnung, warum sie sich weigert, zurück zu kommen?“ Die anderen drei schüttelten die Köpfe. „Das ist allerdings eine berechtigte Frage“, sagte Quistis, „Aber ich denke auch, dass sie zu sehr an diese – ihre – reale Welt gewöhnt ist, als dass sie jetzt, kurz nach ihren sechzehnten Geburtstag, wie es eigentlich vorgesehen war, hier her zu kommen. Sie weiß ja schließlich von nichts.“ Trinity nickte zustimmend und sagte dann: „Aber irgendwann werde ich dieses Siegel brechen und zu ihr durchdringen. Das Gleichgewicht Centras droht zu zerfallen und dagegen müssen wir etwas tun!“ Die vier Freundinnen standen gleichzeitig von dem Tisch auf und verließen den Raum.