Fanfic: Internet mit Folgen

Kapitel: Internet mit Folgen


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Es war Wochenende, und am Abend schaltete ich meinen Computer an. Da ich
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Sturm freie Bude hatte, konnte ich die ganze Nacht im Internet verbringen.
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Während die Verbindung hergestellt wurde, ging ich in die Küche, um mich ein
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wenig aus zu rüsten. Bewaffnet mit Limo, Chips und Keksen, betrat ich mein
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Zimmer dann wieder. Fleißig begann ich einige Dragon Ball Seiten zu durch-
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stöbern. Danach folgten sofort die Vegeta Seiten.
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Ich griff in die Chipstüte, stopfte eine Hand voll in meinen Mund und öffnete
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eine neue Seite. Stunden vergingen und ich begann, müde zu werden. Als ich die
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letzte Seite schloß, um die Verbindung zu trennen, öffnete sich ein neues
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Fenster auf meinem Bildschirm. &quot;Nani kuso...?&quot; Zuerst, wollte ich es
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schließen, doch dann bemerkte ich ein Gif Bild von Vegeta. Ich dachte es wäre
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irgendeine Werbung, doch in dem Fenster war nichts, außer des Gif Bildes.
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Ich fuhr mit meinem Mauszeiger über das Bild und bemerkte, dass es ein Link
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war. Neugierig klickte ich darauf. Ich erinnere mich nur noch, wie plötzlich
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ein grelles Licht vom Bildschirm erstrahlte. Schützend hielt ich meine Arme
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vor meinen Augen.
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Nach ca 1/2 Minute, verschwand das Licht. Einen Moment lang dachte ich schon,
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mein Computer würde in die Luft gehen. Alles schien normal zu sein, nur
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das Bild von Vegeta fehlte. Da ich dachte, es sei irgendein Fehler, trennte
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die Verbindung einfach und schaltete den Computer aus. Ich lehnte mich zu-
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rück in meinen Stuhl und seufzte laut. Plötzlich hörte ich eine all zu gut be-
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kannte Stimme hinter mir. &quot;Einen schweren Tag gehabt?&quot; Erschrocken richtete
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ich mich auf. Dann entspannte ich mich wieder. &quot;Immer diese Einbildungen. Ich
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bin schon echt besessen.&quot; Um mich zu lockern, lachte ich leise. &quot;So?&quot; Ich
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haute mir leicht auf den Kopf. &quot;Einbildung ist auch ne Bildung,[...]. Du
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spinnst!&quot;
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Ich rollte mit dem Stuhl ein Stück zurück. &quot;Ich bin zu überdreht. Am besten
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hau ich mich in die Falle!&quot; Ein weiterer Seufzer entfiel mir und ich schloß
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kurz die Augen. Fast hätte ich geschrien, als ich die Hand auf meiner Schulter
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spürte. Entsetzt sah ich sie an. Sie war recht grob und weiß behandschuht. Ich
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kannte dies nur zu gut. Voller Panik nahm ich die Hand und drückte sie von
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meiner Schulter. Mein Herz blieb für einen Augenblick stehen. Ich wagte erst
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gar nicht mich umzudrehen. &quot;Nein...d-das bild ich mir nur ein...&quot; &quot;So, wenn du
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meinst. Ich finde mich recht real.&quot; Langsam drehte ich mich um. Meine Augen
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weiteten sich. Da stand Vegeta, der echte Vegeta, einfach so hinter mir. Ich
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kniff die Augen zu und hielt meine Ohren zu. &quot;Nein das bild ich mir nur ein.
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Du bist nicht da, dich gibt es nicht! Du bist blos ein Bild meiner Phantasie!&quot;
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Vegeta hob eine Augenbraue. &quot;Ha, ich habs! Das muss der Zucker sein! Genau, zu
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viel Zucker in meinem Blut, deswegen bin ich auch so überdreht!&quot; Ich stand auf
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und rannte ins Badezimmer, wo ich mein Gesicht unter Wasser hielt. Vegeta sah
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mich an, als hätte ich soeben auf seine Schuhe gekotzt.
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Nachdem ich noch einmal tief durchatmete, betrachtete ich mich im Spiegel.
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Dann begann ich wieder mit mir selbst zu sprechen. &quot;Das muss die Pubertät
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sein. Klar! Ich sehne mich halt so nach einem Typen, dass ich ihn mir schon
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einbilde! Obwohl...naja, auf nen festen Freund bin ich eigentlich nicht grad
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aus...zu dem auch noch Vegeta...&quot; Wild begann ich meinen Kopf zu schütteln.
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Anstatt wie erwartet zu verschwinden, fiel mir Vegeta im Spiegel auf.
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`Und wenn es doch keine Einbildung ist?` &quot;Na gut.&quot; Ich verließ das Badezimmer
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und stand im Flur. Irgendwie, fand ich die Situation doch ganz lustig. Naja,
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immerhin passiert so was nicht alle Tage. Und wer kriegt schon die Gelegen-
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heit, Vegeta einmal richtig die Meinung zu sagen?
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Er musterte mich. Mir fiel nix besseres ein, als frech zu werden. &quot;Was gaffst
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du denn so?&quot; Er schien sichtlich überrascht zu sein. `Naja, stimmt schon. Eben
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noch Panik und jetzt rotzfrech. Aber so bin ich halt.` &quot;Du weißt wohl nicht,
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mit wem du es zu tun hast...&quot; Ich ging an ihm vorbei, zurück zu meinem Zimmer.
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&quot;Ja ja, spar dir die Leier. Ich weiß es.&quot; Das Herz rutschte mir in die Hose,
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als ein Ki-Blast knapp an meinem Kopf vorbei zog. &quot;Dann solltest du vorsichtig
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sein, falls du nicht total verblödet bist.&quot;Meine Augenbraue fing an zu zucken.
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&quot;Wie bitte?&quot; &quot;Du weißt schon, was ich gesagt habe.&quot;
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Ohne ein weiteres Wort zusagen schnappte ich meine Klamotten und schloß mich
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im Badezimmer ein. Dort zog ich mein Nachthemd an und wusch mir das Gesicht.
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Nach zwei Minuten verließ ich es dann wieder. Vegeta sah mir sauer hinterher.
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Ich ging hochnäsig an ihm vorbei in mein Zimmer. &quot;Gute Nacht.&quot; Nachdem ich den
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Satz aussprach, schloß ich die Tür und legte mich ins Bett. `Das kann nur ne
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Hallo sein.` War es aber nicht. Die Tür wurde eingetreten und Vegeta sah mich
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mit verschränkten Armen an. Wild fuhr ich vom Bett auf. &quot;SAG MAL, BIST DU
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JETZT TOTAL PLEM PLEM? Kommst einfach hierher und trittst meine Tür ein! Hast
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du nix besseres zu tun?&quot; &quot;Im Moment nicht.&quot;
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Meine Zähne knirschten leise. Vegeta konnte einen wirklich auf die Palme
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bringen. &quot;Dann geh ins Badezimmer und sieh in den Spiegel!&quot; &quot;Dooshite?&quot; &quot;Na,
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weil du da eine neue Rede erstellen kannst mit dem Thema: Ich der große
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Saiyajin no Ouji...oder noch besser: I`m the best, fuck the rest!&quot; Ein wenig
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mulmig wurde mir dann schon, als ich seinen Blick sah. Er kam auf mich zu und
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ich befürchtete schon, er würde mir eine langen. Glück gehabt. Er versuchte
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nur mich einzuschüchtern. Naja, was heißt nur? Ich mein, wer würde cool
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bleiben, wenn vor ihm eine ziemlich wütende Killermaschine stünde, die mal
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gerade so einen Planeten mit einem Schlag zerstören könnte?
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Ne echte Gänsehaut lief mir dann über den Rücken, als er sich zu mir bückte
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und mir ins Ohr flüsterte. &quot;Wieso zitterst du so? Hat der kleine mickrige
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Mensch etwa Angst bekommen? Hehehe...&quot; So ein wiederliches, arrogantes Lachen!
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In dem Augenblick vergaß ich meinen Schiß. &quot;Hey! Ich bin auch nicht grad stolz
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darauf, ein Mensch zu sein, aber wenigstens bin ICH nicht so großkotzig und
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stelle mich stärker da, als ich es bin!&quot; Das Lachen verstummte. &quot;Wovon redest
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du?&quot; &quot;Ha!&quot; Ich grinste. &quot;Jetzt tu nicht so! Oder sagt dir der name Goku nix?&quot;
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Oups. Das war seine wunde Stelle.
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Vegeta erhob seine Hande und ich kniff die Augen zu. Er holte aus und hielt
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milimeter vor meinem Gesicht inne. Ich konnte noch den Luftzug spüren. Langsam
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öffnete ich dann meine Augen wieder. Erleichtert seufzte ich. &quot;Lege dich nie-
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mals mit mir an, kleine.&quot; Meine Stimme war etwas zittrig.&quot;Von wegen kleine...&quot;
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Vegeta genoss es, die Oberhand zu haben. Er mochte es, wenn man vor ihm Angst
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hatte. Ich wehrte mich. Einscheinend gefiel ihm auch dies. Es ist ziemlich
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selten, dass sich ihm jemand wiedersetzt. Wahrscheinlich war das der Grund.
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Aufrecht saß ich in meinem Bett und studierte sein Gesicht. &quot;Nani?!&quot; Ich
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drehte meinen Kopf leicht zur Seite. &quot;Was machst du eigentlich hier?&quot;Er wandte
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seinen Blick wieder von mir ab. &quot;Also?&quot; &quot;Das frag mal nicht mich. Ich weiß
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auch nur so viel, dass ich diesen Knopf gedrückt habe.&quot; &quot;Welchen Knopf?&quot; Nun
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sah er wieder zu mir. &quot;Der Computer von dem Waschweib war an, und ich drückte
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auf irgend einen Knopf. Den Rest kennst du.&quot; Ich verzog mein Gesicht. &quot;Hey,
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was heißt hier Waschweib? Immerhin ist sie deine...&quot; Ich hielt inne. `Moment,
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vielleicht ist er ja noch gar nicht mit Bulma zusammen. Wenn ich es ihm jetzt
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erzählen würde, wer weiß ob Trunks dann je geboren würd...`
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Fragend sah Vegeta mir in die Augen. &quot;Meine was?&quot; &quot;Deine...dein Gastgeber.&quot;
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&quot;Hm.&quot; Er lachte wieder arrogant. &quot;Worüber lachst du, deine Dummheit?&quot; &quot;Nani?&quot;
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&quot;Hehe, wer drückt denn einfach so auf Knöpfen rum, wenn er nicht weiß was für
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ein Gerät das ist? Was, wenn es ein Größen Änderer oder so was gewesen wär?&quot;
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Oi oi, er hatte wieder diesen Blick drauf. Schnell versuchte ich mich rauszu-
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reden. &quot;Nun, äh, ich mein ja nur. Normalerweise schaut man erst mal nach,
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worum es sich handelt.&quot; &quot;Was weißt DU denn schon?&quot; Ich funkelte ihn böse an.
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&quot;Mehr als du glaubst.&quot;
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Lautes höhnisches Lachen erfüllte mein Zimmer. Doch es verstummte, als Vegeta
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seinen Kopf in die Höhe warf und auf die Zimmerdecke starrte. Mist, denn sie
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war vollkommen mit Postern bedeckt. Neben einem, auf dem alle Charaktere waren
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befanden sich nur Vegeta Poster und einige meiner Zeichnungen. Ich spürte wie
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mir die Röte ins Gesicht lief. Gedankenverloren versuchte ich ein Thema anzu-
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sprechen. &quot;Äh...hey, wie wär`s mit etwas zu essen? Oder...oder bist du viel-
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leicht müde? Noch besser, wie wärs, wenn wir