Fanfic: Das kaltherzige Mädchen Kapitel 23

Kapitel: Das kaltherzige Mädchen Kapitel 23

„Lass uns mal eine Pause einlegen!“, stöhnt Sakura und schaut Tony bittend an. Dieser gibt sich geschlagen und sie machen bei einem Café halt. Die Kellnerin kommt und notiert sich ihren Wunsch. Kurz darauf haben sie vor sich eine eiskalte Cola stellen. Mit gierigen Schlucken trinkt Sakura das Glas leer. Ihr Gegenüber dagegen lässt sich Zeit und guckt sich die anderen Leute an. Fast nur Jugendliche sitzen hier und trinken etwas. Es scheint wohl eine Art Treffpunkt zu sein. „Was wollen wir gleich noch machen?“, will das Mädchen wissen und spielt mit ihren Fingern. Tony wendet seinen Blick zu ihr und verfolgt schmunzelnd ihre Hände. „Hmm… keine Ahnung!“ Schon bald stehen sie wieder in der Einkaufspassage und blicken sich ratlos um. „Komm, gehen wir zurück zum Haus! Da können wir noch am Pool liegen oder Tennis spielen!“„Was? Einen Tennisplatz hat deine Tante auch noch?“ Sakura nickt fröhlich und sie drängeln sich durch die Menschenmassen. „Das ist doch nicht auszuhalten!“, murrt das Mädchen und rempelt einen großen Geschäftsmann an. Der funkelt sie nur kurz an, geht dann aber weiter. „Hey Sakura! Warte doch!“ <br />
Nach vierzig Minuten betreten die beiden Jugendlichen den Garten und legen ihre Handtücher auf die Liegestühle, die im Schatten eines rieseigen Sonnenschirmes stehen. „So lässt es sich aushalten!“ Sakura streckt sich und nimmt einen kleinen Schluck von ihrem Cocktail. Tony stimmt ihr nickend zu und schließt entspannt die Augen. Dösend liegen sie dort und lassen es sich gut gehen. Am Abend wacht Sakura wieder auf und blinzelt verschlafen mit den Augen. Sie gähnt laut und lässt ihren Blick zu Tony rüberschwenken. ~Ich wusste gar nicht das der so gut gebaut ist! Na klar, mir ist schon vorher aufgefallen, was für einen Waschbrettbauch er hat aber dann noch diese Oberschenkel! Einfach zum reinbeißen!~ Vorsichtig stupst sie ihn mit ihrem Finger an. „Hey Schlafmütze! Wach auf, es ist schon halbdunkel!“<br />
„Was ist los…?“, nuschelt Tony und dreht sich auf die andere Seite. „Ich hab gesagt, dass es schon fast stockduster ist und wir endlich zurück ins Haus gehen sollten!“<br />
Schlaftrunkend setzt er sich auf und nickt kurz. Sie nehmen ihre Handtücher und torkeln auf ihre Zimmer. Im Bad zieht Sakura sich ihr langes T-Shirt an. Als sie zurück kommt schläft Tony schon tief und fest. Lächelnd setzt sie sich auf die Bettkante und streicht dem jungen Mann eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Danach legt sie sich ebenfalls in ihr Bett und versinkt in einen erholsamen Schlaf. Spät in der Nacht schreckt sie jedoch auf und sitzt kerzengerade im Bett. ~Was ist das denn für ein Geräusch?~ Ängstlich blickt sie im Zimmer umher, kann jedoch nichts erkennen. ~Verdammt! Ich hab Schiss!~ Vorsichtig klettert sie aus dem Bett und schleicht zum Fenster. Die Mondsichel steht hoch am dunklen Himmel. Sie und die Sterne geben nur spärlich Licht ab. Draußen ist alles Still. ~Habe ich mir das nur eingebildet?~ Sie krabbelt wieder zurück ins Bett und zieht ihre Decke bis zur Nase. Nach geschlagenen zehn Minuten blickt sie immer noch starr an die gegenüberliegende Wand. ~Verflucht! Was soll’s!~ Sakura steigt aus dem Bett und tapst zu Tonys. Kurz entschlossen legt sie sich dazu und kuschelt sich an den warmen Körper. Tony, der davon wach geworden ist, schaut sie erstaunt an. „Sakura? Was…?“ er bemerkt das sie leicht zittert und schlingt einen Arm um sie. „Hey… was ist denn los?“ Sie knurrt nur leicht und drängt sich weiter an seine Brust. Tony weiß, dass es nichts nützt sie zu fragen und belässt es dabei. Sofort wird ihr Atem ruhiger und ein Lächeln umspielt die Lippen des Mannes. ~Ich wüsste gerne…was ihr so eine Angst einjagt.~ Nach dem letzten Gedanken schließt auch er die Augen und in der Umarmung liegen sie da, bis zum nächsten Vormittag. <br />
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Ein Frösteln durchfährt Sakuras Körper und sofort richtet sie ihren Blick auf die Betthälfte neben sich. Leer! Mit den Augen sucht sie das Zimmer ab, kann jedoch niemanden sehen. Seufzend lässt sie sich zurück in die weichen Kissen fallen. ~Wo er wohl ist?~ Plötzlich wird die Tür aufgestoßen und herein kommt ein pfeifender Tony, der ein Tablett in der Hand hält. „Na? Schon wach?“, fragt er fröhlich und Sakura grummelt nur Unmissverständliches. „Hey! Wer murrt denn ihr so?“ Er stellt das mitgebrachte Essen auf ihren Schoß und belegt wieder seine Hälfte des Bettes. Er deckt sich zu und nimmt das erste Brötchen in die Hand. „Möchtest du das Essen nur anstarren oder in deinen Magen bekommen?“ Eine zierliche Hand greift nach einem Apfelstückchen und beginnt es langsam zu verzehren. Nach kurzer Zeit haben sie das Frühstück verputzt und entspannen wieder. Tony hat seine Arme hinter dem Kopf verschränkt und schaut an die Decke. Sakura hat ihren Kopf auf seine Brust gelegt und lauscht seinem Herzschlag. „Sag…warum hattest du gestern Angst Kleines?“ Das Mädchen verkrampft sich. „Ich…ich weiß nicht…“, sie stockt. „Da war ein Geräusch was mich geweckt hat… Doch draußen war nichts… ich hatte einfach nur Panik, dass irgendwer im Garten rum schleichen würde…“ Nachdenklich richtet Tony seinen Blick auf ihren Körper. „Vielleicht war es nur eine Katze oder ein Vogel…“ Ein Seufzen entfährt ihrer Kehle und sie nickt schwach. „So wird es wohl gewesen sein… und danke, dass du mich nicht ausgelacht und gestern Nacht nicht weggeschickt hast…“ Seine Hand wandert zu ihren Haaren und er fährt leicht mit ihr hindurch. „Kein Problem…“ Noch ein paar Minuten bleiben sie so liegen, bis Samy reinkommt und sie aus dem Bett schmeißt. Wütend guckt Sakura ihre Mutter an. Diese lächelt bloß unschuldig und verschwindet wieder aus dem Zimmer. „Manchmal können Eltern echt nerven…“, murmelt sie und zieht sich an. Dass Tony dabei ist, hat sie total vergessen. Doch dieser ist mit der Antwort von Sakura mehr als beschäftigt. Nachdenklich schaut er aus dem Fenster. Plötzlich ertönt dicht neben ihm eine helle Stimme. „Hey Tony! Was ist denn los?“ Sorge schwingt in dem Satz mit und erschrocken blickt der Junge auf. „Ah, Sorry! War in Gedanken!“ Sakura zweifelt an seiner Aussage, doch lässt sie ihre Fragen unbeantwortet. „Kommst du mit runter, wenn du fertig bist?“ Kurz nickt er und verschwindet ins Badezimmer. ~Komisch…er stand an derselben Stelle, an der ich ihn vor zehn Minuten zurückgelassen hatte… Da stimmt doch irgendwas nicht mit ihm…~ Das Mädchen setzt sich auf ihr Bett und bindet sich ihre Uhr um. Ein Lederband schlingt sie um ihr Handgelenk und fährt sich noch einmal kurz durch die Haare. <br />
„Was wollen wir heute machen?“ „Keine Ahnung… Aber wir können heute Abend in die Disco gehen…“ „Gute Idee…“ Und so vergeht der Tag sehr schnell, und am Abend machen sich Sakura und Tony fertig für die Disco. Sakura zieht sich einen Minirock aus Latex an, ein schwarzes Top und eine Jeansjacke. Dazu noch schwarze Stiefel. Tony, wie immer lässig in Jeans, einem schwarzen Muskelbetonendem T-Shirt und dunkle Turnschuhe. Darüber trägt er noch eine Lederjacke. Verschmitzt grinst das Mädchen ihn an. „Also mit dir kann man sich sehen lassen.“ Tony grinst breit zurück. „Mit dir aber auch.“ Eingehakt laufen sie durch die Straßen Miamis und suchen sich einen Club. Doch wird noch einiges passieren, worauf Tony und Sakura nicht gefasst sind. <br />
Sie bezahlen und betreten den stickigen Raum. Viele Menschen sind auf der Tanzfläche und bewegen sich ausgelassen zu der Musik. Zuerst setzten sie sich an den Tresen und bestellen sich einen Cocktail. Sakura beobachtet die tanzenden Menschen und muss unwillkürlich lächeln. ~Da haben sich doch wirklich ein paar jüngere mit rein geschlichen!~ Zwei sehr junge Mädchen, nicht über vierzehn tanzen aufreizend mit zwei Jungs, die eigentlich schon Männer sind. ~Na ja, sollen sie doch machen was sie wollen.~ Sie ergreift Tonys Hand und zieht in mit auf die Tanzfläche. ~Dann werde ich den beiden Mädels mal zeigen, wie man tanzt!~ Sakura muss kurz lachen. ~Ich finde das witzig. Früher habe ich mir auch immer alles von den älteren Mädchen abgeschaut…~ Fragend schaut ihr Partner sie an, doch sie schüttelt nur kurz den Kopf und schmiegt sich an seinen Körper. Beide sind sehr gute Tänzer und passen sich einander an. Manche Mädchen schauen neidisch zu Sakura hinüber. Diese grinst jedoch nur und zwinkert Tony zu. Dieser versteht und lässt sie los. Mit einem charmanten Lächeln bewegt er sich auf eine kleine Gruppe von Mädchen zu. Tony fordert eines zum Tanzen auf, das sofort errötet, aber einwilligt. Sakura derweil hat sich einen Mann, der Schätzungsweise zweiundzwanzig ist, geschnappt und stachelt ihren eigentlichen Tanzpartner dazu an, mit so vielen Mädchen zu tanzen wie möglich.<br />
Am Schluss ist es unentschieden und sie tanzen wieder zusammen. Erst spät in der Nacht, oder sehr früh am Morgen gehen sie redend die Hauptwege entlang. „Hattest du den einen gesehen? Der hing ja nur noch in deinem Ausschnitt!“ „Echt? Ist mir gar nicht aufgefallen!“, antwortet Sakura neckend und will über die Straße gehen. Tony ist jedoch aufgefallen, dass sein Schuh auf ist und ruft: „Warte kurz! Mein Schuh ist auf!“ Das Mädchen dreht sich zu ihm um, doch auf einmal ist das Geräusch eines schnell heranfahrenden Autos zu hören. Mit einem kurzen Schrei erblickt Sakura das rote Cabriolet, das rasend auf sie zufährt. Tony will mit aufgerissenen Augen auf sie zustürzen… doch kann er seine zu Schockerstarrte Freundin nicht erreichen. Es ist nur noch ein lauter Knall zu hören. Eine rote Flüssigkeit breitet sich langsam auf der Straße aus. „Sakura…nein!“ Tony hastet zu dem Körper, der leblos erscheint. Er lässt sich auf die Knie fallen und umarmt Sakura, die über mit Blut besudelt ist. „Gott Sakura!“ Sie