Fanfic: Shadow
Kapitel: 4
Halli Hallo, auf das Kommi hin hab ich weitergeschrieben.
Wieder schulzig, na ja, bin auch grad in neer sad Stimmung, darf sowas schreiben.
Kim hatte den Zettel eingesteckt und war langsam nach hause gegangen.
Mit glasigen Augen lag er nun im Bett.
„Es ist meine Schuld, nur meine“, er schloß schluchzend seine Augen, „Hätte ich ihn nicht so angepflaumt, wäre er noch am Leben.“
Langsam weinte er sich in den Schlaf.
In diesem Frühling blühten Rosen vor seinem Haus----schwarze Rosen.
Wie dies möglich war wusste er nicht, es war ihm auch egal, die Rosen erinnerten ihn an Shadow und Ken.
In Kens Tagebüchern stand ausführlich wie er und Shadow sich kennen gelernt hatten.
Die schwarze Rose hatte dabei eine Rolle gespielt, hatte Shadow Ken nicht eine geschenkt?
Ihm war als würden die beiden ihm nun einen ganzen Garten dieser schwarzen Schönheiten schenken.
Er seufzte, er erlaubte es sich nicht oft zurückzudenken doch in diesen Frühlingsnächten, wenn der Wind ihm schwarze Rosenblätter um den Kopf tanzen ließ, konnte er einfach nicht anderst.
Nach einigen Tagen gesellten sich weiße Rosen zu seinen schwarzen.
Sie umrankten die Schwarzen und verflochteten sich mit ihnen.
Er seufzte, wunderschön sah sein Vorgarten nun aus, mit den weißen und schwarzen Rosen.
Er schloß die Augen und sog genißerisch die Frühlingsluft ein.
Die Luft roch nach Rosen, er öffnete die Augen wieder und sah auf den alten Baum vor seinem Fenster.
Er stellte sich vor, dass der Vampir Flötespielend auf einem Ast sitzen würde, Ken lag in seinem Bett und sah zu den Sternen hinauf.
Genauso hatte es sich vor ungefähr 200 Jahren hier, genau an dieser Stelle zugetragen.
Er musste lächeln, er war doch wirklich ein totaler Gefühls Narr.
Wieder sah er in die Nacht hinaus, leises Flötenspielen erklang, er weitete die Augen.
Auf dem kräftigsten Ast des Baumes sammelte sich weißer Nebel, schwarzer vermischte sich mit ihm.
Langsam sah man die Konturen zweier Jünglinge heraus.
Schließlich saßen Shadow und ein junger Mann auf dem Baum, wohl Ken.
Shadow sah an den Stamm gelehnt, Ken lehnte an ihm, der Vampir spielte mit einer Hand Flöte und streichelte mit der anderen Kens Wange.
Ken war vollkommen in weiß gekleidet, Shadow im Gegensatz dazu in schwarz, nun wusste er auch von wem die weißen Rosen in seinem Garten stammten.
Leise zog er sich zurück, er legte sich ins Bett und ließ das Fenster offen, um dem Flötenspiel weiter zu lauschen.
Das Flötenspiel hörte auf, er seufzte nun war der ganze Zauber wohl wieder vorbei, er sah zum Fenster.
Shadow hatte Ken auf dem Arm und schwebte in der Luft, Ken hielt Shadows Wange, dieser gab ihm einen sanften Kuss und lächelte dann ihn an.
Ken wand ebenfalls den Kopf und zwinkerte ihm zu, er lächelte froh.
Ken warf ihm eine Kusshand zu, dann wurden die Konturen der Beiden wieder schwächer, bis wieder nurnoch weißer und schwarzer Nebel zu sehen waren.
Die Nebelschleier stoben in die Nacht hinaus, Kim sah ihnen nach.
Beide hatten ihm verzieen, er strahlte.
„Danke“, hauchte er, „Danke.“
„Tschüß Kleiner“, Shadow gab Ken einen sanften Kuss, Ken erwiederte.
„Bis Morgen“, „Selber Ort, selbe Zeit?“, wollte der Vampir wissen.
Ken nickte, „Dann bis Morgen Engelchen“, lächelte Shadow, Ken faltete seine Flügel zusammen und ging.
Shadow sah ihm nach, das was sie hier taten war verboten, die Liebe zwischen einem Geschöpf Gottes und einer Kreatur des Teufels, er seufzte und ging seine Wege.
Wenn diese Liebe an den Tag kommen würde, würde man sie beide bestrafen.
Er seufzte, es war wahnsinnig schwer seine Gefühle versteckt zu halten.
Ken saß auf einer Wolke und betrachtete gedankenverloren das Bild, das Shadow ihm geschenkt hatte, es zeigte den Vampir.
Auf einmal wurde er aufgeschreckt, „Hallo Ken“, ein Mädchen setzte sich neben ihn.
Hastig steckte er das Bild weg.
„Was war das?“, fragte die Kleine neugierig, „Was war was?“, fragte Ken nervös.
„Na das, wo du gerade in deine Tasche hast verschwinden lassen“, sagte sie, „Äh, nicht so wichtig“, wich er aus.
„Darf ichs sehen?“, fragte sie, „Nein“, hastig legte er seine Hand auf die Hosentasche.
Sie krabbelte um ihn herum und sah ihn bittend an.
„Nein Kira“, sagte Ken bestimmt, „Bitte“, sagte sie, „Nein heißt nein“, sagte Ken.
„Du bist gemein“, sagte sie säuerlich, er lächelte und streckte sich der längenach aus.
Blitzschnell zog sie das Bild hervor, er schnellte Kerzengerade auf, „Kira, gib es mir wieder“, verlangte er, sie sah sich das Bild an.
„Wer ist das?“, „Das geht dich garnichts an“, sagte Ken und sprang auf sie zu, sie hüpfte lachend davon.
„Das zeig ich Shiva“, lachte sie vergnügt, Ken wurde bleich, wenn sie es Shiva zeigte war er geliefert, sie würde kurzen Prozess mit ihm machen, würde sie erfahren, dass er mit einem aus der Hölle in Kontakt stand, schlimmer noch, mit ihm zusammen war.
Er sprintete hinter der Blondhaarigen her, „Kira...“, rief er, doch zu spät, schon war sie bei Shiva angekommen und zeigte ihr vergnügt das Bild.
Shivas Mine verdunkelte sich, sie nahm das Bild, fragte Kira etwas und schickte sie dann weg.
Ernst kam sie auf ihn zu, er schluckte.
„Du weißt, das ich dich deshalb bestrafen muss?“, Ken nickte.
„Wer ist das? Und keine Lügen“, sagte Shiva.
„Mein Geliebter“, sagte Ken leise und senkte den Kopf.
„Geliebter also“, Shiva sah ihn an, „Du wirst eingesperrt, bis ich weiß, was mit dir geschehen wird“, mit einer eleganten Handbewegung ihrerseits türmten sich die Wolken um Ken auf, er stand in einer Zelle, Shiva nickte ihm zu und ging dann.
Betrübt setzte er sich auf den Boden, „Und alles nur, weil ich jemanden liebe“, dachte er betrübt.
Etwas später hörte er Schritte und hob den Kopf, zwei schwarzgekleidete Männer führten Shadow heran, Ken stand auf und trat ans Gitter.
Shadow lächelte ihn ermutigend an, Shiva trat hervor, sowie ein junger Mann, der ebenfalls ganz in Schwarz gekleidet war.
„Hm, was machen wir nun?“, fragend sah Shiva ihn an.
„Ich weiß schon was, etwas, das eine richtige Strafe für sie sein wird“, der man lächelte seltsam.
„Wir lassen sie laufen, sie müssen ins Reich der Träume“, begann der Mann, „Sie werden in zwei verschiedene Regionen gesperrt und werden sich somit nie wiedersehen, führen ein ewiges, einsames Leben.“
Shiva nickte, „So sei es“, Ken und Shadow sahen sich verzweifelt an.
Shiva ließ Ken aus seiner Zelle und führte ihn zu Shadow.
„Dies ist das letzte Mal, dass ihr euch sehen werdet, macht das Beste daraus.“
Shadow schloß Ken in seine Arme, Ken kuschelte sich wimmernd an ihn und vergrub den Kopf in seinem Hemd.
Shadow bekam glasiege Augen und hielt ihn fester, er küsste sanft Kens Nacken.
Schon spürte er, wie Ken sich in seinen Armen auflößte.
„Ken“, wimmerte er und hielt ihn verzweifelt fest, doch es half nichts, Ken verschwand, er sah sich um.
Er war in einer trostlosen Einöde, allein.
Ken sah sich ebenfalls um, er stand auf einem Sandstrand, ringsum nur Wasser, von Shadow fehlte jede Spur.
Schluchzend sank er zu Boden und vergrub den Kopf in den Händen.
Ein kräftiger Wind kam auf un ließ Shadows langes Haar wehen.
Der Wind trug ihm Kens schluchzen entgegen, er schluchzte selbst auf, er konnte ihn nicht sehen, ihn aber weinen hören.
Er wünschte sich, dass er auch dieses Schluchzen nicht hören könnte, er konnte Ken nicht helfen, ihn nicht trösten, da war nur dieses Weinen, es versetzte ihn einen schmerzhaften Stich ins Herz.
Ken beruhigte sich langsam wieder, wenn Shadow ihn so sehen würde, er würde nicht unter der Seelischenqual zusammebrechen.
„Ich werde dich nie vergessen, sie können uns unmöglich für immer trennen, das geht nicht, irgendwann werde ich dich wiedersehen und darum darf ich mich nicht so gehen lassen“, sagte der Braunhaarige bestimmt.
Shadow ging vorwärts, er wollte auf jedenfall aus dieser Einöde hinaus, doch sie schien endlos.
Erschöpft setzte er sich nach Stunden des Laufens auf den Boden.
Er legte den Kopf in den Nacken und schloß die Augen.
„Was er wohl gerade macht?“, fragte er sich und seufzte traurig.
Ken war gerade dabei die kleine Insel zu erkunden.
Er suchte lange Äste heraus und band sie mit Lianen aus dem Dschungel, der sich über die Insel zog, zusammen.
Als nächstes dichete er seinen Unterschlupf mit Schlamm ab und legte den Boden innen dick mit Sand und Blättern aus.
„Hm, kann sich ja eigentlich sehen lassen“, kritisch stand er vor seiner neuen Behausung.
„Blöd, dass ich die Flügel nichtmehr habe, sonst könnte ich von hier wegfliegen und ihn suchen“, er dachte an Shadow.
Seufzend krabbelte er in sein ,Haus, da es sehr heiß wurde.
„Hoffentlich hat Ken es besser als ich“, Shadow saß in einer kleinen Höhle und sah grummelnd vor sich hin.
Er ließ sich