Fanfic: Dive in, into another World
Kapitel: 4.
„Lórellin! Lórellin, warte auf uns!“
Lórellin: „Was ist denn, ihr Beide?“
Gil: „Sag, können wir heute mit dir gehen?“
Lórellin: „Wisst ihr nicht, wie ihr nach Hause kommt?“
Inu: „Nein, wir wollen zu dir nach Hause.“
Lórellin: „Achso! Na klar könnt ihr mit! Vielleicht freut sich ja meine Mama, das ihr kommt. Denn das vorhin war bestimmt nur überreagiert!“
Sie geht mit Gil und Inu die Straße an der Schule entlang: „Sagt mal, dass was ihr mir gesagt habt, auf dem Hof, ist das wirklich wahr?“
Gil: „Ja, wir Elben lügen nicht.“
Lórellin: „Ich kann es immer noch nicht glauben! Seit ihr wirklich nicht von hier? Kommt ihr aus einer anderen Welt?“
Inu: „Ja! Wir kommen aus Caras, einer Stadt in Amar.“
Lórellin: „Aber wie seit ihr dann hergekommen? Mit einem Raumschiff?“
Gil: „Raumschiff?... Nein, so nicht, es war anders. Gestern, als die Sonne hoch am Firmament stand, haben Inu und ich die Regale Hirils eingeräumt, als plötzlich die Erde unter unseren Füßen bebte, was für unsere Region nicht üblich ist!“
Lórellin: „Erdbeben gibt es hier in Nore auch nicht.“
Gil: „Das Beben warf mich und Inu um und Bücher fielen uns auf den Kopf. Als das Beben aufhörte und wir uns wieder gesammelt haben, war im Bücherregal ein klaffendes Loch aus spiegelnden Wasser. Auf der anderen Seite haben wir Nanami und Hitari gesehen und gehört... Es ging alles so schnell! Als sich das Loch zu schließen schien, wollte ich die Beiden auf unsere Seite ziehen. Statt sie zu uns kamen, wurden wir in das Loch gezogen und fielen und fielen. Plötzlich rasten Nanami und Hitari von unten an uns vorüber und dann war da ein Licht, ein blendendes Licht und auf ein Mal lagen wir an der Eiche.“
Lórellin: „... Hm... seltsames Erlebnis. Das müsst ihr mal meiner Mama erzählen! Sie ist eine unglaublich kluge Frau. Mama ist sehr einfühlsam, fast unmenschlich, sie wird sicher eine Antwort auf euer Erlebnis wissen!“
Gil: „Das wäre schön!“
Lórellin: „Und meint ihr das mit dem Alter auch ernst?“
Inu nickt: „Wir sind genau 2031 Jahre alt. Elben wie wir leben unendlich... Manche Menschen in unserer Welt denken, das sie durch unser Blut auch unsterblich werden und jagen uns deshalb nach, was völliger Mist ist!“
Lórellin: „Wenn ich das Wort Elben höre, denke ich an kleine Wesen, die zierlich sind und vielleicht Flügel haben wie Feen. Aber wenn ich euch so ansehe, seht ihr aus, wie normale Menschen. Aber ihr beide seit so blassblond, seht auch zerbrechlich aus aber wiederum so stark wie Stein.“
Inu: „Gil und ich sind die Töchter zweier hochrangiger Elben. Unsere Väter legen großen Wert auf unser Erscheinungsbild. Wir sehen harmlos und anmutig zu gleich aus, dank unserer Väter.“
Lórellin: „Das stimmt. Ihr seht so perfekt aus, wie zweieiige Zwillinge.“
Inu: „Das ist Zufall. Elben sehen nach Herkunft anders aus. Es gibt unterschiede in Trachten und Haar. Wir haben weißes Haar, andere haben ehr Nussbraunes Haar, das variiert. Aber eins haben Elben immer, die spitzen Ohren, mit denen wir unverkennbar sind.“
Lórellin: „Das stimmt! Mit euren Ohren seht ihr aus, als seit ihr nicht von hier... Ups, das seit ihr ja auch nicht! Ha, ha, ha!”
Gil und Inu stimmen in dem Gelächter ein.
„Was gibt es denn hier zu lachen?!“
Gil schaut sich um: „Hallo Kai!“
Kai fährt im Schritttempo hinter den Dreien her. Auf seinem Gepäckträger ist ein weißes Tuch, was ein großen Gegenstand abdeckt, befestigt.
„Na ihr Drei?! Wo wollt ihr hin?“
Lórellin: „Wir sind auf den Weg zu mir! Sie wollen gern mal zu mir, das geht doch in Ordnung, oder?“
Kai: „Ja, ja, natürlich! Das macht sich auch ganz gut, weil ich grad vom Betrieb komme und noch zu Hause an meiner Arbeit weiterschnitzen möchte. Und da denn noch Essen zu kochen, würde ich nicht schaffen. Immerhin möchte ich so schnell wie möglich fertig werden... Aber zum Abendbrot seit ihr wieder da?“
Lórellin: „Ich dachte eigentlich, das sie bei uns gleich mitessen... Weist du, komm doch einfach auch vorbei, dann musst du nicht so allein sein in eurem großen Haus...“
Kai: „Ach, das ist nett. Gern nehme ich die Einladung an. Also bis heut Abend, ich muss nach Hause. Ist um Sechs in Ordnung?“
Lórellin: „Ja, das passt schon. Bis dann, Tschüss!“
Kai: „Macht’s Gut, Tschüss!“
Er fährt mit seinem Fahrrad wieder weg.
Gil: „Ihr kennt euch?“
Lórellin: „Na klar, Nore ist eine so kleine Stadt, da kennt man den ein oder anderen. Besonders, wenn man dann noch so gut aussieht, mit seinen dunkelbraunen Haar und seinen nussbraunen Augen...“
Inu: „Oh, da ist wohl jemand verliebt?!“
Lórellin: „WAS? NEIN!!! Wir kommst du darauf?!? Er ist 18 und ich bin grad mal 16 Jahre jung...“
Gil: „Ha, wenn ich das höre! Als ob man mit 18 alt ist! Werde erst mal 100, dann können wir weiterreden, was alt überhaupt ist!“
Inu: „Ich höre es doch, das dein Herz höher schlägt, wenn du ihn siehst!“
Lórellin: „Du hörst es?!“
Inu: „Elben wissen wo du bist, auch in der tiefsten Nacht. Wir können hören, wenn man über uns spricht, wir können hören, wenn dein Herz schneller schlägt... Wir hören, sehen und riechen dich auch wenn du Nachts in einer Blumenwiese liegst.“
Lórellin: „Ihr seit wohl wirklich perfekt.“
Bei dem ganzen Reden ist die Zeit wie im Flug vergangen und sie stehen vor Lórellins Haus: „Willkommen bei mir zu Hause!“
Sie öffnet die Gartentür und führt die Beiden an die Haustür. Lórellin holt ihren Schlüssel aus ihrer Tasche, schließt die Tür auf und ruft: „Bin wieder da, Mama!! Hab auch jemanden mitgebracht!“
„Wen denn?“ Ertönt es aus der Küche und ein Schatten am Boden nährt sich dem Flur, bis Lórellins Mutter in der Tür steht: „Ihr?!?“ Blitzschnell zieht sie sich ihre Haarklammer, mit der sie sich ihre Haare hochgesteckt hat, aus dem Haar und schüttelt ihren Kopf.
Lórellin: „Das sind Gil und Inu aus dem Ausland. Sie fragten, ob sie mitkommen durften. Ich hoffe, du hast nichts dagegen!“
„Nein, nein! Geht in dein Zimmer, ich bring euch gleich was zu trinken hoch!“
Lórellin: „Ok Mama!“ Sie zieht sich ihre Schuhe aus, was dann auch Gil und Inu machen und geht mit ihnen in den ersten Stock. Oben angekommen, teilt sich der Flur in drei Zimmer. In das Zimmer, in der Mitte, geht Lórellin mit ihnen: „Das ist mein Reich! Ihr könnt euch auf mein Bett setzen, ich komm gleich wieder! Ich geh nur schnell ins Bad.“
Lórellin verlässt das Zimmer und Inu macht es sich auf dem Bett bequem: „Hier haben wohl alle solch weiche Betten.“
Gil: „Wer es sich leisten kann...“
Die Zimmertür geht auf und Lórellins Mutter kommt eilig mit gesenkten Kopf herein. Auf einem schwarzen Brettchen trägt sie drei Tassen mit Tee: „Die gelben Tassen sind für euch. Der Tee ist für besondere Gäste gedacht. Und heute sind zwei besondere Gäste zu besuch.“
Sie stellt die Tassen auf dem Schreibtisch, wendet sich von ihnen ab, geht zur Tür und bleibt im Rahmen abgewendet stehen: „Na los, probiert!“
Gil und Inu nehmen sich jeweils ein Tasse und nehmen einen Schluck.
Gil: „Hm, der Tee schmeckt wie ein Getränk aus unseren Landen!“
Inu: „Ja, wie Nen Lalaith.“
Gil stellt ihre Tasse wieder ab: „Sagen Sie, Ely, warum sind sie so aufgeregt?“
Ely: „Und sag Gil, warum bist du so entspannt? Obwohl ihr schon meinen Namen kennt.“
Inu: „Was soll das heißen? Ein Name sagt noch nicht über die Person.“
Ely: „Das stimmt, aber bin ich schon aus eurem Gedächtnis verschwunden?“
Ely dreht sich um und streift ihr langes braunes Haar hinter die Ohren.
Gil schreckt auf und wirft beinah den Stuhl um: „Diese Ohren!“
Inu: „Wer bist du?“
Ely: „Erkennt ihr mich immer noch nicht? Ich bin es, Elynin! Bin ich etwa schon so alt geworden?“
Inu steigt vom Bett und streicht Ely über die Wangen: „Tante Elynin? Bist du es wirklich? Wir alle dachten, du bist in der Schlacht von Minas Harad, vor den Toren Caras umgekommen?“
Ely: „Tut mir ein Gefallen und nennt mich hier Ely! Elynin gibt es nicht mehr. Sie ist seit 100 Jahren tot. Ich vermute, das ihr alle dachtet, das ist umkam, doch ich lebe! In der Schlacht von Minas Harad passierte etwas seltsames und ich geriet in diese Welt. Nach einigen Monaten hatte ich die Gelegenheit wieder zurück nach Amar zu kommen, aber ich wollte nicht. Das war ein Fehler. Wochenlang gab es Störungen im Gleichgewischt dieser Welt, was ich besonders stark zu spüren bekam, als Elbin. Ich erlitt Schmerzen im ganzen Körper, was wirklich unerträglich war. Dann rängte sich nach und nach alles wieder ein in der Natur und mir ging es besser. Die Jahre gingen ins Land und ich verliebte mich in viele Männer, doch sie starben mir unter den Händen weg oder verließen mich. Ich wäre fast an