Fanfic: Dive in, into another World

Kapitel: 5.

Am nächsten Morgen sitzen Nanami und Hitari schon früh in den Sätteln. Ein Bursche des Hauses fegt am Eingang der Gaststätte einen Haufen aus Holzspänen weg und murmelt zornig in seinen nichtvorhandenen Bart: "Die Leute werden auch immer dreister und entsorgen ihren Müll wo sie wollen..."
Die Schwingtür des Wirtshauses geht auf und die kleine Pearl die nicht mal über die Tür schauen kann, komm mit einem Ledersäckchen, dass sie grad zuzieht, raus: "Danke das ihr gewartet habt... Der Wirt ist wohl etwas vernarrt in euch, auf jeden Fall musste ich nur meine Kosten bezahlen. So haben wir noch ein paar Ersparnisse für unserer Reise!"
Nanami: "Na dann komm her, heute reitest du bei mir mit."
Nanami zieht Pearl an der Hand hoch und platziert sie vor sich auf den Sattel. Hitari vergewissert sich, das Pearl auch sicher vor Nanami sitzt und schlägt das die Zügel an. Gloss trabt los, Richtung Stadttor und Loss hinterher.
Auf dem Weg läuft ein kleines Kind vor die Pferde, die kurz zurück scheuen: "Halt!"
Nanami und Hitari ziehen die Zügel an: "Ho!"
Hitari: "Was willst du von uns?!"
Das Mädchen kommt an Hitaris Seite: "Ich kann euch nicht weiter lassen!"
Hitari: "Warum nicht?"
Mädchen: "Das bringt Unglück, wenn ihr so weiterreitet.", sie holt hinter ihrem Rücken drei weiße Blümchen vor: "Ihr müsst Königssterne mitnehmen, sonst wird euch was passieren!"
Nanami und Hitari schauen sich fragend an.
Pearl setzt ein richtig freundliches Lächeln auf: "Das ist aber lieb von dir!"
Das Mädchen wechselt von Hitaris Pferd zu Pearl und reicht ihr eine Blume hoch. Sich ein paar mal bedankend nimmt Pearl den Königsstern an und boxt dann Nanami mit ihren Ellenbogen in die Seite: "Aua!"
Pearl: "Los, nimm den Königsstern! Diese Blume wird Reisenden mitgegeben, damit sie den Weg zurück nach Hause finden. Eigentlich steht der Königsstern für alle guten Wünsche auf der Reise."
Nanami: "Gute Wünsche? Das hört sich so an, als wäre es perfekt für uns!"
Dankend nimmt Nanami dem Mädchen die Blume ab und auch Hitari bekommt ein Königstern.
Pearl: "Aber warum wünschst Du uns ausgerechtet Glück auf der Reise?"
Mädchen: "Ich habe euch gesehen, wie ihr durchs Stadttor kamt. Von Anfang an war ich von eurem Erscheinungsbild begeistert... Etwas fasziniert mich an euch, bestimmt, weil ihr nicht von hier seit!"
Hitari erschreckt bei dieser Aussage und wollte was sagen, da fährt das Mädchen fort: "Ihr kommt wohl aus dem Nordland, das Land hinter den Bergen?!"
Nanami war im Begriff etwas zu sagen, da mischt Pearl schon dazwischen: "Ja, aus dieser Region kommen sie und ich reite mit dort hin."
Mädchen: "Das ist aber schön. Na dann, Gute Reise! Auf Wiedersehen!"
Nanami und Hitari lassen ihre Pferde wieder lostraben.
Pearl: "Auf Wiedersehen, Kleines!"
Nanami: " Lebewohl!"
Hitari dreht sich nicht einmal um und hebt die Hand als lockeren Wink: "Adieu!"
Auf dem Weg zum Stadttor sehen die Drei wieder die alte Frau vom letzten Tag, die Neuankömmlingen ihre Schlangen verkaufen möchte. Der Torwächter, der die Drei kommen sieht, ruft laut: "Tor öffnen!!!", und mit schweren Knarren geht das Meterhohe Holztor auf und gewährt Austritt.
Pearl: "Dann wollen wir mal! Ab in die Berge!"
Mit einem freudigen: "Ja!!!" stimmen Hitari und Nanami ein und lassen mit großen Erwartungen die Caras hinter sich.

Die Zeit vergeht und das grasbewachsende Hügelland vermischt sich mit vereinzelten karggewachsenen Bäumen.
Pearl: "Ich möchte das ihr mit wachen Ohren und Augen durch diese Region reitet!"
Nanami: "Wieso? Singen die Vögel hier besonders schön?"
Pearl: "Nein!!! Hier laufen Monster rum, die gefährlich sind!"
Hitari: "Och nö! Ich kann das nicht!"
Pearl: "Was nicht?"
Hitari: "Mit Pfeil und Bogen umgehen. Ich hab noch nie eine Kampfwaffe benutzt, geschweige denn in Händen gehalten! "
Pearl: "WAS?!? Haltet sofort an!!"
Nanami zieht die Zügel stramm an und bevor Loss stehen bleibt, springt Pearl vom Pferd und läuft zurück in die Richtung, woher sie kommen.
Hitari steigt sofort ab und läuft ihr hinterher: "Was soll das jetzt?"
Ohne sich umzudrehen antwortet sie mit schroffen Ton: "Ich bin doch nicht lebendmüde und reise mit zwei Hilflosen durch das Land! Das ist ja so, als würde ich mit Steinen in den Taschen schwimmen gehen!", ruckartig dreht sie sich um und predigt weiter: "Ich kann nicht allein für die Sicherheit dreier Seelen sorgen... Ich habe eigentlich gehofft, das ihr wisst, wie man sich verteidigt."
Hitari: "Die einzigste Verteidigung, die wir kennen ist wegrennen!"
Endlich steigt auch Nanami von ihrem Pferd ab und kommt den beiden nachgelaufen: "Weist du wie aufgeschmissen wir waren, als uns Hiril sagte, das wir auf Gefahren stoßen werden?! Sie schlug uns vor, einen Lehrgang zu machen... Letzte Nacht hab ich dann mit meinem Schwert einen Stuhl kleingehackt, als ihr schon geschlafen habt. Denn Dreck hab ich dann durchs Fenster entsorgt."
Hitari: "Ach deshalb waren von zwei Stühlen letzte Nacht keiner mehr am nächsten Morgen da! Wenn ich das gewusst hätte, dass du dich auch an einem Holzstuhl versuchst, hätte ich ein Schrankregal genommen."
Pearl: "Ich glaub ich spinne! Habt ihr das Zimmer auseinandergenommen? Jetzt weis ich auch, woher der Holzspänehaufen am Eingang des Wirtshauses kam! Wenn der Wirt unser Zimmer kontrolliert hätte, würden wir hier jetzt nackt stehen... Der hätte uns ausgenommen wie eine Weihnachtsgans."
Nanami: "Was sollten wir machen, irgendwann muss man doch mit dem Lernen anfangen!"
Pearl: "Stimmt und weil ihr schon damit angefangen habt, werden wir das jetzt fortsetzen!"
Hitari: "Wie jetzt? Sollen wir mit Pfeil und Bogen in die Luft schießen oder stundenlang mit dem Riesenmesser, was wir mitführen, auf einen Stein schlagen, bis entweder der Stein sich zweiteilt oder das Schwert?"
Pearl: "Nein...! Ihr setzt euch hin und ich werde mir eine Lehrstrecke ausdenken, die ihr dann mit verschiedenen Waffen bestreiten müsst."
Mit diesem Vorschlag einverstanden, führen Nanami und Hitari ihre Pferde an einem Baum und lassen sich dort nieder. Pearl beginnt damit, Steine und große Äste zusammen zu tragen. Nach und nach nimmt die Umgebung Gestallt an. In der Zeit in der Pearl noch fleißig arbeitet, entspannen sich Hitari und Nanami, indem sie sich gegenseitig die Haare machen.
Dann ist es soweit. Pearl säubert zufrieden die Hände und kommt auf die beiden Hobbyfrisöse zu: "So...! Wir können anfangen!", dann bemerkt sie etwas: "Sagt mal, wie seht ihr den aus?"
Hitari: "Wir haben uns die Haare gemacht!"
Pearl: "Ja, das sehe ich auch, aber wie ihr sie gemacht habt! Habt ihr diese Frisur irgendwo abgeschaut?"
Nanami: "Na ja, schon. Gestern, als ich die Späne durchs Fenster entsorge, sah ich in den dunklen Gassen Elben lang laufen... Das sah aus, als würden sie schweben. Entschuldigung, bin von Thema abgekommen. Auf jeden Fall hatten sie solche Frisuren wie wir sie jetzt haben."
Pearl: "Kein Wunder, du hast Waldelben gesehen mit ihren typisch nach hinten gekämmten Deckhaar was in einem geflochtenen Zopf endet und an den Ohren entlang auch noch geflochtenes Haar... Ihr seit verrückt... Wenn euch jemand flüchtig sieht, legt er euch um, weil er denkt ihr seit Elben."
Hitari: "Na hör mal, nicht alle sind böse!"
Pearl: "Stimmt auch wieder! Aber..."
Nanami hat genug gehört und funkt dazwischen: "Können wir mit dem Lehrgang anfangen?! Ich möchte irgendwann noch weiter reiten."
Pearl: "Du hast Recht, also los!!"
Hitari wirft Gloss eine Blume zum fressen zu, welche sie fast die ganzen Zeit zwischen den Fingern rollte und steht dann mit Nanami auf und klopft sich den Staub ab. Pearl führt die Beiden an den ersten Übungsort: "Wie ihr seht, hängt an dem Baum dort drüben ein Bündel Äste. Ich möchte das ihr mit euren Bögen auf die Äste schießt und bitte auch trifft! Viel Erfolg."
Mit großen Schritten bringt sich Pearl außer Lebensgefahr und ruft aus einer sicheren Entfernung: "Ihr könnt anfangen!"
Noch etwas zurückhaltend klopft Hitari Nanami auf die Schulter: "Du