Fanfic: Dive in, into another World

Kapitel: 6.

>Ich war dem Himmel so nah... Selbst ein Engel sprach zu mir... Ich möchte zurück dort hin. Ich will nicht wieder in die Hölle zurück, dort wo Nanami tot am Boden lag.>

>Meine Augen... sie sind so schwer... Ah Nanami, ich war im Hades und du lagst neben mir... Sag mir, das es nur ein Traum gewesen war. Sag es, bitte... Ich wünscht, ich wäre dir nah... Bist du es Nanami? Dieses Wasserrauschen, kommt es von dir? Warte, ich werde die Augen öffnen, damit ich in dein lachenden Gesicht schauen kann, so wie früher bei mir daheim!... Jaaa. Ich sehe dich. Du musst ein Engel sein, Nanami. So schneeweiß und unschuldig... Lass mich dich umarmen. Ich mag deine Wärme spüren... Ah ja. Diese Wärme kann nur von einem Engel sein, Nanami<
„Leg dich hin... Du bist noch geschwächt.“
>Das ist nicht deine Stimme Nanami! Du bist es nicht.<
Ihr verschwommener Blick, der ihr Nanami vortäuschte, klart sich auf. Hitari will etwas sagen, doch ihre Stimme steckt ihr im Hals fest. Sie löst sich und stößt so gut es geht die Person weg, die sie zuvor in der Hoffnung, das es Nanami sein, umarmte. Ihre Kraft verlässt sie wieder und sie sinkt nach hinten. Sie bemerkt erst jetzt, das ihr rechter Arm kraftlos ist.
„Hab keine Angst. Ich und meiner Begleiter fanden dich, einen weiteren Menschen und einen Hobbit blutüberströmt zwischen toten Orks. Es war ein grauenhaftes Bild.“ Ein Elb rettete sie und die anderen Beiden. Sein Erscheinungsbild wirkt auf Hitari vollkommen. Langen weiß-blondes Haar. Blaue Augen die, wenn sie Hitari anschauen, so tiefblau wirken, das sie eine Pforte in die Unendlichkeit seien könnten.
>Nanami! Was ist mit Nanami!!<
Hitaris Lippen bewegen sich, als würde sie schwer atmen. Langsam merkt sie, wie ihre Stimme nach und nach wiederkommt und urplötzlich sprudelt es aus ihr heraus: „Nanami!! Wo ist Nanami?!“
„Nanami? Heißt die Sterbliche so?“
Hitari: „Ja Nanami! Wo ist sie? Geht es ihr gut??“
„Schhhh! Beruhige dich...“
Er konnte nicht einmal zu ende sprechen, da geht die Tür auf. Für Hitari kommt es so vor, als würde alles in Zeitraffer ablaufen. Langsam öffnet sich die hölzerne Tür, in einem strahlendweißen Hemd und das dann noch drei Nummern zu groß, kommt Nanami hoffend zur Tür herein. Als sie Hitari erblickt, sieht man es ihr an, dass ihr vor Erleichterung ein Stein von Herzen fällt: „Hitari...“
„Nanami!!!“
Freudig springt sie auf das Bett und umarmt erleichtert Hitari: „Es geht dir gut!“
Hitari: „Ich dachte, du wärst tot! Das letzte woran ich mich erinnere, war dein blutbesudeltes Gesicht! Ich bin so froh, das es dir gut geht...“
Nanami: „Na ja, das Blut stammt von einer Platzwunde am Kopf. Dann hab ich noch unzählige Schrammen und blaue Flecke, aber die sind ein Dreck gegen deinen Arm... Wie geht es deinen Arm?“
Hitari: „... Ich kann ihn nicht bewegen.“
Nanami: „Oh mein Gott!“
„Das geht vorüber! In ein paar Tagen müssten die ersten Gefühle zurückkehren, dann geht die Heilung schneller voran. Ach ihr kennt mich ja noch gar nicht! Mein Name ist Elulass.“
Hitari: „Elulass... Dein Name ist wunderschön...“
Nanami: „In ein paar Tagen? Aber wir müssen weiterreisen! Zu den Minen in den Bergen!“
Hitari: „Apropos Weiterreisen, was ist mit Pearl, dem Hobbitmädchen?“
„Dem Hobbit? Ihr geht es leider nicht so gut. Sie liegt in einem langen Schlaf, wann sie wieder aufwacht, ist ungewiss.“
Hitari: „Können wir zu ihr?“
Elulass: „Wartet, ich werde dein Arm binden, dann bring ich euch zu ihr.“
Er verlässt den Raum und lässt die Beiden bleiben allein zurück. Hitari genießt noch etwas von der Harmonie der Umgebung. Durch einem großen offenen Fensterbogen zwitschern Vögel und ein angenehmer, blumiger Duft weht ihr um die Nase. Plötzlich unterbricht Nanami die Ruhe: „Hast du dich eben selbst gesehen?“
Hitari: „Was willst du von mir?“, fragt sie verwundert.
Nanami: „Du hast ihn angegafft... Du warst ganz hin und weg, als er seinen Namen verriet.“
Hitari: „Hast du ihm je in die Augen geschaut? Wenn er dich anguckt, könntest du dich in ihnen verlieren.“
Nanami: „Du bist verliebt!“
Elulass noch nachschwärmend schupst Hitari Nanami vom Bett. Als Nanami unten ankommt stöhnt sie auf.
„Was macht ihr da?“
Hitari: „Elulass! Da bist du ja wieder!“
Er stützt Nanami unter die Arme: „Ist was passiert?“
Nanami: „Nein, nein! Hab nur das Gleichgewicht verloren. Kennst du eigentlich schon unsere Namen?“, neugierig setzt sie sich aufs Bett.
Elulass: „Nein, noch nicht, aber es würde mich freuen, wenn ich eure Namen verfahren dürfte.“
Nanami: „Also die Schwerverletzte neben mit, das ist Hitari und ich bin Nanami.“
Elulass: „Ha, ha, ha! Schwerverletzt ist sie nicht, nur leicht lädiert.“
Er bindet Hitaris Arm in ein Tuch, was den Arm angewinkelt hält, wie ein Dreieckstuch.: „So, jetzt könnt ihr zu Pearl.“
Nanami steigt von Bett und Hitari, die vom liegen schwach auf den Beinen ist, klettert vorsichtig hinaus. Elulass sorgt sich um Hitari und stützt sie.
Hitari: „Danke, es geht schon.“
Elulass und die Mädchen verlassen den Raum. Draußen begrüßt ein Balkongang um den Hof Hitari. An den Wänden ranken meerblaue Blüten empor und versprühen einen wohligen Duft. In der Mitte des Hofes steht ein Brunnen, an dessen großen Kristall in der Mitte, Wasser entlang rinnt.
Nanami: „Schön nicht wahr?“
Hitari: „Oh ja... wie in einem Traum. Selbst das Licht, das in den Hof fällt verstärkt den verträumten Flair.“
Elulass führt sie auf die anderer Seite des Hofes, gegenüber Hitaris Zimmer: „Hier ruht Pearl.“
Vor ihnen ist ein Torbogen, an den weißtransparente Tücher wehen. Nanami und Hitari durchschreiten die Pforte und erblicken eingebettet in einem Meer aus weißen Blüten Pearl. Elben in feinen Gewändern ziehen an den Beiden vorbei, als würden die Elben schweben. Das Weiß der Blumen und Pearls Kleidung erhellt den Raum
Hitari: „Oh mein Gott,“, „Auf Weiß sieht man doch alle Flecken!“ unterbricht sie Nanami, „es sieht aus, als wäre sie tot, wollte ich sagen, Nanami.“
Nanami: „Es kommt mir so vor, als würden wir schon im Himmel sein.“
Elulass: „Keine Sorge, sie schläft nur. Die weißen Blüten schützen sie vor schlechten Dingen, denen sie im Traum ausgeliefert ist, damit sie gesund aus dem Reich der Träume zurück kehrt.“
Nanami: „Sie liegt im Koma. Aber warum?“
Elulass: „Sie verlor zu viel Blut. Es sah anfangs nicht gut um sie aus. Doch ihr Wille war stark und anstatt ins Himmelreich einzukehren, fiel sie in einen tiefen Schlaf.“
Hitari: „Können wir denn gar nichts für sie tun?“
Elulass: „Nein, sie muss es allein schaffen... Ich werde euch nun allein lassen.“
Er geht. Nanami geht um die Blumen herum, an Pearls Seite und streichelt sie über die Wange: „Es tut uns so leid, hörst du!... Bitte, mach die Augen auf, damit ich weis, dass es dir gut geht...“
Hitari stellt sich neben Nanami: „So etwas, was uns dort draußen passiert ist, wird nie wieder vorkommen. Das schwöre ich dir! Ich werde trainieren, bis ich vor Erschöpfung nicht mehr stehen kann!“
Mit zielstrebigen Blick macht Hitari kehrt und lässt Nanami allein zurück: „Hitari! Wo willst du hin?!“
Vom Hof her hallt Hitaris Stimme: „Ich werde trainieren gehen!“
Kurz darauf schlägt eine Tür zu und es wird still im Hof.

„ELULASS!“, schalt es über den Hof: „ELULASS!!! Wo bist du??“
„Ich bin hier!“
er kommt hinter einen Torbogen am Brunnen hervor. Sein weiß-blondes Haar weht leicht im Wind und seine silberweiße Kleidung passt sich dem Hof an: „Du hast nach mir gerufen, Hitari?“
„Ja! Hast du Kampferfahrung?“
„Aber natürlich.“, lächelte er: „in den 2412 Jahren, die ich auf Erden wandle, hat man Kampferfahrung.“
Hitari: „Sehr gut!“, sie wirft ein Schwert nach unten, welches Elulass fängt: „Dann unterrichte mich im Kampf!... Ich habe Pearl geschworen, das so etwas nie wieder vorkommt, was uns passiert ist!“
Elulass: „Du möchtest von mir unterrichtet werden?“, Hitari nickt mit sicheren Blick: „Dann komm, ich werde dir alles beibringen was du wissen musst.“

Die Sonne, die hoch am Himmel steht, blendet von der Schneide in Hitaris Gesicht, welches sie betrachtend vor sich hält. Sie senkt ihr Schwert und schaut sich um. Auf der Waldlichtung, auf der sie steht, flitzt ein Hase durch das hohe Gras. Hitaris Haar wiegt sich im lauen Wind und sie atmet tief ein. Blitzschnell dreht sie sich um und blockt den Angriff von Elulass: „Du reagierst sehr gut, Hitari.“
„Danke.“
Er stellt sich vor ihr hin und Hitari fragt neugierig: „Fangen wir an?“
Elulass nickt und läuft auf sie zu: „Wehre mich ab, wenn du kannst!“
Ihre Schwerter prallen aufeinander, das es Hitari im Arm vibriert.
Elulass: „Sehr gut! Aber du musst dein Schwert sicherer halten. Sonst kann es passieren, dass das Schwert des Gegners dich doch noch verletzen könnte, wenn es abrutscht.“
Hitari: „Wenn ich meinen rechten Arm bewegen könnte, würde ich das Schwert auch sicherer halten! Aber trotzdem, ich werde es mir merken.“
Es geht weiter mit den Schwertkampf. Hitari ist voll konzentriert und schlägt so gut zu, wie sie sich verteidigt. Mitten im Kampf beginnt Elulass sie aus zu fragen: „Es sind nicht eure Waffen, die ihr mit euch führt, nicht