Fanfic: Shadows of the Past

Untertitel: You don't forget them

Kapitel: Alone

Shadows of the Past - You don’t forget them

Hi!
Mich gibt’s auch noch. Ein paar von euch kennen mich vielleicht noch. Ist schon lange her, dass ich was hab von mir hören lassen, aber meine letzte FF kam hier nich so gut an. Hab jetzt auf jeden fall ne neue angefangen. Vielleicht gefällt sie euch ja.

Kapitel 1: Alone

Regen.
Trübe blickte die junge Frau aus dem Fenster und beobachtete, wie die einzelnen Tropfen dagegen schlugen und dann langsam ihre Bahnen Richtung Fensterbrett zogen. Draußen wurde es langsam dunkel und man würde sicher schon den Mond erkennen können, wenn der Himmel nicht durch diese schwarze, undurchdringbare Wolkendecke verdeckt wäre.
Sie hasste den Regen, doch er spiegelte ihr trostloses und düsteres Inneres wieder. Zum lachen und fröhlich sein war ihr schon lange nicht mehr zumute. Und das seit damals. Seit damals, als Menschen, die sie geliebt und denen sie vertraut hatte, sie so tief verletzt hatten, wie man einen Menschen nur verletzen kann. Es war der schrecklichste Tage in ihrem Leben gewesen und seit dem fühlte sie sich nur noch total leer, hintergangen und einsam.
Einzelne Tränen fanden den Weg über ihre Wangen und ließen einzelne Strähnen ihrer orangenen Haare in ihrem Gesicht festkleben. Das Ganze war jetzt schon zwei Jahre her und doch fühlte sie immer noch die Traurigkeit, aber auch Wut, in sich hochsteigen, wenn sie daran zurückdachte.
Energisch wischte sie die Tränen weg, sie wollte nicht mehr weinen, sie hatte es satt, doch es gelang ihr nicht. Zu tief saß die Wunde, die ihr einst die Menschen, die sie bis zu diesem Zeitpunkt ihre besten Freunde genannt hatte, zugefügt hatten.
Eine Hand legte sich auf ihre Schulter und riss sie aus ihren trüben Gedanken. Erschrocken fuhr sie herum und erblickte eine etwas ältere Dame, die sie besorgt ansah.
„Kind, es bringt doch nichts, wenn du deiner Vergangenheit nach weinst. Was geschehen ist, ist geschehen, vorbei. Du kannst es doch auch nicht mehr ändern und musst vergessen können. Lach lieber endlich mal wieder. Das steht dir viel besser. Jamie macht sich auch schon Sorgen um dich.“
Die Frau fuhr ihr nun mit beiden Händen über die Wangen, um die Tränenspuren weg zu wischen. „Immerhin heiratet ihr in vier Wochen und da willst du doch wohl nicht mit solch verheulten Augen aufkreuzen?“
Verkrampft versuchte sie ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zwingen, was ihr auch so halbwegs gelang. „Ich weiß ja und ich werd’s versuchen.“ „Na geht doch. Ich bin jetzt eigentlich nur hergekommen, um dir eine Gute Nacht zu wünschen. Also schlaf gut.“ „Du auch. Und danke, Maria.“
Maria, die inzwischen schon wieder auf dem Weg zur Tür war, drehte sich nochmals um und lächelte. „Ach Nami, du sollst mich doch nicht immer bei meinem Vornamen nennen. Sag doch einfach Mama zu mir, immerhin bin ich bald deine Schwiegermutter.“ Und damit war sie aus dem Zimmer verschwunden. Nami schaute ihr noch nach und ging dann zu ihrem Bett, auf das sie sich einfach fallen ließ.
Sie musste vergessen können, wie sich das anhörte. Niemand verstand sie. Sie konnte das Ganze nicht vergessen. Sie wollte ja, aber sie konnte es einfach nicht. Die Bilder waren immer da, sie musste nur die Augen schließen. Sogar bei Nacht in ihren Träumen ließen sie sie nicht in Ruhe. Zu gut erinnerte sie sich noch an den Tag, an dem alles passiert war. Sie erinnerte sich noch an jedes kleinste Detail, ja sogar an jede einzelne Wörter, die gesprochen wurden und welche sich immer tiefer in ihr Herz geschnitten hatten.
Zusammengekauert drehte sie sich auf die Seite und verkrampfte die Hände in ihrem Kissen. Nasse Flecke bildeten sich darauf, von den neuen Tränen, die sich wieder in ihren Augen gesammelt hatten, über ihre Nase liefen und dann hinunter auf den weißen Stoff fielen.
Es waren aber nicht nur allein die Worte gewesen, die ihr damals so weh taten, sondern auch die Person, die diese Worte ausgesprochen hatte, die Person, die sie richtig geliebt hatte und von der sie geglaubt hatte, dass sie sie auch lieben würde. Doch das war alles nur eine dreckige Lüge gewesen! Alles! Jedes einzelne Wort, das er ihr in ihren Stunden zu zweit zärtlich ins Ohr geflüstert hatte, und jede einzelne seiner zärtlichen Berührungen, die ihr immer ein Gefühl von Nähe und Zuneigung gegeben haben, ein Gefühl, geliebt zu werden.
Leise Schluchzer entrannen Namis Kehle und die Tränen flossen nun unaufhörlich. Ja, sie hatte diesen verdammten Mistkerl wirklich von ganzem Herzen geliebt, doch er hatte ihr nur Schmerzen zugefügt. Schmerzen, die ihr Herz fast zum Zerreißen brachten. Dafür hasste sie ihn nun, ihn und „seine“ Freunde, die sie ebenfalls einfach alleine und im Stich gelassen hatten, sich nicht im geringsten darum scherten, wie’s mit ihr weitergehen sollte und was aus ihr werden würde. Sie hasste sie, hasste sie alle 5!
Doch auch wenn sie es nicht wahrhaben wollte, so war doch noch tief in ihrem Herzen ein kleiner Punkt, der ganz laut schrie: „Zorro, ich liebe dich! Komm zurück zu mir!“
Inzwischen war die Nacht ganz hereingebrochen und Nami fühlte, wie die Müdigkeit in ihr hochstieg. Ihre Kraft zum Weinen ließ langsam nach und noch bevor die letzten Tränen versiegt waren, fiel sie wie immer in einen sehr unruhigen Schlaf.

~ FLASHBACK ~

„Zorro, wo sind wir denn hier? Und vor allem, was wollen wir hier?“ Nami starrte auf Zorros Rücken, der in schnellen Schritten vor ihr her ging und sie immer weiter ins Innere der Insel führte, vor der sie geankert hatten.
„Hey, ich hab dich was gefragt. Würdest du mir vielleicht ’ne Antwort geben?“ Doch sie bekam keine. Stur, ohne auch nur einen Ton von sich zu geben, ging Zorro weiter. Nami wurde es langsam zu bunt. Hatte der Kerl etwa das Sprechen verlernt, oder was? Sie versuchte ihn einzuholen, doch seine Schritte waren etwas zu schnell für sie, sodass sie schon langsam nicht mehr mitkam. Wo wollte Zorro denn nur mit ihr hin? Vielleicht alleine sein? Aber das konnte er doch sagen. Da musste er doch nicht so geheimnisvoll tun.
Die beiden waren schon ziemlich weit in den Wald hineingelaufen, als Zorro plötzlich stehen blieb. Nami, die damit nicht gerechnet hatte, wäre fast auf ihn drauf gelaufen.
„Was wollen wir denn hier?“ Fragend schaute sie sich um. Überall nur Bäume und Büsche und weiter hinten sah man rote Dächer durchscheinen. Wohl ein Dorf. Aber ansonsten gab es nichts besonderes hier.
Sie blickte wieder auf Zorro, der immer noch ohne sich zu bewegen vor ihr stand. Langsam ging sie um ihn herum, um ihm endlich mal ins Gesicht zu sehen.
Zorros Kopf war gesenkt und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den sie nicht deuten konnte. Nami beschlich ein ungutes Gefühl. Hier stimmte was nicht. „Hey, alles in Ordnung?“ Als Zorro ihr wieder keine Antwort gab, verstärkte das ihre Vermutung. Hier stimmte wirklich eindeutig etwas nicht. Aber was hatte er denn nur? Warum sagte er denn nichts? Vorsichtig streckte sie die Hand aus und wollte sein Gesicht berühren, doch mit einem Ruck stieß er sie weg. Erschrocken über diese Reaktion ging Nami einen Schritt zurück.
Nun hob auch Zorro seinen Kopf wieder an und der Blick, der Nami traf, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren, so eiskalt war er.
„Verschwinde.“ Zorros Stimme war leise und doch hörte es sich für Nami durch die Stille um sie herum überdeutlich an. „Was....was ist denn los?“ „Ich sagte: Verschwinde.“ Seine Stimme wurde drohender, aber seine Tonlage blieb immer noch ruhig.
Erst jetzt realisierte Nami so richtig, was er da eigentlich gesagt hatte. „Aber....aber warum? Hab ich irgendwas gemacht?“ Sie suchte wieder seinen Blick, doch er war immer noch genauso kalt wie vorher. Jegliche Wärme, die sie immer darin gesehen hatte, wenn sie mit ihm alleine war, war daraus verschwunden und ihr sprühte der pure Hass entgegen. Angst kroch in ihr hoch und sie spürte, wie ihre Augen anfingen, zu brennen.
„Du willst wissen, warum?! Bist du so blöd?! Kannst du dir das denn nicht selber denken?! Wir haben keinen Bock mehr auf dich!!! Das ist es! Du hängst uns zum Hals raus! Andauernd müssen wir dir aus der Patsche helfen und krepieren dabei selber fast jedes mal, nur weil du nicht im Stande bist, dir mal deinen Arsch selber zu retten!! Das reicht uns langsam!! Wer Pirat sein will, muss sich selber verteidigen können und sich nicht dauernd irgendwo verkriechen und warten bis endlich jemand kommt und einen rettet!! Als Pirat muss man selber kämpfen können! Aber das kannst du ja nicht!! Das einzige was du kannst ist um Hilfe schreien!! Darin bist du gut und das ist auch wirklich das einzige!! Wir haben es satt!! Ab sofort gehörst du nicht mehr zu unserer Mannschaft!!“ Zorro war während er sprach immer lauter geworden und schrie zum Schluss richtig.
„Aber....aber....das meinst du doch nicht ernst.....das kann nicht dein Ernst sein.“ Namis Stimme zitterte und ihr Gesicht war nass von den Tränen, die ihr von jedem einzelnen Wort von Zorro immer mehr in die Augen gestiegen waren. Sie konnte nicht glauben, was sie da hörte.
„Und ob ich es ernst meine! Meinst du etwa, ich mache Witze?! Sieh dich doch mal an! Du flennst ja schon wieder!“ „Aber....aber....ich dachte....du....du liebst mich?“ „ICH DICH lieben?! Seh ich so aus?! Du warst nur mal ne nette Abwechslung, bis wir dich endlich losbekommen! Was will ich denn mit dir?! Du bist uns doch allen nur ein Klotz am Bein, unnötige Last, die wir nicht brauchen! Und jetzt sag ich es zum