Fanfic: Shadows of the Past

Untertitel: You don't forget them

Kapitel: Founded

Shadows of the Past - You don't forget them

Hi!
Sorry, dass ich euch wieder so lang hab warten lassen! Aber jetzt geht's endlich weiter!

Kapitel 9: Founded

Unwillkürlich spannten sich alle Muskeln in Namis Körper an. Wieso verlangte er denn jetzt so was von ihr? Sie konnte das nicht tun. Und sie wollte es auch nicht. Oder etwa doch?
Sie spürte immer noch seinen warmen Atem an ihrem Hals und das Kribbeln wollte einfach nicht nachlassen. Was sollte sie denn jetzt nur tun? Sie bekam einfach das Gefühl nicht los, dass es falsch war, auch wenn sie nicht wusste, warum.
Auf einmal spürte sie seine Lippen auf ihren und das Kribbeln wurde noch stärker. Unbemerkt schloss sie ihre Augen und genoss das Gefühl, als sie plötzlich wieder ein wohlbekanntes Gesicht vor ihren Augen sah: Zorro. Wieso musste sie immer an ihn denken? Doch als Jamie sich ihrem Hals zuwandte und diesen liebevoll küsste, bekam sie die Antwort auch schon. Es fühlte sich genau so an wie bei ihm. Zorro war auch immer so lieb und zärtlich zu ihr gewesen. Ihr Herz begann wieder fürchterlich zu schmerzen und sie hatte in diesem Moment nur einen Gedanken: Sie musste weg von hier.
Plötzlich wurde mit einem Schlag die Tür aufgerissen und Nami und Jamie fuhren vor Schreck auseinander. Nami nahm diese Gelegenheit schnell war und entfernte sich ein bisschen von ihm. Beider Blicke fielen zur Tür, in der Janina stand und mit großen Augen zu ihnen rüber schaute.
Als Jamie sah, dass es nur seine kleine Schwester war, wurde er leicht sauer. „Was willst du denn jetzt hier? Noch nie was von anklopfen gehört? Du störst.“ Doch anstatt ihm auf seine Fragen zu antworten, ging sie näher auf die beiden zu. „Was habt ihr denn da gerade gemacht?“ „Nichts und jetzt verschwinde!“ „Doch, du hast an ihrem Hals rumgeleckt (^^ Kinder! Obwohl ich, glaub ich, aus ner 10jährigen grad ne 6jährige oder so mach, kann das sein? Ich mein, mit 10 Jahren is man doch nich mehr so naiv, oder?). Ich hab’s gesehen.“ „Na und? Geht dich trotzdem nichts an! Und jetzt sag ich’s noch mal: verschwinde!“ „Ich will dich aber was fragen.“ „Das muss aber nicht jetzt sein!“ „Doch, weil ich’s jetzt wissen will!“ „Weißt du eigentlich, dass du ’ne kleine Nervensäge bist?!“ „Bin ich nicht! Du musst es mir ja nur sagen!“ „Was denn?!“ „Was passiert in einer Hochzeitsnacht?“ „Das Thema schon wieder! Du hast Dad doch gehört! Erst wenn du älter bist!“ „Ich find das aber gemein!“ „Das is mir doch egal! Du bist nun mal noch zu klein!“ „Bin ich nicht!“
Nami beobachtete die beiden Streithähne still und atmete innerlich erleichtert auf, dass die Kleine reingeplatzt war. Wer weiß, was sonst noch passiert wäre. Sie musste hier weg und da Jamie gerade anderweitig beschäftigt war, würde sie damit auch keine Probleme haben. Schnell rutschte sie an ihm vorbei auf die andere Seite des Bettes, stand auf und war kurz darauf auch schon draußen und die Treppen unten. Dort atmete sie noch mal erleichtert auf und dankte der Kleinen im Stillen für ihr Auftauchen. Sie wusste, dass sie sich lächerlich aufführte, denn immerhin war Jamie bald ihr Ehemann und sie würde nicht ewig so von ihm weglaufen können. Aber im Moment wollte sie ihn noch nicht so nah bei sich spüren, wenn sie dabei immer nur an Zorro denken musste. Irgendwann würde die Zeit schon noch kommen.
Aber jetzt brauchte sie erst mal eine gute Ausrede für ihr plötzliches Verschwinden. Und die kam auch prompt, als sie Jessicas und Lynns Stimme aus dem Wohnzimmer hörte.
„Hey ihr beiden! Los kommt, wir proben noch ein bisschen!“ rief sie den beiden zu, die sich sofort überrascht zu ihr umdrehten. „Wo kommst du denn auf einmal her? Warst du nich bei Jamie?“ fragte Lynn.
„Doch, aber der is grad mit Janina beschäftigt und da dachte ich, dass es bestimmt nich schaden würde, wenn wir noch ’ne Runde proben, bevor ich den beiden beim Streiten zusehen muss.“ „Die kleine Nervensäge. Aber von mir aus, haben ja grad auch nichts besseres zu tun.“ Jessica erhob sich vom Sofa, sowie Lynn auch, und beide folgten Nami in den Keller.

Als alle drei zwei Stunden später die Stufen wieder hinaufstiegen, wartete bereits Jamie an der Kellertür auf sie. Er hatte seine Arme vor der Brust verschränkt und sah nicht gerade erfreulich aus. Lynn und Jessica warfen sich einen Blick zu und drängten sich schnell an ihm vorbei. Nur Nami blieb vor ihm stehen, weil sie wusste, dass er höchstwahrscheinlich auf eine Erklärung von ihr wartete.
„Warum bist du abgehauen?“ „Ich hatte keine Lust euch beim Streiten zu zusehen und außerdem ist mir eingefallen, dass wir noch mal proben wollten. Immerhin haben wir nächste Woche ’nen Auftritt.“ Nami hoffte, dass er es ihr abkaufen würde.
„Das hättet ihr auch noch später tun können.“ Jamies Blick wurde wieder sanfter. „Wie lange willst du denn noch vor mir weglaufen?“ Er hatte sie also doch durchschaut. Mit einem Seufzer ließ sich Nami auf die Treppen nieder und zuckte mit den Schultern. Auch Jamie ließ daraufhin einen Seufzer hören und setzte sich neben sie. „Ich weiß echt nicht wovor du Angst hast. Ich versteh nämlich nicht, was die Geschehnisse in deiner Vergangenheit mit dem hier zu tun haben.“ Er hob ihren Kopf an, um ihr in die Augen sehen zu können.
„Das hab ich doch schon erklärt und mehr kann ich dir auch nicht sagen.“ Um ihm zu zeigen, dass sie das Gespräch beenden wollte, drückte sie ihm noch schnell einen Kuss auf den Mund und erhob sich dann. „Gib mir einfach noch Zeit.“
Resigniert seufzte Jamie ein weiteres Mal, nickte aber.

Ein paar Tage später war es so weit: der Tag des Stadtfestes und somit auch Namis Geburtstag standen vor der Tür.
Schon zum Frühstück wurde sie mit einer riesen Geburtstagstorte überrascht, obwohl ihr wie schon die beiden Jahre zuvor nicht wirklich zum Feiern zumute war. Aber um den anderen nicht ihre gute Laune zu verderben, setzte sie ein Lächeln auf und ließ die Glückwünsche über sich ergehen.

Am Nachmittag begab sich dann die ganze Familie in die Stadt und während Maria und Georg sich zu Freunden an den Tisch setzten, kümmerten sich Jessica, Lynn und Nami um die Vorbereitungen für ihren Auftritt.

Die drei bauten gerade zusammen mit Ben und Jamie die Musikanlagen auf, als der Bürgermeister zu ihnen auf die Bühne kam. „Ich muss mich noch bei euch bedanken, dass ihr hier heute auftreten werdet.“ „Das ist doch nicht der Rede wert. Machen wir doch gern.“ erwiderte Jessica, ohne von der Anlage aufzuschauen, die sie gerade mit den Mikrophonen verkabelte.
„Da gibt es allerdings noch was, was ich euch sagen muss. Und zwar hat das Fernsehen Wind davon bekommen und will jetzt euren Auftritt live senden.“
Die drei Frauen warfen sich einen Blick zu. Danach erhob sich Jessica von ihrer „Arbeit“ und ging auf den Bürgermeister zu. „Kein Problem. Wenn sie unbedingt wollen. Das gibt schön Werbung für uns und unser Konzert übernächste Woche.“ „Gut. Ich dachte mir auch schon, dass ihr nichts dagegen haben würdet, ich wollt’s euch nur zur Sicherheit mal sagen. Dann bis später.“ Der Bürgermeister verließ die Bühne wieder und die 5 konnten in Ruhe weiter arbeiten. Bis zu ihrem Auftritt war es nicht mehr lange und Nami spürte so langsam wieder ihre gewohnte Nervosität. Obwohl sie nun schon so oft vor Leuten auf der Bühne gestanden hatte, bekam sie davor immer noch Lampenfieber. Inzwischen hatte sie es aber wenigstens so weit unter Kontrolle, dass es nach dem ersten Lied verschwand und sie frei singen konnte.

Am Abend war es dann so weit. Nami zitterte leicht, als sie die Bühne hinaufging und ihr Magen verkrampfte sich etwas. ’Scheiß Lampenfieber.’ Sie holte noch einmal tief Luft. ’Also los.’
Die drei nickten sich noch einmal kurz zu, dann konnte es losgehen.
Nami nahm das Mikro in die Hand.

***
I can see
when you stay low nothing happends
does it feel right?

Late at night
things I thought I put behind me
haunt my mind

I just know theres no escape
now once it sets its eyes on you
but I wont run, have to stare it in the eye

Stand my ground, I won’t give in
no more denying, I got to face it
won’t close my eyes and hide the truth inside
if I not make it, someone else will stand my ground

Its all around
getting stronger, comming closer
into my world

I can feel
that its time for me to face it
can I take it?

Though this might just be the ending
of the life I held so dear
but I wont run, theres no turningback from here

Stand my ground, I won’t give in
no more denying, I got to face it
won’t close my eyes and hide the truth inside
if I not make it, someone else will stand my ground

All I know for sure is im trying
I will always stand my ground

Stand my ground, I won’t give in, I won’t give out
no more denying, I got to face it
won’t close my eyes and hide the truth inside
if I not make it, someone else will

Stand my ground, I wont give in
no more denying, I got to face it
won’t close my eyes and hide the truth inside
if I not make it, someone else will stand my ground.
***

Auf allen Inseln im East-Blue wurde der Auftritt der drei ausgestrahlt. Er lief in allen Fernsehern. Sogar die Fernseher, die als Ausstellungsstücke im Schaufenster der Elektrogeschäfte standen, waren alle auf den selben Kanal geschaltet. Nur noch ein paar vereinzelte Leute, meist Ältere, die sich nicht für diese Art von Musik interessierten, sah man auf den Straßen. Alle anderen saßen zu Hause. Nami, Jessica und Lynn waren so berühmt, dass sich niemand ihre Musik entgehen lassen wollte.
So bemerkte es auch keiner, wie ein kleines Boot im Hafen von Loguetown anlegte und ein schwarzhaariger Mann mit orangefarbigem Hut an Land ging. ’Endlich wieder im East-Blue. Heimat, du hast mich wieder. Lang ist’s her.’ Jetzt würde es nicht mehr