Fanfic: Shadows of the Past

Untertitel: You don't forget them

Kapitel: Why?

Shadows of the Past - You don't forget them

Hi!!
Da bin ich wieder! Und ohne lange Rede geht es auch gleich sofort weiter:

Kapitel 5: Why?

Warum wollte Nami so plötzlich heiraten? Und warum jemand fremdes? Sie hatte von diesem James noch nie gehört. Und vor allem, warum war sie nicht mehr auf der Flying Lamb? Diese Frage brannte Vivi total auf der Seele. Von Ruffy und den anderen hatte sie über die Marine ab und zu mal was gehört, sie waren also immer noch auf See. Warum dann Nami nicht mehr? Warum war sie nicht mehr bei ihnen? Was war da passiert? Hatten sie sich gestritten? Aber das taten sie ja öfters, deswegen würde Nami nicht gleich die Mannschaft verlassen. Da musste was anderes dahinter stecken. Nur was?
Alles Fragen, auf die sie keine Antwort fand, was sie innerlich noch unruhiger werden ließ.
„Gehst du hin?“ fragte Corsa plötzlich und holte sie so wieder aus ihren Gedanken zurück. „Was?“ „Gehst du zu dieser Hochzeit?“ “Mhm. Ich muss. Für mich gibt das alles keinen Sinn und ich will wissen warum. Mir schwirren so viele Fragen im Kopf rum und nur Nami kann sie mir beantworten.“ „Das denk ich mir. Ich weiß auch nicht, was ich dazu sagen soll. Als sie damals alle hier in Alabasta waren, haben sie so einen verbundenen Eindruck gemacht, wie wenn sie für immer zusammenbleiben würden.“ „Eben. Aber genau genommen sind sie ja noch zusammen, nur Nami ist nicht mehr bei ihnen. Und das ist ja grade das, was mich so verwirrt. Nami war immer diejenige gewesen, die alle Streitereien geschlichtet und wieder für Ruhe gesorgt hat. Warum ist dann ausgerechnet sie gegangen? Ich versteh’s einfach nicht!“ „Jetzt zerbrech dir nicht den Kopf darüber.“ Corsa zog Vivi noch etwas näher an sich ran, „Wenn du bei ihr bist wird sie dir schon alles erzählen.“ „Ja schon, aber ich hab so ein ungutes Gefühl. Diese Hochzeit....da stimmt doch was nich.“
Plötzlich ertönte Igarams Stimme hinter den beiden: „Prinzessin Vivi, Euer Vater wünscht Euch zu sprechen, wegen dem Besuch, der bald kommen wird.“
„Ich komme gleich. Sag ihm das.“
Während Igaram sich wieder in den Palast begab, löste sich Vivi von Corsa. „Mal sehen, was er jetzt schon wieder will. Seit sich der König der Nachbarinsel bei uns zu einem Besuch angemeldet hat, ist er total durchgeknallt.“ „Ich hab’s gesehen. Bei euch muss man ja aufpassen, dass man nicht von allen Seiten überrannt wird.“ „Was meinst du, warum ich mich hierher verzogen haben? Na ja, dann geh ich mal. Dann sag ich ihm gleich, dass ich wegfahre.“ „Gut, ich warte hier. Bis nachher.“ Corsa drückte Vivi einen Kuss auf die Stirn, die sich dann auf den Weg zu ihrem Vater machte. Hoffentlich konnte sie so schnell wie möglich zu Nami fahren. Auf den Besuch hatte sie eh keine Lust. Dieser ganze Aufruhr ging ihr jetzt schon auf die Nerven. Außerdem war ihr ihre Freundin wichtiger. ’Oh Nami, ich werd das Gefühl nicht los, dass du einen riesen Fehler begehst.’

Als Nami mit dem Frühstück fertig war verzog sie sich gleich wieder in ihr Zimmer. Lynn, Jess und sie hatten nachher mal wieder eine Gesangsprobe und sie wollte davor noch etwas Zeit für sich haben.
Mit einem Buch in der Hand schmiss sie sich auf ihr Bett, doch sie kam gerade mal auf die vierte Seite, als es an ihrer Tür klopfte. Etwas genervt seufzte sie auf. „Herein.“
Die Tür ging auf und Jamie trat ein. „Hey, alles in Ordnung? Du bist so schnell verschwunden.“ „Mir geht’s gut, alles bestens.“ „Wirklich? Meine Mutter hat mir das von dir gestern Abend erzählt.“ „Ach ja?“ Nami wandte ihren Blick ab. War ja klar, dass Maria Jamie davon erzählte. Wieso konnten sie sie nicht einfach mit dem Thema in Ruhe lassen?
„Fällt es dir denn immer noch so schwer, deine Vergangenheit vergessen zu können?“ Jamie schaute sie besorgt an, doch sie gab ihm keine Antwort. Also ging er langsam auf ihr Bett zu und setzte sich neben sie. „Du musst es einfach versuchen.“ „Was? Sie zu vergessen? Ihr habt ja alle keine Ahnung. Was glaubst du denn, was ich die ganze Zeit versuche? Natürlich will ich sie vergessen, aber es geht nicht. Was glaubst du denn, wie es dir gehen würde, wenn dich deine BESTEN Freunde so behandeln?“ „Ich weiß. Aber vielleicht kann ich dir ja helfen. Da gibt es nämlich etwas, über das ich schon seit ein paar Tagen mit dir reden wollte. Hör mal, da wir doch bald heiraten, meinst du nicht, es wäre langsam an der Zeit, dass du zu mir ziehst? In mein Zimmer? Dann bist du nicht mehr so alleine und ich kann dich von deinen Gedanken ablenken.“
Nami musste unbemerkt schwer schlucken. Er wollte also, dass sie zu ihm kam.....mit ihm in einem Bett schlief.....so wie sie einst mit..... „Nein!“ „Was?“ „Ich....sorry, aber ich....ich kann das noch nicht. Bitte versteh mich. Aber ich brauch einfach noch Zeit.“ „Hey, hey, alles ok.“ Jamie nahm sanft Namis Gesicht in seine Hände, so dass sie ihn anschauen musste. In ihren Augen glitzerten ein paar Tränen. „Ich versteh dich ja. Das war ja nur eine Frage. Wenn du noch Zeit brauchst, kriegst du die.“ „Danke.“ Nami versuchte sich ein Lächeln abzuringen. „Würdest du mich jetzt bitte wieder alleine lassen? Ich will noch ein bisschen meine Ruhe haben, bevor die Probe anfängt.“ „Natürlich. Dann bis später.“ Jamie stand auf und verließ ihr Zimmer. Doch auf dem Flur blieb er noch einmal stehen und schaute die geschlossene Türe an. Ihr Verhalten gerade hatte ihn etwas stutzig gemacht. Er hatte sie doch nur gefragt, ob sie nun endlich mal zu ihm ziehen würde, das war doch nichts schlimmes. Das war doch normal, wenn man heiratete. Irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass da mehr passiert war, als was sie ihm damals erzählt hatte. Nur warum verschwieg sie es?

Als Jamie ihr Zimmer verlassen hatte, konnte Nami die Tränen nicht mehr zurückhalten. Stumm liefen sie über ihre Wangen und tropften auf das Buch, das sie immer noch in den Händen hielt. Sie hatte Jamie angelogen. Sie glaubte ihm nicht, dass er sie verstand. Warum sollte er auch? Ihr war ja klar gewesen, dass er sie früher oder später fragen würde, immerhin teilte man sich als Paar nun mal ein Bett, aber sie konnte es nicht. Sie war einfach noch nicht so weit. Es würde sie erst recht die ganze Zeit an damals erinnern, als sie noch mit Zorro glücklich war. Er hatte auch immer bei ihr geschlafen. Nachts war die einzige Zeit gewesen, in der sie ungestört waren und mal Zeit für sich hatten. Und was noch schlimmer war, wenn sie erst mal bei Jamie schlief, dann würde er auch irgendwann mehr von ihr wollen, etwas, was sie ihm nicht geben konnte. Sie liebte ihn nicht und sie konnte nicht mit jemandem schlafen, den sie nicht liebte. Sie konnte sich nicht von Jamie berühren lassen, nicht, wenn es Zorro schon getan hatte..... zumindest noch nicht.

Vivi war sauer, sauer auf ihren Vater, sauer auf den bevorstehenden Besuch und sauer auf alle, die wegen eben diesem einen riesen Aufstand veranstalteten. Demzufolge war sie auch nicht gerade gut darauf zu sprechen, wenn sie jemand mit den Sätzen ansprach, wie „Welches Kleid wollt Ihr anziehen, Prinzessin? Ihr müsst hübsch aussehen.“ oder „Der König bringt seinen Sohn mit. Euer Vater würde sich freuen, wenn Ihr euch ein wenig um ihn kümmert.“ Jeden ließ sie einfach unbeachtet stehen und ging weiter in ihr Zimmer.
Corsa stand immer noch auf der Terrasse und betrachtete das Treiben vor dem Palast. Als sich Vivi wieder zu ihm begab, sah er ihr sofort an, dass sie verärgert war. „Was ist denn los? Schlechte Neuigkeiten?“ „Mein Vater will mich nicht gehen lassen. Zumindest jetzt nicht. Er ist der Meinung unser Gast ist wichtiger, zu Nami kann ich auch noch, wenn der wieder weg ist, vor allem wenn die Hochzeit erst in 4 Wochen ist. Da hätt ich ja noch genügend Zeit.“ „Dein Vater will halt wahrscheinlich ’nen guten Eindruck hinterlassen und wie sieht das denn aus, wenn die eigene Tochter zu so einem wichtigen Besuch nicht da ist.“ „Das könnt ich ja noch verstehen, aber was noch dazu kommt ist: Hast du schon gehört, dass der Kerl auch noch seinen Sohn mitbringt? Mein Vater will, dass ich mich um ihn kümmere, damit ihm nicht langweilig wird! Ich kenn ihn ja nicht mal und soll ihn dann auch noch ganze 5 Tage befürsorgen! Das ist das, was mich so sauer macht! Ich muss hier dringend weg und kann nicht, nur weil ich Königssohnsitterin spielen darf!“ „Hast du deinem Vater gesagt, dass das mit Nami wichtig ist?“ „Natürlich hab ich das, aber der hat ja nur noch diesen Besuch im Kopf.“ „Die 5 Tage wirst du schon rumkriegen. Und wenn du willst bleib ich auch die ganze Zeit bei dir und helf dir.“ „Au ja, bitte.“ Vivi lehnte sich an Corsa, der auch gleich seine Arme um sie legte und sie an sich drückte. „Sonst überleb ich das nicht. Kommst du eigentlich auch mit zu Nami?“ „Kann ich leider nicht. Ich muss meinem Vater mit seinen Tieren helfen. Alleine schafft er das nicht mehr, dafür ist er zu alt. Aber du musst dich auf jeden fall melden.“ „Mach ich. Sobald ich rausgefunden habe, was da los ist, schreib ich dir.“
In Corsas Armen beruhigte sich Vivi langsam wieder. Sie war zwar immer noch sauer auf ihren Vater, aber das ihr Freund ihr in der Zeit beistehen würde, erleichterte sie doch ungemein. Hoffentlich gingen diese 5 Tage schnell rum. Sie wollte unbedingt so schnell wie möglich zu Nami. Wenn sie nur daran dachte, dass sie noch eine ganze Woche warten musste, saß sie schon wie auf Hummeln. Denn sie hatte so ein Gefühl, dass ihr die Zeit davonrennen würde, je länger sie noch hier war. Und 4 Wochen waren nicht viel Zeit.

Fortsetzung folgt...

Bye,
Chichi_17