Fanfic: Shadows of the Past

Untertitel: You don't forget them

Kapitel: Visit

Shadows of the Past - You don't forget them

Hallöchen!!
Da bin ich wieder, noch pünktlich vor Weihnachten!! Danke für eure Kommis und auch dieses mal wieder viel Spaß beim lesen!!

Kapitel 6: Visit

Die Proben liefen wie immer ohne größere Probleme. Jessica hatte zwar zwischendrin einmal den falschen Ton getroffen, aber ansonsten saß alles richtig. So konnte der nächste Auftritt kommen.
Zufrieden verließ Nami den Kellerraum in dem sie immer probten und stieg zusammen mit den beiden Schwestern die Treppen zum Erdgeschoss hinauf. ’Jetzt erst mal ’n schönes heißes Bad.’ Genüsslich streckte sie sich, als ihnen auch schon Maria entgegenkam. „Hey, ich habe gute Neuigkeiten für euch drei. Der Bürgermeister hat mich grad angerufen. Nächste Woche ist doch dieses 2tägige Stadtfest und er hat mir gefragt ob ihr nicht am ersten Abend auftreten könnt. Sie wollen dafür auch Geld sammeln für das Waisenhaus.“ „Das wär dann am 3., oder? Dein Geburtstag Nami.“ meinte Lynn daraufhin an Nami gewandt. „Ich weiß, aber ich hab nichts dagegen. Ich will eh nicht feiern.“ „Ach was. Aber dagegen hab ich auch nichts. Deinen Geburtstag feiern wir eben dann noch hinterher.“ „Dann treten wir also auf? Gut. Die Kinder im Waisenhaus können das Geld bestimmt gut gebrauchen.“ auch Jessica war mit der Idee einverstanden.
„Na dann ruf ich dem Bürgermeister sofort zurück.“ Maria wollte schon wieder gehen, als ihr noch etwas einfiel: „Ach ja, bevor ich es vergesse, Nami. Georg und ich wollen einkaufen fahren und wir dachten, dass wir uns langsam mal nach einem Hochzeitskleid für dich umsehen sollten. Es wäre also gut, wenn du mitkommen könntest.“ „Jetzt? Ich wollt jetzt eigentlich baden gehen.“ „Das kannst du ja später auch noch. Das Kleid ist jetzt erst mal wichtiger. Also komm.“
’Mein schönes Bad.’ dachte Nami noch resigniert, folgte dann aber Maria.

Eine knappe halbe Stunde später standen Nami und Maria zusammen mit Jessica, Lynn und Janina in einer Edelboutique für Hochzeitsausstattung und ließen sich von der Verkäuferin zuquatschen, wie es Nami nannte. Ihre drei „Schwägerinnen“ konnten es sich natürlich nicht nehmen lassen, sie zu begleiten. Immerhin brauchte Nami doch jemanden, der sie richtig beraten konnte, Verkäuferin hin oder her.
Georg, Jamie und Ben waren derweil eine Straße weiter einen Smoking kaufen. Jamie wollte zwar beim Kleidkauf seiner zukünftigen Frau dabei sein, aber die Braut vor der Hochzeit im Kleid sehen brachte ja bekanntlich Unglück, also musste er notgedrungen noch warten.
Nami schaute sich etwas in der Boutique um, während ihre Gedanken immer weiter von dem Gerede der Verkäuferin abschweiften und sie zum Schluss gar nicht mehr zuhörte, bis ihr diese ein Kleid vor die Nase hob. „Probieren Sie das hier mal an.“ „Was? Oh, äh....ja.“
In der Umkleidekabine betrachtete Nami das Kleid genauer. Es war strahlendweiß, ganz lang und hatte keine Ärmel. Außerdem waren am Rocksaum und am Dekolletee Rüschen angebracht, die mit kleinen, weißen Perlen besetzt waren. ’Was das wohl kostet?’
Die umstehenden 5 Personen, einschließlich der Verkäuferin, staunten nicht schlecht, als Nami aus der Kabine kam. Besonders Janina bekam ganz große Augen. „Man! Du siehst wunderschön aus! So ein Kleid will ich später auch mal haben!“ „Danke. Was meint ihr?“ „Sie hat recht. Es steht dir wirklich ausgezeichnet, nicht Mum?“ meinte Jessica an ihre Mutter gewandt. „Mhm. Sitzt wie angegossen.“ „Ich würde trotzdem gerne noch ein paar andere anprobieren, wenn’s geht.“
„Aber natürlich.“ Die Verkäuferin suchte nach einem weiteren Kleid, welches ihrer Meinung nach Nami aufgrund von Figur und Größe stehen könnte und reichte ihr dann eines. „Immerhin wird das der schönste Tag in ihrem Leben und da sollen Sie doch das Kleid anziehen, welches Ihnen am besten gefällt.“ „Ja,.....der schönste Tag in meinem Leben.....“ murmelte Nami noch unverständlich vor sich hin und trat wieder in die Kabine.

Innerhalb der nächsten Stunde hatte Nami noch 6 weitere Kleider anprobiert. Es war einfach noch keines dabei gewesen, welches ihr wirklich zugesagt hatte. Und ihr verging langsam die Lust. Immer dieses elendige An- und Ausziehen, was bei Brautkleidern nämlich nicht gerade einfach war. Es dauerte ewig sich in so ein Kleid reinzuquetschen.
Und nun stand sie also zum achten mal in der Umkleidekabine und betrachtete das nächste Kleid, welches ihr die Verkäuferin in die Hand gedrückt hatte. Es war wie seine Vorgänger weiß, nicht ganz so lang, der Saum berührte noch ganz knapp den Boden, hatte Spaghettiträger und einen kleinen Ausschnitt. Außerdem waren am Rocksaum und am Ausschnitt kleine Rosen aufgestickt.
Als sich Nami in das Kleid hineingezwängt hatte, schaute sie erst mal selber an sich hinunter. Es sah wirklich schön aus und es saß einfach perfekt. „Das nehm ich!“ rief sie den anderen zu, bevor sie den Vorhang beiseite schob und auch ihnen das letzte Kleid präsentierte.
„Wird aber auch Zeit. Viele hättest du nämlich nicht mehr zur Auswahl gehabt.“ grinste Lynn, „Hast aber recht. Das ist wirklich das schönste von allen bis jetzt. Das würd ich auch nehmen.“ „Na ja, ich weiß nicht.“ meinte Maria grübelnd, „Mir persönlich hat das erste immer noch am besten gefallen. Aber wenn’s dir gefällt, Nami, dann ist das die Hauptsache.“ „Danke.“
Als Nami wieder in ihrer normalen Kleidung steckte und mit dem Gedanken endlich wieder heimzufahren die Kabine verließ, kam ihr auch schon wieder die Verkäuferin entgegen. „Weiter geht’s.“ „Wie jetzt? Sind wir immer noch nicht fertig?“ „Nein, natürlich nicht. Sie müssen sich noch entscheiden, ob sie lieber einen Schleier oder nur Haarschmuck wollen und Schuhe brauchen Sie dann auch noch.“
Innerlich seufzte Nami tief auf. ’Na dann bringen wir’s schnell hinter uns.’ „Also, ein Schleier gefällt mir nicht. Ich hätte eher gerne so was, mit dem man die Haare hochstecken kann.“ „Meinst du so was?“ Lynn reichte ihr eine Art Haarklammer, die mit Perlen und Schmuck besetzt war und die man auf hochgestecktem Haar anbrachte (sorry, kann das leider nich so gut erklären, genauso wenig wie die Kleider. Hab bestimmt schon zig Hochzeitskleider gesehen, aber weiß echt nich mehr, wie die alle genau aussahen -.-). „Ja genau so was. Das gefällt mir, das nehm ich. Und jetzt noch die Schuhe.“
Nach einer weiteren halben Stunde hatte sich Nami dann auch endlich für ein Paar Schuhe entschieden. Sie waren ganz schlicht, weiß und hatten einen kleinen Absatz. Diese Schuhe hatten ihr zwar schon gleich am Anfang gefallen, aber auf Marias Drängen, sie solle doch noch ein paar andere anprobieren, hatte sie das dann auch getan. Mit dem Ergebnis, dass ihr zum Schluss aber immer noch die ersten am besten gefallen hatten. An den anderen waren meistens irgendwelche Riemchen und Schnallen befestigt, was einfach nicht nach ihrem Geschmack war.
„So, dann hätten wir alles. Ich geh mal zahlen.“ Maria wollte sich schon zur Kasse begeben, als sie von Nami noch mal zurückgehalten wurde. „Geht das wirklich in Ordnung? Ich meine, das ist doch alles bestimmt schweineteuer. Ich fühl mich irgendwie nich wohl dabei, wenn du das alles bezahlen musst.“ „Ach Schätzchen, das macht doch wirklich nichts. Das mach ich gern.“ Maria lächelte, „Außerdem, unser Konto spürt das doch nich mal.“ „Danke.“ (Nami bedankt sich grad ziemlich oft, aber wer würde das nich, wenn er ne komplette Brautausstattung geschenkt bekommen würde?) Während Maria bezahlen ging, fiel Jessica plötzlich noch was ein: „Hey, wir haben doch noch nicht alles.“ Auf ihrem Gesicht machte sich ein breites Grinsen breit. „Das wichtigste fehlt doch noch.“ Nami schaute sie etwas verwundert an. Ihr gefiel dieses Grinsen irgendwie nicht. „Und das wäre?“ „Komm mit.“ Jessica zog Nami von ihrem Stuhl hoch, auf dem sie immer noch seit dem Schuhe anprobieren saß, und schleifte sie in den Nebenraum. Auch Lynn und Janina folgten den beiden.
„Und was soll ich hier?“ Nami schaute sich in dem Raum um: Unterwäscheabteilung.
„Na ja, du willst doch sicher auch unter deinem Kleid schön aussehen.“ Jessica legte Nami einen Arm um die Schulter. Auf ihrem Gesicht prangte immer noch ein riesen Grinsen. „Jamie würde das sicher gefallen.“ „Das glaub ich auch. Und denk doch mal nur an die Hochzeitsnacht.....“ Auch Lynn legte nun Nami einen Arm um die Schulter, allerdings von der anderen Seite, doch Nami befreite sich sofort von beiden und zwängte sich ebenfalls zu einem Grinsen. „Ha ha, wie witzig. Gehen wir.“ Nami verließ die Abteilung wieder und begab sich zu Maria, die schon am Ausgang auf ihre Kinder wartete. Das Wort ’Hochzeitsnacht’ hatte wieder ein komisches Gefühl in ihr ausgelöst und sie musste schlucken, um den sich dadurch gebildeten Klos in ihrem Hals wieder loszuwerden.
Die beiden Schwestern schauten sich aufgrund von Namis schnellem Abgang fragend an. Beiden war die selbe Frage ins Gesicht geschrieben: Was war denn da los?
Schulterzuckend gingen dann auch sie in Richtung Ausgang und Janina, die kein Wort von all dem verstanden hatte, was die drei großen da gesprochen hatten, sprang ihnen schnell hinterher.

Auf der Heimfahrt war es still im Auto (die ham n großes Auto, damit auch alle reinpassen). Einkaufen machte müde und so hing jeder seinen eigenen Gedanken nach.
„Was macht man in einer Hochzeitsnacht? Ich überleg das schon die ganze Zeit, aber ich komm nicht drauf.“ fragte Janina plötzlich in die Stille hinein (wissen Kinder das schon mit 10 Jahren? Ich sag jetzt einfach mal nein) und Nami, die schon kurz davor war einzuschlafen, war wieder hellwach. Schon wieder dieses Wort.
Jamie war rot angelaufen. „Äh... Warum willst du das denn wissen?“ „Weil Lynn es vorhin