Fanfic: Silver Millenium
Kapitel: Wiederkehr
Ich ergriff seine Hand und schaute ihn an. Er war bildschön. Ich lächelte. An seinen schönen Augen konnte ich erkennen, dass er eben erfahren hatte, wer er wirklich war. Er streckte seine andere Hand nach Serenity aus. Diese schaute verwundert. Sie erkannte ihn nicht. Kibó war bei unserem Vater aufgewachsen, als er ihn mitnahm, war Serenity gerade zwei Jahre alt. Unser Vater war ein Prinz der Erde. Mutter hatte ihn sehr geliebt, doch er hatte sich auf der Erde in eine andere verliebt und verließ den Mond. Anstatt in Trauer zu zerfließen kümmerte sie sich um uns.
Kibó schritt langsam auf Serenity zu und legte ihr ein rundes Medaillon in die Hand. Es war aus puren Gold und war mit vier Edelsteinen besetzt. Mittig trug es das Siegel der Mondfamilie mit einem rosanen Kristall der die Sonne symbolisierte. Sie öffnete es und ein weißer Lichtkegel erschien. Der Silberkristall. Sie fing vor Freunde an zu weinen, als die Strahlen ihre Stirn trafen und längst vergessene Bilder ihrer Kindheit und über Kibó wieder ins Gedächtnis zurückkamen. Sie fiel ihrem Bruder um den Hals.
Ich fühlte mich glücklich und geborgen. Endlich hatte ich meine Familie gefunden.
Ich schloss die Augen und die Welle der Wärme zog in mein Herz zurück. Meine Verwandlung als Prinzessin war wieder verschwunden und in mein Herz eingeschlossen. Meine Geschwister taten es mir nach. Unsere Wege trennten sich schon wenige Minuten später. Aber wir würden uns morgen am Hikawa - Tempel treffen. Serenity...nein Bunny.. hatte eine Überraschung für uns.
Es war gegen 10 Uhr morgens, des nächsten Tages, als ich die Augen aufschlug und sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durchs Zimmer suchten. Ich lag noch eine Weile so und lauschte den Geräuschen in meiner Wohnung. Es war still, bis auf das Sirren einer Stubenfliege, die sich hinter meinen Rollos verirrt hatte. Ich schlug die Bettdecke zurück und zog die Rollos hoch und lies die Fliege frei. Das golden Morgenlicht strömte ....flutete regelrecht in meine 4- Zimmer Wohnung. Es würde ein schöner Tag werden. Ich öffnete die Balkontür und stütze mich auf die Reling des Balkons und dachte an meinen Traum letzte Nacht.
Ich erinnerte mich immer mehr an mein vorheriges Leben als erste Prinzessin des Mondes. Es war ein angenehmes aber auch pflichtenreiches Leben gewesen. Mit 18 traf ich die Entscheidung, den Thron meiner Schwester zu überlassen um mit 2 Kriegerinnen, meinen besten Freundinnen, die Galaxie zu durchstreifen. Meine Mutter war überhaupt nicht mit meiner Entscheidung einverstanden. Trotzdem trat ich die Reise an und lies meine Mutter und Schwester zurück. In einer nicht weit entfernten Galaxie traf ich meinen zukünftigen Verlobten. Er war ein schöner junger Mann, dessen Ausstrahlung sofort mein Interesse erweckt hatte. Er war der Prinz des Kronos; Suiko. Seine Eltern waren sehr nett und höflich zu mir. Ich wusste zwar, das die Regenten des Mondes viel Ansehen wegen ihrer Macht hatten, aber ihre Ehrfurcht gegenüber mir, war mir schon unangenehm. Meine beiden Leibwächterinnen waren dem jungen Prinzen über abgeneigt. Ich konnte nicht auf sie hören und willigte in seinen Antrag ein. Das letzte woran ich mich erinnerte war, dass ich die Nachricht bekam, dass der Krieg ausgebrochen war. Ich flog schnellstmöglich zu meinem Heimatplaneten zurück, als ich in sah, gefror mir innerlich das Blut. Der Glanz war gewichen. Verwüstung überall. Von weiten sah ich meine Mutter auf einer Säule liegen, ich wollte laufen, stand jedoch unter Schock und im nächsten Augenblick spürte ich wie mich ein Energiewelle traf. Alles wurde dunkel und Schmerz blieb in meinem Herzen zurück. Mein letzter Gedanke galt Serenity und Kibó.
Ich erhob mich vom Geländer und schlenderte in die Küche und setzte Teewasser auf. Im Bad lies ich die Dusche an und machte mich fertig. Gegen Mittag kam ich zum vereinbarten Treffpunkt am Hikawa - Tempel an. Ich stand allein vor dem Schrein und läutete und klatschte zweimal in die Hände und sprach ein schnelles Gebet.
"Ah, da bist du ja!", hörte ich jemanden rufen. Es war Bunny. Ich wandte mich um und sah sie von 4 Mädchen umringt stehen. Wie ein Blitz schlugen die Erinnerung wieder ein. Es waren die Sailor Kriegerinnen. Ich besah jede genau und sie verneigten sich vor mir. Ich bat sie aufzustehen. "Das müßt ihr nicht, die Zeit des Silberjahrtausend ist vorbei!" Sie stellten sich nacheinander vor. Die schwarzhaarige war Sailor Mars als wiedergeborene Rei Hino. Sailor Merkur alias Amy Mizuno. Sailor Jupiter hieß hier Makoto Kino und Sailor Venus bekannt als Minako Aino. Sie alle waren hier. Ich war überglücklich, dass die Leibgarde meiner Schwester überlebt hatte. Wir setzen uns auf die Terrasse und genossen den Tee, der von einem lustigen kleinen Mann zubereitet wurde, als auch die herrlichen Sonnenstrahlen. Als Shinko eintraf trat schweigen ein. Ich wusste, dass die Mädchen ihn nicht kannten. Ich löste mich gerade aus seiner Umarmung als ich eine merkwürdig bekannte Stimme hörte und sah mich sofort zu ihr um. Da standen sie. Ich konnte es gar nicht glauben. Meine Leibgarde! Sie hatten sich kein bisschen verändert. Zwei schlanke junge Frauen standen mir unmittelbar gegenüber. Die eine ein wenig größer mit blonden kurzem Haar und grünblauen Augen die blitzen. Ihre Statur war schlank und langgliedrig. Allerdings zeigte ihr Bauch ein große Wölbung. Das Mädchen neben ihr, hatte langes türkisblaues Haar und ihre meeresblauen Augen schauten mich ungläubig an. Überglücklich rief ich ihre beiden Namen ,Neptun' und ,Uranus'. Ich ergriff ihrer beider Hände und hielt sie fest. Wir grinsten uns gegenseitig an, wir erinnerten uns an herrliche Abenteuer, die wir zusammen erlebt hatten.
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