Fanfic: Cold Sunshine
Kapitel: Northern Lights
Ich bin wieder da meine geschätzten Leser und Freunde.
Willkommen zum 2ten 2ten Kapitel dass nach dem 2ten Ende des ersten Kapitels ansetzt und erzählt wie es hätte geschehen können, alias die Beta Version oder Kapitel 2.2.1. Eigentlich wollte ich Cold Sunshine mit diesem Kapitel ja beenden, aber ich musste feststellen dass ich etwas vergessen habe. Es gibt noch eine weitere, eine dritte und endgültig letzte Möglichkeit das 2te Kapitel zu gestalten. Sollte ich es schreiben würde es Sakura heißen und ich werde es schreiben, wenn mir 8 Leute sagen, dass ich es tun soll.
Die Links dort unten linken zu Bildern die ich persönlich sehr aussagekräftig und eindrucksvoll fand und die einem vielleicht helfen Yugi in diesem Kapitel etwas besser zu verstehen. Ich kann wirklich jedem nur raten sich zuerst die Bilder anzusehen und dann zu lesen. (Es scheint leider nicht mehr zu funktionieren die bilder zu verlinken, daher empfehle ich einfach bei Google in der Bildersuche "northern lights" einzugeben, um sich Anschauungsmaterieal zu besorgen. Wie gesagt, ich finde es hilfreich!)
Dieses Kapitel ist MadeInHell gewidmet und zwar weil ich ihr wohl ein wenig Unrecht getan habe und sie ein anscheindend wirklich bewundernswerter Mensch ist. Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
Genug zum Vorwort, jetzt lest einfach!
Der Himmel schien in Flammen zu stehen. Das Firmament schillerte in leuchtenden Farben und warf einen bunt glänzenden Schimmer auf das strahlende Weiß des Schnees. Ein breites Band aus verwischenden Farben von unheimlicher Schönheit zog sich in immer anderen, schlängelnden Linien über den Himmel und legte einen zart pastellenen Farbhauch transparent über das goldene Glitzern der Sterne, die durch das dunkle Schwarz des Nachthimmels strahlten. Die schneebedeckten Tannenspitzen reflektierten das bunte Strahlen und vervollkommnten das Schauspiel der am Himmel tanzenden Schlangen zu perfekter Schönheit.
Tief unter diesem Flammentanz, der den Himmel mit seiner Pracht bedeckte lag die weite, schneeweiße Ebene, völlig unberührt und nur unterbrochen durch ein kleines Nadelwäldchen, in vollkommener Stille da, als wolle das Schweigen der Natur der feurigen Himmelspracht Ehrerbietung erweisen. Es herrschte vollkommenes Schweigen, nicht mal die Geräusche des nahe gelegenen Hotels drangen durch die Decke aus Stille, die die Landschaft einhüllte.
Yugi war absolut alleine hier draußen in der arktischen Kälte unter einem Himmel überzogen von atemberaubender Schönheit.
Seine Augen waren jedes Glanzes beraubt, ermattet unter den Qualen der letzten Wochen.
Es war eine sagenhaft dämliche Idee von seinen Freunden gewesen ihn ausgerechnet hier her in Urlaub zu schicken, damit er seine Schmerzen vergaß, wo doch hier ihn absolut alles an seine Einsamkeit erinnerte. Vor allem beim Anblick dieses Schauspiels spukte nur eines in Yugi Kopf herum: Warum bist du nicht hier?
Die Sehnsucht drohte ihn zu ertränken, riss ihn unerbittlich mit sich in die Tiefen aus Verzweiflung und Schmerz denen zu entkommen er längst aufgegeben hatte. Er hatte sich noch nie etwas so sehr gewünscht, wie jetzt, dass Atem zu ihm zurückkehrte, die Wunden schloss und ihm wieder sicheren Halt gab, doch er würde nicht kommen, nie mehr, er war tot und mit ihm war ein großer Teil Yugis gestorben.
Ein großes Stück seines blutenden Herzens war herausgerissen worden und Atem mit auf seinen Weg ins Reich der Toten gegeben worden, sodass nun noch ein enormes Loch in seiner Brust klaffte, was ihn immerzu quälend an seinen Verlust erinnerte. Die Wunde hatte sich in ein fauliges Geschwür verwandelt, welches nun alles dafür tat Yugi von innen heraus zu zerfaulen und das letzte lebende Gewebe in ihm zu modriger Fäulnis zu zersetzten.
„Ich vermisse dich so“, hauchte Yugi schwach wimmernd in die Dunkelheit der Polarnacht hinaus, „ warum bist du nicht bei mir? Ich würde alles geben, wenn du noch einmal zu mir zurückkommen würdest, aber du kommst nicht mehr, habe ich recht?“
Tränen liefen perlern an seinen von der Kälte geröteten Wangen herab und benetzten seine Lippen mit diesem feucht-salzigen Geschmack, an den er sich schon so sehr gewöhnt hatte, da er seit Tagen immer wieder in Tränen ausbrach. Alles an ihm tat so entsetzlich weh, er fühlte schwach und vollkommen hilflos, wusste nicht was er tun sollte. Immer wieder wurde er von seinen Gefühlen mitgerissen und in endlose Tiefen hinab getragen und egal wie sehr er sich wehrte und dagegen ankämpfte, letztendlich konnte er nichts dagegen tun und so ergab er sich der Verzweiflung und Trauer um das Wichtigste in seinem Leben und der eigene Lebenswille in Yugi erstarb.
Langsam sank er auf die Knie, die sofort einige Zentimeter tief in der eisigen Schneedecke einsackten und mit einer nass-kalten Schicht überzogen wurden. Aber wen kümmerte schon die Kälte, diese lächerlichen -15°C konnten mit der Kälte, die sich in Yugis Innerem eingenistet hatte sowieso nicht mithalten.
Er war allein, so schrecklich allein und das würde sich nie wieder ändern, selbst wenn er zurück nach Domino fliegen und dort seine Freunde wieder treffen würde, so würde er trotzdem einsam bleiben, denn nichts war vergleichbar mit der angenehmen Geborgenheit die er mit Atem zusammen verloren hatte.
Yugi war glücklich gewesen, zum ersten Mal wirklich glücklich, wie nie zuvor, auch wenn er in Atems Schatten gestanden hatte, so war es doch die schönste Zeit seines Lebens gewesen, als sein Geliebter noch bei ihm gewesen war und niemals konnte es wieder so werden, niemals wieder würde er dieses wunderschöne Gefühl in Atems Armen zu liegen spüren können, es war vorbei.
Er schloss die Augen und versuchte sich zu erinnern, an die Wärme und Geborgenheit die er verspürt hatte, an all das Gute das Atem ihm gebracht hatte, daran wie glücklich er gewesen war. Doch sobald er die Augen wieder öffnete verschwand das schöne Gefühl wieder in einem Sturzbach der Einsamkeit und es schmerzte noch schlimmer als zuvor. Lange würde er die Sehnsucht nicht mehr ertragen können, er würde unter den Qualen zusammenbrechen, das wusste er, doch die Frage war lediglich ob er schlicht und ergreifend wahnsinnig werden würde oder einfach nur starb.
Er wollte sterben.
Genau wie Atem. Wenn er genau wie Atem starb, würde er ihn dann vielleicht wieder sehen oder nicht, aber selbst wenn er ihn nicht wieder sehen würde so hätte alles dennoch ein Ende und das Leiden wäre endgültig vorbei. Er würde Frieden spüren können, würde nicht mehr denken, nicht mehr fühlen müssen. Es wäre vorbei, endlich vorbei! Er konnte einfach hier und jetzt in ewigen Schlaf versinken, aus dem er nicht mehr aufwachen musste, so wie er es sich immerzu gewünscht hatte. Der Gedanke war so süß und verlockend, wie nichts mehr, seit Atem fort gegangen war. Ja genau, er würde es beenden, würde sich selbst von seinem Leiden befreien und nicht länger darauf warten, dass ein anderer dies für ihn tat oder es von selbst geschah. Es würde hier und jetzt enden.
Yugi ließ sich in den Schnee fallen, der sich, ihn sanft umarmend und in Empfang nehmend, an seinen Körper schmiegte, und schloss die Augen, um nun endlich einzuschlafen.
Ja er ist tot/nein sie ham ihn gefunden und gerettet. Sucht es euch einfach aus.
Ach ja vllt hats ja wer gemerkt (was ich nicht glaube)
I wish you were here tonight with me to see the northern lights
I wish you were here tonight with me
I wish I could have you by my side tonight when the sky ist burning
I wish I could have you by my side
Cause I've been down and I've been crawling
Won't back down no more
(Ich liebe dieses Lied *schmacht/schmelz*)