Fanfic: Cold Sunshine

Kapitel: A new Day

Tachchen!

Ich schreib mal wieder weiter... weil ichs eh nicht lassen kann.

A new Day ist eine von 2 Varianten des 2ten Kapitels, alias die Alpha-Version oder Kapitel 2.1.1.

Schließlich geht es logischerweise anders weiter wenn etwas geschieht oder nicht.

Dieses 2te Kapi ist die fortführung des ersten Endes. Das 2te Kapi zum 2ten Ending wird nachgereicht. Kleines Preview es wird Northern Lights heissen.

Das hier kommt etwas verkrüppelt aber ich widme es trotzdem xXxRinxXx weil sie so tapfer für mich da war.

Es ist etwas arg kurz geraten aber was soll man machen?

Yugi s Blick war aus dem Fenster gerichtet. Der Himmel war tiefschwarz wie eine Decke dunklen Samtes, die sich über das Firmament gelegt hatte um das Licht zu stehlen, jedoch gescheitert war, denn tausende, glänzende Sterne funkelten auf die Stadt herab und tauchten die Dächer der verdunkelten Häuser in einen blassgelben Schimmer. Die Laternen und Lichter die an den Straßen entlang leuchteten, zerstörten das Bild von unendlicher Ruhe, das diese Nacht ausgestrahlt hätte. Vollkommene Stille herrschte, nicht einmal das Geräusch der sonst auch nachts fahrenden Autos durchbrach das Schweigen, in das die finstere Samtdecke die Stadt gehüllt hatte. Ein kühler Wind strich durch das geöffnete Dachfenster über Yugis Wangen und trocknete seine letzten Tränen, die er noch vor wenigen Minuten in die finstere Nacht geweint hatte. Im Hintergrund lief leise Musik, ein sanftes Plätschern, dass lediglich dazu diente, dass Yugi sich nicht vollkommen alleine und verlassen vorkam. Doch das tat er, auch wenn er wusste, dass seine Mutter und sein Großvater nur wenige Zimmer weiter schliefen, dass sie da waren, doch etwas fehlte. Diese angenehme, beruhigende Präsenz einer geliebten Person, die vor geraumer Zeit aus seinem Leben getreten war und auch niemals wieder dorthin zurückkehren würde. Unwillkürlich musste Yugi lächeln, bei dem Gedanken an das was Atem ihm zu letzt gesagt hatte: Er solle seine Tränen nicht zeigen. „Ich schaff ’s nicht“, hauchte Yugi schwach in die Nacht hinaus, „ ich schaff es einfach nicht! Ob du mir verzeihen kannst?“ Natürlich hätte er ihm verziehen, Atem hätte ihm alles verziehen, egal was es war, er hatte ihm schließlich sogar verziehen, dass Yugi sich seinen Tod gewünscht hatte. Doch egal, wie einsam er war und wie sehr sein Herz schmerzte, er war froh dass Atem fort war und nicht wieder zurückkehren konnte, denn hätte es eine Möglichkeit gegeben so hätte Yugi alles getan um ihn zu sich zu holen und alles wäre umsonst gewesen. Doch es war richtig, dass Atem nun schlief und nicht mehr bei ihm war, auch wenn es fürchterlich wehtat. Ein großes und wichtiges Stück seiner selbst war aus Yugi herausgerissen worden und es würde nun erst einmal dauern, bis die Wunde verheilte, doch sie würde heilen, das spürte Yugi. Eines Tages würde er wieder gesund sein und an sein anderes Ich denken können, ohne dass ihm das Herz vor Qual zu zerspringen drohte, doch in diesem Augenblick tat es weh. Es war auch besser so, damit Yugi wusste dass er selbst noch am Leben war und etwas Kostbares verloren hatte, doch er würde nicht aufgeben. Für seinen geliebten Atem würde er niemals aufgeben, damit er sich nicht auch noch Vorwürfe machen musste, dass alles was Atem für ihn getan hatte um sonst gewesen war. Außerdem, was gab ihm das Recht sich derartig selbst zu bemitleiden, schließlich war er nicht der einzige dessen Liebe einmal enttäuscht wurde. Es gab viele Menschen die einen Geliebten hatten sterben sehen und auch sie mussten weiter leben, so wie Yugi, weiter leben, damit der Geist und die Wünsche der verstorbenen Person noch in Erfüllung gehen konnten. Yugis Blick richtete sich wieder auf die funkelnden Sterne am Firmament. Die alten Ägypten hatten daran geglaubt, dass ein Teil ihrer Seele nach dem Tod zu den Sternen auffuhr, also war etwas von Atem auch dort oben, so wie etwas von ihm in Yugi weiter bestand. Er streckte die Hände aus, hielt sich am Fensterrahmen fest und kletterte auf den Schreibtisch, sodass sein Oberkörper aus dem Fester ragte und die kühle Nachtluft über seinen Schlafanzug strich. „Atem?“, sprach er klar und deutlich in die Nacht hinaus, „ Atem hörst du mich? Du bist da oben, das weiß ich und ich wollte dir etwas sagen! Ich werde nicht aufgeben, mein Liebster! Ich werde stark sein, wie du und ich werde durchhalten und ich liebe dich! Leb wohl Atem, ich werde dich niemals vergessen!“

Am Horizont färbte sich das undurchdringliche schwarz langsam graublau und man konnte die ersten Strahlen der Sonne erahnen, die den neuen Tag brachte.

ENDE