Fanfic: Das Leben fängt noch einmal an (6. Kapitel)

Kapitel: Kapitel 6

So... Hat zwar ewigkeiten gedauert, aber hier ist das 6. Kapitel.

Trunks zog an meiner Hand.
„Los komm schon!“
Ich ließ mich von ihm bis ins Wohnzimmer zerren, wo Bulma auf dem Sessel saß, und irgendeine Zeitschrift laß. Sie bemerkte Trunks und mich erst nicht, und ich traute mich noch nicht einmal so etwas zu sagen wie: Hallo Mama, oder: Ich habe dich vermisst. Gar nichts sagte ich zu ihr, ich traute mich einfach nicht. Anders als Trunks.
„Hey Mama! Guck mal, Bra ist aufgewacht!“
Sie blickte von der Zeitschrift ab und zu mir hinüber. Etwas verunsichert stand ich da und brachte immer noch kein Wort raus. Bulma ließ die Zeitschrift fallen und fing an zu weinen.
Sie stand auf und kam zu mir. Jeden Schritt den sie näher kam, bekam ich irgendwie eine gewisse Furcht. Was jetzt wohl passiert?
Doch anstatt einer Ohrfeige wie ich es erwartet hatte, umarmte sie mich.
„Ich bin froh das du wieder da bist...“
Sie ließ mich los und ich starrte noch etwas verwundert in ihr glückliches Gesicht.
Sie hatten mich also doch vermisst...
Alles Schlechte was ich über meine Familie gedacht hatte war wie verflogen. Scheinbar war sie doch nicht so hartherzig wie ich immer dachte. Hatte ich mich vielleicht geirrt? Sollte vielleicht alles was ich über sie gedacht habe falsch sein? Das konnte ich nicht sagen, ich war total verwirrt. Anstatt jetzt irgend etwas nettes zu meiner Mutter zu sagen, meinte ich nur:
„Tut mir leid... Ich möchte ein bisschen alleine sein...“
Ich ging an Trunks und Bulma vorbei, die mir verwundert hinterher blickten, in mein Zimmer zurück. Als die Tür dann zu war und ich alleine im Raum stand, konnte ich meine Gedanken erst mal wieder ordnen.
Ich habe von meiner Mutter immer gedacht das sie mich hassen würde und mich nie vermissen würde. Doch jetzt?
Hatte sie mich doch lieb? Hatte sie mich doch vermisst? Hatte ich mich in ihr getäuscht? Und Vegeta? Was ist mit ihm? Sollte es bei ihm genauso sein?
Erst fühlte ich mich total selbstsicher und dann bekam ich Zweifel...
Meine Hände zitterten. Was passiert mit mir?
Sollte ich mich in allem geirrt haben? Sollte ich mir was vorgelogen haben? Die ganze Zeit?
All die Jahre?
Ich wusste nichts mehr, ich verstand es einfach nicht. Was war nur los?
Vielleicht sollte ich es nie verstehen...
Ich ging zu meinem Bett und ließ mich drauf fallen. Erst lag ich einfach nur da, doch dann sah ich mich wieder um. Erst jetzt bemerkte ich einen weißen Briefumschlag auf meinem Nachttisch. Ich nahm den Brief und öffnete ihn. Wer schreibt mir denn?
Ich begann zu lesen...

Hi Bra!

Ich hoffe bei dir ist alles klar. Ich hatte die ganze Zeit Angst um dich, doch weil du nicht aufgewacht bist und ich schließlich nach Hause musste, schreibe ich dir diesen Brief. Eigentlich wollte ich bei dir bleiben und dir helfen die wieder einzuleben und vor allem wollte ich dir wegen Vegeta helfen.
Doch meine Mutter hätte einen Ausraster bekommen wenn ich nicht nach Hause gekommen wäre. Du weißt ja wie sie ist. Nun ja, ich hoffe nur das bei dir alles klar gegangen ist. Falls du Probleme hast ruf mich einfach an.

Son-Gochi

PS: Ich bin echt froh das du wieder da bist!

Ach Son-Gochi. Ich wünschte ich könnte ihr sagen wie dankbar ich bin.
Vielen Dank für alles...
Was hätte ich bloß ohne sie getan? Sie war immer so nett zu mir, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte das ich es nicht verdiene.
Ich legte den Brief zurück auf den Nachttisch. Jetzt ging es mir etwas besser. Wenn auch nicht viel, immer noch besser als gar nichts. Wenn man das alles so hört, könnte man denken das ich überhaupt keine Sorgen hätte. Es schien wirklich so, aber ich habe meinen Vater auch noch nicht getroffen. Und von mir aus muss ich das auch nicht.
Er mir eh nur Trauer und ließ mich dann mit meinen Tränen allein. Wie ich ihn doch hasse.
So jemand wie er hat es nicht verdient geliebt zu werden.
Ich verstehe bis heute nicht warum er und Bulma zusammen kamen. Aber es war mir auch egal. Sie haben mich zur Welt gebracht und mich dann immer allein gelassen.
Das werde ich ihnen nie verzeihen...

Ich dachte noch einmal genau nach wie Bulma reagiert hatte hatte als sie mich wiedersah.
Sie weinte, wegen mir. Aber warum bloß?
Ich war doch fest davon überzeugt das sie mich hasst und mich nie vermissen würde. Ich dachte noch einmal genau nach und dann traf es mich wie der Schlag. Sie hat geweint und mich umarmt, doch was habe ich gemacht? Habe ich geweint und sie in den Arm genommen wie Trunks? Nein, das alles habe ich nicht getan. Ich weiß nicht warum, aber als Bulma mich in den Arm nahm, fühlte ich nichts. Keine Freude, kein Glück, ich fühlte gar nichts...
Das kann nur eins bedeuten, irgendetwas war da zwischen uns. Ich erinnere mich jetzt erst wieder an den ganzen Streit den wir all die Jahre hatten. Das wird es sein. Ich kann sie nicht in die Arme schließen und auch nicht in mein Herz, weil sie mir nie wirklich gezeigt hat das sie mich liebt. Das hatte sie nie gemacht.
Ich war immer alleine...