Fanfic: Ein tripp in die Altewelt

Kapitel: Die Wege trennen sich

Hi, Leute! ^^
Hier ist nun das 7. Kapitel. Ich erspare mir aber diesmal lange Vorreden, weil ich am Ende noch meinen Senf dazugebe. XD
Jetzt wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß beim Lesen! ^-^
Ach ja! Und lasst euch bitte nicht von der Kapitelüberschrift abschrecken. ^^'

7. Kapitel: Die Wege trennen sich

"Sie an! Du hast also endlich hergefunden, Inu Yasha.", sagte Sesshoumaru mit kühler Stimme und einem ebenso kühlen Blick auf seinen jüngeren Halbbruder. Dieser war sichtlich angefressen, schon allein wegen dieser Bemerkung. "Halt deine Schnauze!", erwiderte Inu Yasha schroff und deutete mit Tessaiga auf seinen Gegenüber. "Ich habe endgültig die genug von dir! Eigentlich hätte ich mir ja auch gleich denken können, dass du Kimie entführt hast! Wobei es mich aber sehr wundert, dass du sie nicht gleich erledigt hast. Hattest wohl keine Lust, dir diesmal die Finger schmutzig zu machen, was?!"
Kimie horchte auf. Das stimmte so eigentlich nicht, immerhin war sie ja freiwillig mit Sesshoumaru mitgegangen. Allerdings wusste sie nicht, wie sie das den anderen hätte erklären können, ohne das es allzu dämlich klang. Dem Anschein nach würde wohl keiner von ihnen frewillig mit Sesshoumaru irgendwo hingehen oder gar bei ihm bleiben, wie sie es getan hatte. Zwar noch reichlich verunsichert, aber mit dem Wunsch, diese Sache aufzuklären, wandte sich Kimie an Inu Yasha: "Warte, Inu Yasha! Das ist alles ein Missver...!" Doch der Hanyou hörte ihr gar nicht zu, denn jetzt sprang er geradewegs auf seinen Halbbruder zu. Dieser wich dem ersten Schlag mit Tessaiga gekonnt aus und zog dann seinerseits sein Schwert Toukijin.
"Wie immer. Du fuchtelst mit Tessaiga nur wahllos in der Gegend herum.", sagte Sesshoumaru herablassend. Wütend funkelte Inu Yasha ihn an.
"Ich sagte: Halt deine Schnauze! Ich werde dir schon noch zeigen, wer hier der Stärkere ist!"
Und damit griff er erneut an. Diesmal prallten die Klingen der Schwerter laut aufeinander.
Die anderen beobachteten den Kampf verunsichert und aus sicherer Entfernung. Keiner wusste, wie diese Sache enden würde. Kimie sah dem Zweikampf mit gemischten Gefühlen zu. Zwar wollte sie den anderen noch immer gerne erklären, dass die ganze Situation nicht so war, wie sie wohl dachten, doch bezweifelte sie, dass das irgendwas geändert hätte. Dem Anschein nach gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Inu Yasha und Sesshoumaru, wie sie auch bei ihrer Ankunft am Fluss feststellen konnte, und daran hätte sie auch nichts ändern können.
Sesshoumaru wehrte gerade einen erneuten Angriff von Inu Yasha ab und schlug ihn für eine kurzen Moment zurück. "Inu Yasha, du brauchst wirklich noch sehr viel Übung. So wirst du mich niemals schlagen.", meinte der Youkai selbstsicher.
"Du bist ja heute ein richtiger Klugscheißer, du Volltrottel!", knurrte der Hanyou wütend.
"Und du bist ein wertloses Halbblut!", erwiderte Sesshoumaru kalt. Inu Yasha hätte platzen können. Dieses Rumgelaber seines älteren Halbbruders ging ihm nun wirklich nur noch auf die Nerven und machte ihn stinkwütend. Zu gerne würde er dieses Großmaul zum Schweigen bringen, doch das dürfte ein schwieriges Unterfangen werden. Sesshoumaru wiederum wirkte wie die Ruhe selbst. Man konnte ihm überhaupt nicht ansehen, was er gerade dachte oder wie er die Situation betrachtete.
Kimie hatte sich dieses Wortgefecht, ebenso wie die anderen, mit angehört, und zog nun doch skeptisch eine Augenbraue hoch. Irgendwie kam ihr dieser Streit für einen kurzen Moment wie ein typischer Konflikt unter übelgelaunten Geschwistern vor, wenn man von dem Einsatz der Schwerter absah.
Mit ironischem Unteron murmelte Shippo nun: "Geschwisterliebe ist doch wirklich was schönes..."
Miroku legte sich nachdenklich eine Hand ans Kinn. "Man kann sagen, was man will. Auch, wenn Sesshoumaru vielleicht im Kampf geschickter erscheint und seine letzte Bemerkung wirklich als Volltreffer zu werten ist, so ist doch wohl Inu Yasha verbal der überlegene Part."
"Das habe ich gehört, Miroku!", kam es von Inu Yasha zurück und er hob drohend sein Schwert in die Höhe. "Warte, bis ich mit Sesshoumaru fertig bin, danach kommst du nämlich dran!"
"Vielleicht würde es deiner Konzentration helfen, wenn du nicht gleich alles so ernst nehmen würdest, Inu Yasha!", erwiderte der Mönch mit schlichtender Absicht, goss somit aber wohl nur noch mehr Öl ins Feuer. Inu Yasha machte eine wegwerfende Handbewegung in Mirokus Richtung. "Ach, halt die Klappe!" Damit wandte er sich wieder Sesshoumaru zu. Tessaiga angriffsbereit in der Hand haltend, startete der Hanyou sogleich den nächsten Angriff, wurde aber erneut von seinem älteren Halbbruder abgewehrt. Bevor Inu Yasha den verpatzen Versuch wiederholen konnte, wich Sesshoumaru aus und sprang mit einem Satz mehrere Meter davon.
"Für heute bin ich es leid, mit dir zu kämpfen, Inu Yasha.", sagte der Youkai kühl und nickte in Kimies Richtung. "Nimm das Mädchen mit und lass es gut sein."
Inu Yasha glaubte zuerst, sich gründlich verhört zu haben. Seine Ohren zuckten eigenartig, als ob er sich das eben Gesagte erst noch einmal vergegenwärtigen müsste. "Ich hab mich wohl verhört!?", rief er seinem Halbbruder ungläubig zu und wirkte auch nicht wirklich begeistert. "Seit wann bist du denn so feige?"
"Mit Feigheit hat das absolut nichts zu tun.", erwiderte Sesshoumaru ruhig und steckte anschließend Toukijin wieder ein. Jetzt kam sich Inu Yasha wohl erst recht gründlich veralbert vor. Er vermutete schon, das wäre nur eine neue Finte seines Halbbruders, wobei dies aber absolut nicht dessen Stil gewesen wäre.
Auch Kagome und die anderen wussten scheinbar nicht wirklich, was sie von der ganzen Sache halten sollten. Verunsichert tauschten sie ihre Blicke untereinander aus. Kimie hingegen riskierte nun einen zaghaften Blick zu Sesshoumaru. Was er eben gesagt hatte, hieß ja wohl im Klartext, dass sie jetzt wohl wieder gehen konnte. Das hätte sie zwar auch schon vorher jederzeit tun können, denn immerhin hatte er ihr die freie Wahl gelassen. Aber irgendwie schien es für sie mit der Zeit ganz selbstverständlich geworden zu sein, dass sie in seiner Nähe geblieben war, auch wenn es nur wenige Tage gewesen waren. Jetzt würde sie aber mit Kagome und den anderen wieder zurückgehen, doch musste sie Sesshoumaru unbedingt noch etwas sagen. Etwas, was sie ihm schon vorhin sagen wollte.
Die Blicke der beiden trafen sich für einen kurzen Moment. Was Sesshoumaru gerade dachte, konnte Kimie nicht erahnen. Er wirkte so undurchschaubar wie immer, aber empfand sie seine goldenen Augen als noch genauso faszinierend, wie bei der ersten Begegnung am Fluss. Sie wollte noch einmal mit ihm sprechen. Doch noch bevor sie ihren Mund zum Sprechen geöffnet hatte, sprach der Youkai erneut, diesmal aber an die gesamte Gruppe gewandt: "Ich würde euch allen raten, so schnell wie möglich von hier zu verschwinden. Ich kann meine Meinung auch sehr leicht ändern." Und mit diesen Worten kehrte Sesshoumaru der Gruppe und Inu Yasha den Rücken zu und verschwand ohne ein weiteres Wort zwischen den Bäumen des nahe gelegenen Waldes. Inu Yasha rief ihm noch wütend ein paar Flüche hinterher, folgte seinem Halbbruder aber nicht. Mürrisch steckte er Tessaiga zurück in die Schwertscheide und trottete zu den anderen zurück. "Dieser Kerl treibt mich noch irgendwann zur Weißglut!"
"Jetzt beschwer dich doch nicht, Inu Yasha.", sagte Kagome ruhig. "Wir sollten lieber froh sein, dass alles nochmal gut ausgegangen ist."
Der Hanyou nickte leicht, hätte seinem Halbbruder aber zu gerne eins mit seinem Schwert übergezogen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal.
Shippo stand neben Inuki und streichelte fröhlich dessen Kopf. "Und Inuki ist bestimmt auch ganz erleichtert über diesen Ausgang der Geschichte. Oder?" Wie zur Bestätigung bellte Inuki einmal.
Kimie schwieg zunächst nur und schaute wie gebannt in die Richtung, in die Sesshoumaru verschwunden war. Erst die Stimme von Kagome holte sie wieder in die Realität zurück: "Kimie? Was ist los mit dir? Freust du dich etwa nicht?"
Als sie den unsicheren Ausdruck in Kagomes Augen sah, schüttelte Kimie sofort eiligst den Kopf. "Unsinn, Kagome! Natürlich freue ich mich!" Das war auch nicht gelogen gewesen, sie freute sich in der Tat, fühlte sich aber auch irgendwie komisch. Weiter darüber nachdenken konnte sie aber nicht, denn Inu Yasha erregte Kimies Aufmerksamkeit. Er beäugte sie zuerst eine ganze Weile mit prüfendem Blick und skeptisch hochgezogener Augenbraue, dann kam er näher auf sie zu und schnüffelte an ihren Klamotten herum. Na gut, Inu Yasha war zwar zur Hälfte ein Hundedämon, das wusste Kimie, aber das, was er gerade tat, kam ihr doch etwas fremd vor. "Was... Was schnüffelst du denn so?", fragte sie verunsichert. Kurz darauf schaute der Hanyou sie an und antwortete trocken: "Dein Geruch gefällt mir nicht. Wenn ich du wäre, würde ich ein Bad nehmen."
>BITTE?!< Kimie hatte zuerst das Gefühl, als habe sie sich gründlich verhört und auch die anderen wirkten etwas geschockt. Inu Yasha nahm zwar so gut wie nie ein Blatt vor den Mund, aber das war dann doch etwas heftig gewesen. Als der erste Schock aber verdaut war, machte Kimie ihrem aufgestauten Ärger Luft: "So eine Unverschämtheit! Was bildest du dir eigentlich ein, mir sowas so direkt ins Gesicht zu sagen?!"
Inu Yasha hielt sich sofort die Ohren zu und wich entsetzt zurück. Irgendwie hatte er für einen kurzen Moment so ein komisches Fiepen in seinem Ohr wahrgenommen. Sein empfindliches Gehör konnte einen derartigen Lärm nur schlecht ertragen. "Jetzt schrei mich