Fanfic: Ein tripp in die Altewelt
Kapitel: Gedanken
Hi so das was ich geh mal wider *tür hinter sich zu macht*
8. Kapitel: Gedanken
Das Zwitschern der Vögel erweckte Kimie an diesem Morgen langsam aus ihrem Schlaf. Die Augen noch geschlossen und noch im Halbschlaf überlegte sie zunächst, wo sie sich eigentlich befand. Doch als sie das weiche Kissen, auf dem sie lag, und die warme Decke wahrnahm, war ihr klar, dass sie sich in Kagomes Elternhaus befand.
Jetzt öffnete Kimie ihre Augen und fand sich im Gästezimmer wieder. Die Sonnenstrahlen drangen durch die Fenster in das Zimmer und erhellten den Raum auf eine sehr angenehme Weise.
>Für einen Moment habe ich geglaubt, ich wäre noch dort.<, dachte Kimie und setzte sich langsam auf. Ihr Blick fiel auf Inuki, der neben ihrem Bett auf dem Boden lag und schlief.
Für sie war es kaum vorstellbar, dass sie und Kagome bereits seit einer Woche wieder in der Neuzeit waren. Aber Kimie hatte jeden Morgen aufs Neue das Gefühl, als wäre das alles erst gestern passiert. Sie seufzte.
>Eigentlich sollte ich ja zufrieden sein, aber irgendwie will mir das nicht gelingen.<
Schließlich schlug Kimie die Bettdecke zurück und stand auf. In diesem Moment hob Inuki seinen Kopf, erhob sich und begrüßte seine Herrin erfreut. Das Mädchen streichelte den Hund sanft über den Kopf. "Guten Morgen, Inuki. Hast du gut geschlafen?" Wie zur Bestätigung bellte der Mischling einmal. Kimie lächelte leicht. "Dann hast du mir ja in dem Sinne etwas vorraus." Inuki legte den Kopf etwas schief, während sie sich nun ein paar Sachen zusammensuchte und dann das Zimmer verließ, um ins Bad zu gehen.
Beim Frühstück war Kimie sehr nachdenklich gestimmt. Wenn sie sich mit den Stäbchen einen kleinen Bissen in den Mund steckte, schien sie die Enden der Stäbchen eine endlos lange Zeit im Mund zu behalten, ehe sie sich eine neue Portion zurechtlegte. Kimie schien überhaupt nicht wirklich da zu sein, was Kagome und ihrer Familie natürlich nicht verborgen blieb.
"Cousinchen, geht es dir nicht gut?", fragte Souta neugierig. "Du bist schon eine ganze Woche so komisch, seit Kagome und du aus der anderen Epoche zurückgekehrt seit."
"Souta, sei nicht so neugierig!", mahnte Kagome ihren kleinen Bruder, wenngleich sie sich selbst eingestehen musste, dass sie auch zu gerne wissen würde, was Kimie beschäftigte. Aber gefragt hatte sie sie bisher noch nicht. Ob sie das vielleicht doch noch tun sollte?
Der Familie hatten die beiden Mädchen zwar erzählt, was in der anderen Epoche vorgefallen war, aber hatte Kimie ihren Teil der Erzählung lediglich auf ein paar grobe Einzelheiten beschränkt. Sie schien auch gar nicht wirklich darüber reden zu wollen.
Trotz der Mahnung seiner Schwester fragte Souta seine Cousine erneut: "Sag mal, dieser Typ, der nicht mitgenommen hat, also der Bruder von Inu Yasha, wie ist der denn so? Kagome sagt immer nur, er wäre keinesfalls das, was man als den freundlichen Kerl von nebenan bezeichnen könnte und Inu Yasha selbst scheint ihn ja auch nicht sonderlich zu mögen."
"Souta! Hast du mir eben nicht zugehört?", fragte Kagome nun doch etwas gereizt. Beschwichtigend hob ihr Großvater nun die Hand. "Aber Kinder, jetzt streitet euch doch nicht schon am frühen Morgen. Wie heißt es doch so schön: Morgenstund hat Gold im Mund. Und daran sollten wir uns halten."
Kurz herrschte einheitliches Schweigen am Tisch, als müssten die Anwesenden das eben Gesagte erstmal ordnen, ehe Souta die Stille brach: "Opa, der Spruch war jetzt irgendwie unpassend."
"Hm?" Der alte Mann warf seinem Enkel einen fragenden Blick zu, als Kimie nun ihr Geschirr zusammenräumte. "Ich bin fertig.", sagte sie knapp und stand auf. Kagomes Mutte schaute ihre Nichte etwas überrascht an. "Du hast wieder nicht viel gegessen, Kimie. Das geht schon die ganze Woche so. Fühlst du dich nicht gut?"
"Nein, es ist nichts.", antwortete Kimie leicht lächelnd und schüttelte den Kopf, während sie ihr Geschirr neben der Spühle abstellte. Anschließend setzte sie sich wieder an den Tisch.
"Und mit dir ist wirklich alles in Ordnung?", fragte Kagomes Mutter, woraufhin Kimie nickte. "Ja, wirklich."
Nach dem Frühstück blieben nur noch Kagome und Kimie an dem Tisch zurück. Für eine Weile herrschte Schweigen, doch irgendwann sagte Kimie ruhig: "Sag mal, Kagome, willst du nicht mal bei deinen Freunden im Mittelalter vorbeischauen? Vielleicht wundern sie sich schon." Kagome war nämlich ebenfalls eine ganze Woche nicht mehr in der anderen Epoche gewesen. Lächelnd schüttelte die Jüngere den Kopf. "Das ist schon in Ordnung. Ich dachte eigentlich, dass ich hierbleibe, solange du da bist. Das habe ich ihnen auch gesagt. Zumal du ja nicht wieder in die andere Epoche zurückwillst, wie du gemeint hast. Sonst könnten wir natürlich beide dorthin gehen."
"Hm..." Kimie senkte den Blick. Kagome beobachtete ihre Cousine besorgt. Sie wollte sie zwar nicht ausfragen, aber nur so zuzuschauen, behagte ihr auch nicht. Also atmete sie einmal tief durch und sprach dann erneut: "Kimie, ich werde das Gefühl nicht los, dass dich etwas bedrückt. Du bist schon die ganze Woche so anders."
"Es ist nichts, Kagome.", erwiderte Kimie, wie sie es die ganze Zeit über schon getan hatte. Aber an ihrer Stimme konnte Kagome ganz deutlich heraushören, dass es ihrer Cousine nicht so toll ging, wie sie ihr Glauben machen wollte, doch um das festzustellen, genügte auch ein Blick. Nach einer kurzen Pause sprach Kimie weiter: "Ich denke nur noch ab und zu über die Ereignisse im Mittelalter nach."
Kagome horchte auf. Sowas in der Art hatte sie sich schon gedacht. "Hat es... was mit Sesshoumaru zu tun?", fragte sie zögerlich. "Hat er dir doch etwas getan?"
"Was? Nein!" Kimie hob sofort abwehrend die Hände. "Nein, das hat er nicht! Darum geht's auch überhaupt nicht!"
"Aber was beschäftigt dich dann so?", fragte Kagome besorgt. Kimie antwortete nicht. So wirklich konnte sie sich ihr eigenes Verhalten wohl selbst nicht erklären.
Kagome schwieg einen Moment, ehe sie ruhig weitersprach: "Weißt du, Kimie, eigentlich wollte ich dich nicht ausfragen, weil ich der Meinung war, wenn dich etwas beschäftigt, solltest du selbst entscheiden können, ob du darüber mit jemanden reden willst, oder nicht. Aber jetzt mache ich mir doch so meine Gedanken. Natürlich kann ich dich nicht zwingen, mir zu sagen, was dich beschäftigt, aber du sollst wissen, dass ich für dich da bin. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann sag es mir, ja?" Lächelnd sah sie Kimie an, die zunächst schwieg, dann aber dankbar nickte. "Danke, Kagome."
Aber Kimie verlor den ganzen Tag kein Wort mehr über die Ereignisse im Mittelalter. Die meiste Zeit verbrachte sie in ihrem Zimmer und dachte nach. Kagome ließ ihre Cousine in Ruhe, sie wollte sich ihr nicht aufdrängen. Dennoch machte sie sich natürlich weiterhin ihre Gedanken.
Mittlerweile war es Nachmittag. Kimie saß auf ihrem Bett, Inuki lag vor ihr auf dem Boden und beobachtete sie aufmerksam. Irgendwie schien er zu ahnen, dass seine Herrin etwas sehr beschäftigte.
Kimie seufzte. "Herrje... Seit ich wieder hier bin fühle ich mich irgendwie so anders. Als ob mir etwas fehlen würde..."
Sie richtete den Blick aus dem Fenster. Vereinzelt befanden sich einige kleine Wolken am Himmel, die langsam vorrüberzogen.
"Was wohl gerade in der anderen Epoche los ist?", fragte sie sich nachdenklich. "Und was wohl mit Rin, Jaken und Sesshoumaru ist?"
Kimie musste sich eingestehen, dass sie sich mit der Zeit in Sesshoumarus Nähe sicher gefühlt hatte, auch wenn sie nicht lange bei ihm war. Er hatte sie davor bewahrt, als Dämonenfutter zu enden und vor allem hatte er sie vor diesen Räubern gerettet.
>Und ich habe mich nichtmal bei ihm bedankt...<, dachte Kimie mit einem Gefühl des Bedauerns. >Aber das ist ihm wohl sowieso ziemlich egal.<
Mit einem Seufzen senkte sie ihren Blick. Inuki hatte seine Augen die ganze Zeit nicht von ihr abgewandt. Jetzt stand er auf und kam er auf sie zu und legte seine Vorderpfoten direkt neben seiner Herrin auf das Bett. Der Mischling stubste sie sanft an. Kimie schaute Inuki an und streichelte mit einem leichten Lächeln seinen Kopf. "Na, Inuki? Ich gehe dir wohl ziemlich auf die Nerven, mit meiner Laune, was?" Der Hund legte seinen Kopf auf Kimies Schoß. Es schien, als wollte versuchen, sie ein wenig aufzumuntern, doch dieses nagende Gefühl in ihr blieb.
"Ich vermisse Kimie-san und Inuki.", sagte Rin mit traurigem Unterton. "Warum sind sie ohne was zu sagen einfach weggegangen?"
"Jetzt jammer nicht rum, Rin! Das bringt nichts!", meinte Jaken daraufhin gleichgültig. "Egal, wie sehr dich das stört, die beiden werden nicht wiederkommen. Das ist eben so!"
Rin senkte enttäuscht den Blick. "Trotzdem..."
Sie streichelte einen von Ah-Uns Köpfen. Der Drache lag im Gras und döste vor sich hin. Die Gruppe hatte auf ihrem Weg eine Rast eingelegt und würde wohl auch die Nacht an diesem Ort verbringen. Es dämmerte auch bereits.
Während Jaken aber keine großen Gedanken mehr an den Verbleib von Kimie und Inuki verschwendete, richtete Rin ihren Blick nun zu Sesshoumaru, der etwas abseits von den anderen im Schatten eines Baumes saß.
"Und Sesshoumaru-sama ist in letzter Zeit auch ganz anders.", meinte das kleine Mädchen nachdenklich, doch Jaken winkte ab. "Jetzt rede doch keinen Unsinn! Sesshouamru-sama ist wie immer."
"Nein, das ist er nicht!", widersprach Rin und senkte erneut den Blick. "Er benimmt sich anders, als früher."
Jaken stutzte. Er musste nun doch zugeben, dass das