Fanfic: Ais (vollkommen schiefgelaufene) Entführung

Kapitel: Date mit Hindernissen

><Noch eine Anmerkung vorweg><

Achtung, ab jetzt wird aus verschiedenen Sichten geschrieben!

*~Conans Sicht~*

>>Puh, vielleicht sollte ich die nächtlichen Schnapsproben lieber lassen?<<, dachte Conan, nachdem er auf dem Klo fertig war. Jetzt konnte er so richtig befreit (im wahrsten Sinne des Wortes) an den Fall rangehen. Vielleicht sollte er Heiji informieren? Hoffentlich denkt er dann nicht, dass ich ein Waschlappen bin. Oder ein ... nein. Immer-

hin kannte Heiji ja sein (großes?) Geheimnis. Er musste einfach den Oberschülerdetektiv benachrichtigen; er brauchte jede Hilfe -zumindest

heute- . Ob er auch Onkel Kogoro bescheid sagen sollte?

Vorsichtig luscherte Conan durch die Tür. Im Wohnzimmer thronte noch

immer Mori auf den leeren Bierdosen, während Ran verzweifelt versuchte ihren Vater wach zu kriegen. "Paps! Paps wach auf! Gleich kommt Yoko Okino im Fernsehen und ..." Sie kam nicht dazu, den Satz zu Ende zu sprechen, da war Kogoro schon auf den Beinen, lallte:

"Haha Yoko mein Engel!" und verschwand.

>>Der fällt schon mal aus<<, dachte Conan und war eigentlich, na gut, richtig froh darüber...

*~Ais Sicht~*

>>Oh Mann! In seinem Zustand kriegt Shinichi das doch nie auf die Reihe! Wenn ich nur an das Telefongespräch denke, könnte ich schon verzweifeln! Er hat sich angehört, als würde er halbnackt im Zimmer stehen und gleich umkippen! Ich muss was unternehmen!<<

Suchend blickte sie sich in dem dunklen Raum um. Sie konnte gerade genug sehen, um zu erkennen, dass sie sich vermutlich in einem Keller, Lagerraum oder etwas Ähnlichem befand. Nicht gerade ein Fünf-

Sterne Aufenthaltsort, aber Pappkartons, na super!

>>Gibt's hier irgendwo 'ne Bürste?<<, dachte Ai, >>oder 'n Fenser, Gully, Kanal, Lüftungsschacht? Wo um Himmels Willen kann man hier fliehen? Verdammt!<<

Wo war eigentlich ihr Entführer? Bestimmt aufm Klo. Oder Eine rauchen.(Wo wir grad beim Thema Klo sind) "Ich muss mal!", jaulte Ai mit ihrer niedlichsten Kleinmädchen-Stimme. "Sei still dahinten und jaul mich nicht voll! Mann, diese Kinder können einem die beste Entführung ver-

miesen! Wenn du aufs Klo musst, dann nimm dir einen von den Papp-

kartons! Und jetzt Ruhe, ich meditiere!"

*~Währenddessen bei Kazuha~*

"Duuuuu Heiji? Soll ich den Blauen oder den Roten nehmen? Welcher passt besser zu meinem Teint? Ich weiß nich, aber in blau seh ich immer so fett aus ..."

"Wenn du meinst", sagte Heiji und gähnte. Kazuha konnte sich jetzt schon seit geschlagenen drei Stunden nicht zwischen zwei Pullis entscheiden. >>Meine Güte, ist die heute wieder kompliziert. Warum nimmt sie nich einfach irgendeinen?<<

"... oh nein! Rot passt nicht zu meiner Hose! Moment mal, blau auch nich..."

"Ja dann zieh halt 'ne andere an!"

"Was bist du heute so grob, Heiji? Ich will doch gut aussehen bei unserem Date!", meinte Kazuha mit leuchtenden Augen. Genervt schaute Heiji auf. "Wie oft muss ich dir das noch sagen, es ist kein Date, wir gehen einfach harmlos essen. Zu zweit, in einem schicken Restaurant, bei Kerzenlicht ...", sagte er mit einem Gesicht, das weitaus mehr verriet.

"OH du bist ja so romantisch! Ich galub zu einem Candlelight Dinner zieh ich doch besser das schwarze Abendkleid an..."

>>Kurze Frage: Muss die immer auffallen?<<

"Nein, wenn ich auffallen will, zieh ich das gelbe Kleid an."

>>Hat sie grad meine Gedanken gelesen? Wie gruselig. Wie schreck-

lich! Wenn sie jetzt weiß, dass ... oh nein! Vielleicht benimmt sie sich deswegen so ... mädchenhaft. Was hab ich getan?! Nicht schon wieder!<<

Zwei Stunden später... (Heiji hat Kazuha dazu gebracht endlich den blauen Pulli anzuziehen. Leider sind sie jetzt etwas zu spät dran...)

"Was läufst du denn schon wieder so? Meine Frisur geht kaputt!"

"Weißt du was, das ist mir im Moment scheiß egal! Wieso trägst du deine Haare nicht mal offen? Steht dir sowieso besser. Und wenn du nicht so lang gebraucht hättest, um dir einen Pulli auszusuchen, dann wären wir nicht so spät dran und müssten nicht zum Restaurant laufen!"

"Ich frag mich sowieso, warum du nicht wenigstens ein Taxi gerufen hast? Lass mich raten, Sparmaßnahmen?"

"Kazuha, quatsch nicht so viel. lauf lieber, sonst ist unser Tisch weg!"

Keuchend und schnaufend kamen sie mit zehn Minuten Verspätung beim Restaurant an und machten dem Kellner röchelnd klar, dass sie sich entschuldigen wollten (für die Verspätung), doch der lächelte nur dämlich, als wären sie unterbelichtet. Alle Gäste wandten sich zu Kazuha um, deren Frisu einem explodierten Stachelschwein glich. Sie dachte natürlich, dass ihr Haar toll aussah und stolzierte grinsend zum Tisch. Heiji überhörte das Geflüster und versuchte sich ganz normal zu benehmen. (kann ja nur in einer Katastrophe enden)

Als die beiden am Tisch saßen, kam auch schon der Kellner grinsend.

"Darf ich was zum Haar ... äh zum Essen anbieten?", fragte er, mit den Azgen auf Kazuhas Haare gerichtet. Am Nebentisch kicherte eine Frau, deren Haar fast bist zur Decke aufgesteckt war. Davon bekam Kazuha jedoch herzlich wenig mit, was auch besser so war, fand Heiji.

"Spaghetti wären heute im Angebot des Tages, passend zu Ihren Haaren ... äh ich mein zu der Situation. Ihr Feund und Sie..."

"Heiji, was ist mit meinen Haaren?", fragte Kazuha und am Nebentisch ging wieder das Gekicher los. "Glaub mir, du siehst toll aus!", versuchte Heiji sie zu beruhigen.

"Und was ist wenn ich dir nicht glaube?"

"Dann würde ich besser zum Spiegel in der Toilette gehen!"

Den Vorschlag befolgend ging sie aufs Klo. Es folgte ein lautes: OH GOTT (!!) und Kazuha blieb eine halbe Stunde lang verschollen. Als sie sich frisch geschminkt wieder an den Tisch setzte, waren ihre Haare ganz normal offen.

"Endlich! Ich hab dir doch gesagt, dass du ..."

"Du hast mir nicht gesagt, dass ich ausseh wie ein Besen!"

Die gute Laune war eindeutig weg. Sozusagen lost. Die beiden bekamen ihr Essen und schaufelten still ihre Spaghetti in sich rein. Ein romantisches Essen hatte sich Heiji und vor allem Kazuha anders vorgestellt. Dabei musste sie ihrem Freund, den sie schon seit Kinder-

tagen kannte noch etwas beichten. >>Hoffentlich passiert jetzt nicht noch etwas Unvorhersehbares oder es kommt was dazwischen<<, dachte sie und sah verstohlen zu Heiji. Sie war vorhin doch ein bisschen hart zu Heiji gewesen. Und das nur wegen ihren Haaren >>Warum bin ich plötzlich so eitel? Dabei will ich doch nett zu ihm sein und es ihm endlich sagen. Er traut sich ja immer nicht, also muss ich eben den ersten Schritt machen! Ok, ganz ruhig. Du kannst das ... du kannst das ... nicht!!<<

"Is was mit dir? Du schwitzt und schaust so komisch", sagte Heiji besorgt, "is was mit deinen Spaghetti?"

>>Och nee! Er hat mich die ganze Zeit beobachtet. Na toll, was denkt er jetzt von mir?<< Unruhig rutschte Kazuha auf ihrem Stuhl umher und formulierte in Gedanken schon mal die Wörter, die sie sagen wollte.

"Musst du etwa schon wieder? Du warst doch grad."

"Nein, ich ... mir ist nur etwas warm"

"Das merk ich, du schwitzt wie in der Sauna!"

Kazuhas Blick verriet, dass sie Heiji in diesem Augenblick liebend gern aus dem Fenster geschmissen hätte. Mit Ärger in der Stimme sagte sie: "Das hättest du dir jetzt wirklich sparen können. Vielen Dank!" Be-

leidigt zog sie eine Schnute.

"Ok, tut mir Leid. Weißt du, ich hab dich extra ins Restaurant eingeladen, weil ich dir was ganz Wichtiges sagen muss!", meinte Heiji feierlich und erntete erwartungsvolle Blicke.

>>Was ist denn jetzt los? Er schaut so komisch! Hoffentlich werde ich nicht rot. Glotz ich ihn eigentlich auch so an?<<, dachte Kazuha, wurde doch rot und stammelte verlegen: "Ähm, Heiji, du .. ich"

"Also, Kazuha ... äh was ich sagen wollte ... äh CONAN!"

"WAS?!"

"Heiji, du musst mir helfen, ich ... kann's nicht alleine!", keuchte Co-

nan, der soeben ins Restaurant gestürmt war und jetzt röchelnd vor dem Tisch srand.

"Äh ... Ok."

Kazuha bemerkte erst jetzt, dass Vonan überhaupt da war, weil er kaum über den Tisch ragte. Zornig stand sie auf und brüllte durch das ganze Lokal: "Ich helf DIR gleich, Heiji Hattori!! Nie hast du Zeit für mich, immer nur für diesen kleinen Giftzwerg! Bist du schwul oder was?Langsam hab ich echt genug von deine ständigen Sperenzchen!"

Im Lokal ging eine Welle des zustimmenden Nickens durch die Reihen der Frauen. Von hinten rief eine etwas (ähem) dickliche Dame: "Ja, gib's ihm kleine! Diese Kerle sollen auch endlich mal merken, dass sie nicht so mit uns umgehen können!"

Dem folgte Stille. Alle Blicke waren auf Conan und Heiji gerichtet. "Wir

... äh ... gehn dann mal!", sprachens und schon waren sie verschwun-

den. Kazuha ließen sie einfach stehen. Das Mädchen war den Tränen nahe. Der Kellner kam, die Rechnung auch. "Zahlen bitte!", grinste er. Jetzt brach sie endgültig in Tränen aus. Dieser miese, kleine Schmarotzer!

*~Conans Sicht~*

>>Da sind wir gerade noch mal davon gekommen...<<, dachte Conan, während er neben Heiji die Straße entlanglief in Richtung Detektei Mori.

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Tada! Das isses! Das zweite Kapitel! Mann ich musste mich ganz schön beeilen, weil meine Oma vom Malen zurückkommt... Wenn sie mich erwisacht hätte, wär ich jetzt ein Kopf kürzer...

Kommentare nicht vergessen!

Eure edogabond