Fanfic: In deinen Augen

Untertitel: Dämon oder Mensch?

Kapitel: Kapitel 11: Was dir wichtig ist...


Kapitel 11: Was dir wichtig ist...

„Was? Moment, ich...!“, versuchte er sich zu entschuldigen, doch niemand hörte auf ihn und einer der Dämonen machte sich schon auf den Weg, sie zu holen. Die Dämonen konnten sie jetzt leicht aufspüren, wegen des ganzen Blutes, das sie verloren hatte.
„Du solltest dich geehrt fühlen, Kleiner. Du darfst dich an ihr rächen für das, was sie mit unseren Brüdern gemacht hat! Ich hoffe, du enttäuscht uns nicht“, meinte der noch anwesende Dämon und ließ seine Fingerknochen knacken. Chris wusste, dass sie ihn töten würden, sollte er sich widersetzen. Doch was sollte er sonst tun? Sollte er Azrani töten? Das schien im Augenblick das sicherste zu sein, nur... konnte er das wirklich? Na ja, ein Schwert in die Rippen rammen konnte er ihr ja, das war nicht das Problem. Das Problem waren seine Gefühle...
Sie warteten bestimmt zwanzig Minuten schweigend, bis der Dämon zurückkehrte. Und er hielt tatsächlich Azrani unterm Arm, die wütend schrie: „Lass mich runter, du Widerling! Lass mich gehen!“ Und das tat er dann auch: Er warf sie direkt vor Chris` Füße. „A... Azrani...“, flüsterte er und sie blickte hoch zu ihm. „Chris! Was machst du bei diesen...? Oh, stimmt ja. Du gehörst ja auch zu denen“, erwiderte sie und starrte zu Boden. Sie wusste, was nun mit ihr geschehen sollte, wusste schon immer, dass es irgendwann so kommen musste. Nur sie konnte einfach nicht akzeptieren, dass es Chris war, der sie nun töten würde.
„Worauf wartest du noch, Junge? Ich leih dir sogar mein Schwert, nur beeil dich!“, rief ihm einer der Männer zu und war ihm eine lange, gebogene Klinge zu. Der Angesprochene konnte sie nur knapp auffangen und stand nun unschlüssig vor der Dämonenjägerin, die schon unzählige male versucht hatte ihn zu töten. Es jedoch nie getan hatte. Sie hatte ihn immer verschont, wenn er ihr wirklich mal unterlegen war (was ja so gut wie immer geschah). Azrani hatte ihn zwar schon öfters schwer verletzt, aber ihm sogar das Leben gerettet, in dem sie ihn aus dem Fluss gezogen hatte. Und jetzt sollte er sie töten?
„Los, Kleiner! Töte sie oder wir werden dich töten müssen!“, schrie ihn ein Dämon an und Azrani blickte zu ihm hoch: „Du musst, wenn du überleben willst. Es ist ja sowieso meine Schuld, ich hätte dich nicht entkommen lassen sollen. Jetzt muss ich dafür bezahlen...“
Chris hob fast schon automatisch das Schwert, das man ihm gegeben hatte und schaute durch Azrani hindurch. Er wollte es nicht sehen, wie er sie aufschnitt. Mein Gott, was machte er hier nur? Sie hatte ihm schon so oft geholfen und er musste sie nun töten... Das konnte er einfach nicht!
Er stellte sich vor sie, drehte sich zu den Dämonen um und breitete schützend die Arme aus. „Ich lass nicht zu, dass sie stirbt!“, rief er und Azrani und die Dämonen waren gleichermaßen verwirrt. „Überleg dir gut was du da tust, Junge! Sie ist ein Mensch, noch schlimmer, eine Dämonenjägerin! Wenn jemand den Tod verdient, dann sie!“, erinnerte sie einer der beiden Männer, doch Chris schüttelte einfach den Kopf und antwortete nicht. Stattdessen fragte ihn Azrani: „Warum? Warum tust du das?“ Ach ihr erwiderte er nichts. Er war viel zu sehr damit beschäftigt sich einen Plan auszudenken, wie er die Dämonen aufhalten wollte. Na ja, mal gucken... die beiden sind ungefähr doppelt so groß wie ich und haben ihre dämonischen Kräfte sicher schon perfektioniert. Aber ich hab ein Schwert! Oh, der Typ hat noch ein zweites... Aber ich hab eine gute Dämonenjägerin auf meiner Seite! Die zu verletzt ist, um sich zu bewegen... Ich hab echt miese Karten. Kann ich eigentlich jetzt noch sagen: ``Äh, sorry, das war nur ein Witz?`` So wie die aussehen vermutlich nicht
Chris hob die Klinge und warf sich den beiden Dämonen entgegen. Doch das Schwert war zu groß für ihn und es fiel ihm aus der Hand, sodass er die beiden nur mit seiner Faust traf. Das machte dem, den er getroffen hatte, gar nichts aus.
„Äh, ähm... versuchen wir doch unsere alte Taktik wieder: Hauen wir ab!“, entschied er für sich, legte seine Arme um Azrani`s Körper, schlug mit den Flügeln und hob ab. Natürlich kamen die Dämonen so schnell sie konnten hinterher und Chris hatte bald seinen Vorsprung verloren. „Sie kriegen uns!“, bemerkte er laut, doch Azrani versuchte ihn sofort zu beruhigen: „Du musst tiefer fliegen, vielleicht können sie uns dann nicht mehr folgen. Flieg in den Wald da drüben.“ Sie deutete auf einen riesigen Wald, einen oder zwei Kilometer von ihnen entfernt. Chris vermutete zwar, dass die Dämonen sie eingeholt hatten, bevor er dort angekommen war, aber es war die einzige Chance die sie hatten. Also befolgte er ihre Anweisungen und nahm neuen Kurs.
„Ich hab dich!“, meinte einer der Dämonen und streckte seine Hand nach ihm aus. Chris konnte dem nur knapp durch eine enge Kurve entgehen und schon hatte er den Wald erreicht.
„Wo hast du mich hier reingeführt?!“, schrie Chris. Die Bäume standen hier so dicht nebeneinander, dass er große Probleme hatte nicht in einen davon reinzufliegen mit der Geschwindigkeit, die er hatte. Zum Glück wirkte sich das auch auf seine Verfolger aus: Einer flog nach kurzer Zeit tatsächlich gegen einen Baum und der andere gab die Verfolgung auf, da er nicht wollte, dass ihm dasselbe wie seinem Kumpel geschah. Als Chris sicher war, dass er beide weit hinter sich gelassen hatte, traute er sich wieder, aus dem Wald rauszufliegen und etwas höher zu gehen. „Puh, das war echt knapp“, meinte er und lächelte Azrani an, doch die schaute nur weg. „Du legst dich sogar mit Dämonen an, um mich zu beschützen?“, sagte sie nur kalt und blickte ihm nicht mehr in die Augen.
„Natürlich. Was sollte ich denn sonst machen?“, meinte er und lächelte sie freundlich an.
Das war wirklich kein normaler Dämon, dachte sie kopfschüttelnd während sie weiter flogen.

:;:;:;: Also, jetzt brauch ich Hilfe: Wollt ihr eine Liebesgeschichte? Das ist ganz wichtig, weil wenn ihr ne Liebesgeschichte wollt, gibt es ein paar Extrakapitel... Ist ganz euch überlassen! :;:;:;