Fanfic: From the shadows
Kapitel: Der Tag der Wiederkehr
>>>So, jetzt fängt’s an ernst zu werden<<<
Die Idee für die Feier kam natürlich von Sanji, der seiner neuen „Schönheit“ gleich seine Kochkünste präsentieren
wollte. Zorro schlief oben im Aussichtskorb, nach seiner allmorgentlichen Trainingseinheit, bis ihn der Lärm der
Feiernden weckte. Am lautesten hörte man Ruffy lachen, während er der Neuen von seinen Abenteuern erzählte.
Ab und zu hörte Zorro ein helles, klares Lachen unter den bekannten Stimmen, das ihm völlig fremd war. Ruffy
bemerkte ihn und forderte den Schwertkämpfer auf, der Feier doch beizuwohnen. Mürrisch kletterte er die Leiter
runter und blickte gähnend in die Runde. „Was gibt’s ’n hier zu feiern?“ „Wir haben ’ne Neue! Sehr begabte
Schwertkämpferin übrigens!“ „Ach ja?“, bemerkte Zorro leicht spöttisch. „Und wer soll das sein?“ „Sora!“, riefen
sie im Chor.
Das Mädchen, das mit dem Rücken zu ihm saß, drehte sich um und lächelte Zorro an. „Hallo, freut mich dich
kennen zu lernen! Wir sind ja sozusagen Kollegen!“ Sie grinste noch breiter. >>Spinn ich jetz?<<, dachte er und
konnte die Augen gar nicht mehr abwenden. „Kuina?“ „Äh... Sora ... nur Sora! Ich hab da mal ’ne Frage: Wir
könnten doch mal zusammen trainieren, oder?“ „Auf keinen Fall! Ich hab keine Lust zu verlieren...“ „Was?“ Plötzlich
hörte er die Stimme eines alten Freundes wieder: ‚Zorro null, Kuina zweitausend!’ Sora grinste schief. „Na ja, so
gut bin ich auch nicht...“
Betretenes Schweigen.
Dann:
„Also, Zorro. Sora gehört ab heute zu unserer Mannschaft!“ „Ach, mach doch was du willst! Das geht mir sonst wo
vorbei!!“ Verärgert stampfte er zu Ruffys Lieblingsaussichtsplatz, das Ruffy gleich protestierte. „Is mir doch egal!“,
schnauzte Zorro und drehte sich um.
Sora fühlte sich irgendwie schuldig und zog eine Schnute. Nami war ungerührt. „Ach, lass ihn doch. Der ist immer
so drauf.“
Damit war die Sache für die anderen gegessen, Sora allerdings sah das nicht so. Immer wieder versuchte sie, Zorro
abzufangen, doch er ging ihr konsequent aus dem Weg. Am Abend, lange, nachdem sie es aufgegeben hatte, saß
Sora traurig auf ihrem Bett. Obwohl die anderen alle nett zu ihr waren, fühlte sie sich doch einsam. Was hatte sie
nur falsch gemacht?? Und eine Frage blieb in ihren Gedanken, auch die nächsten Tage: Wer ist Kuina?
Es war in einer besonders lauen Nacht, als Sora sich zum Nachdenken nach draußen begeben wollte. Ihr liebster
Platz war der Ausguck, in dem sie sich ungezwungener fühlte, als sonst wo auf dem Schiff. Dorthin zog sie sich
immer zurück, wenn sie nachdenken musste. So wie auch heute.
Aber heute war sie nicht allein. Anscheinend hatte auch Zorro das dringende Bedürfnis nachzudenken. „Störts dich,
wenn ich mich dazu setze?“; Fragte Sora leise. Als Antwort bekam sie ein Grummeln.
>>Ach was soll’s, dann setz ich mich halt da rein! So!<<
Schweigend saßen die beiden nebeneinander. Während Zorro angestrengt in die Luft glotzte, betrachtete sie
bewundernd seine drei Schwerter. >>Was für Kostbarkeiten! Ein Yubashili und ein Kitetsu der 3. Generation! Ich
dachte immer das wäre verflucht? Na ja, anscheinend nicht. Boah, und ein Wado-Ichi-Monji! Eines der
Königsschwerter!<< Vorsichtig tippte Sora ihm auf die Schulter. „Darf ich das mal sehen?“, fragte sie und deutete
auf das Königsschwert. „Finger weg! Das gehört Kuina!!“, fauchte Zorro sie an. „Wer ist denn Kuina?“ „Das geht
dich gar nichts an!!!!“, brüllte er noch lauter. „Misch dich nicht ein, lass mich einfach in Ruhe! Ich kann dich nicht
mehr sehen!“
Warum gehst du mir immer aus dem Weg? Was habe ich dir denn getan?“ „Lass mich!“ „Ja... aber...“, stotterte
sie und wurde von Schluchzern unterbrochen, während sie gegen die aufsteigenden Tränen kämpfte.
„Jetzt flenn hier nicht auch noch rum! Nicht mal Nami heult so viel!“ „Du kennst mich doch gar nicht! Was hast
du denn gegen mich?“ „Das geht dich gar nichts an!“ „Du Feigling!“, schrie Sora und Zorro erstarrte.
Es war, als stände er Kuina gegenüber. „Ich bin kein Feigling!“ „Na dann eben Schwächling! Spinner!“
Die Worte brachen über Zorro herein, wie eine riesige Flutwelle.
„Hör auf! Hör auf wie sie zu sein!“ „Was? Was mach ich denn?“
ich bin.“ „Dann sei gefälligst anders!“
„Sag doch deiner Kuina sie soll anders sein!“ „Das geht nicht, denn sie ist tot, verdammt!“
Jetzt war es draußen.
Sora sah betreten nach unten.
„Das tut mir leid. Hast... hast du sie sehr gemocht?“
Völlig in Rage und nicht mehr wissend was er sagt, brüllte er: „Ja verdammt!“ Sora fuhr zusammen. „Es tut
mir leid. Ich kann mir vorstellen, wie sehr du sie vermisst. Ich habe meinen Bruder auch immer vermisst, bis
ich ihn wieder gefunden habe.“ „Äh... wie?“ „Ja! Er ist hier auf der Flying Lamp.“ „Wie bitte?“ „Na hier! Auf
diesem Schiff!“ „Und wer soll das sein?“ „Na Sanji! Sanji ist mein Bruder!“ „Was?“
Welchen Teil von ‚Sanji ist mein Bruder’ hast du nicht verstanden?“ „Alles! Äh... weiß er das?
„Nein, ich glaub ich lass ihn auch noch ein bisschen zappeln...“
Sanji, der wie die anderen mitgehört hatte, machte ein unschuldiges Gesicht (er hatte in den letzten Tagen
kräftig an seiner Schwester rumgebaggert XD)
„So, jetzt habe ich dir meine Lebensgeschichte erzählt und jetzt erzählst du mir deine!“ Sora lächelte jetzt
wieder breit, doch Tränen glitzerten noch immer in ihren Augen. „Na bravo!“
Es dauerte etwas, eigentlich fast die ganze Nacht. Am Ende wusste die ganze Crew bescheid.
Am nächsten Morgen waren ausnahmsweise mal alle beim Frühstück, sogar Zorro (TADA!), der ansonsten
immer Sora aus dem Weg ging. Komischerweise verstand er sich blendend (na gut, besser) mit Sora.
Nur Sanjis Laune war nicht die beste. Fragend sah Sora in seine Richtung, doch er würdigte sie keines
Blickes. „Was ist denn?“, fragte das Mädchen beinahe beiläufig. Ruffy unterbrach seine Fresserei kurz und
sagte: „Ach, der ist nur sauer, weil du ihm nicht erzählt hast, dass du seine Schwester bist.“
>>Oh, oh!<<
Gerade wollte sie zum Sprechen ansetzen, doch Zorro schlug mit der Hand auf den Tisch, dass das Geschirr
klirrte. „Soll das heißen, dass ihr die GANZE Zeit mitgehört habt?“
„Na ja, war doch echt nicht zu überhören, oder?“ „Ihr hättet wenigstens versuchen können weg zu hören!
Das war ein vertrauliches Gespräch!“ „Das auch mich etwas angeht!“, fauchte Sanji. „Aber... ich wollt’s
dir doch sagen, Sanji... du... ich“
„Sei still, oder du kannst dich gleich bei Chopper melden!“, knirschte ihr Bruder mehr als verärgert.
Jetzt war Zorro aufgesprungen und warf Sanji einen Blick tiefster Verachtung zu, den dieser noch toppte.
Dabei warfen sie sich übelste Beschuldigungen an den Kopf. Nach einer Zeit hielt es Sora nicht mehr
aus. Sie sprang auf und Tränen liefen ihr über die Wangen. Nami rief laut: „Sanji!“, woraufhin er
schlagartig verstummte.
Sora brachte nur noch ein mickriges: „Hör auf Zorro.“, heraus und lief aus dem Zimmer.
Nicht ohne die Jungs strafend anzublicken, eilte Nami ihr nach. Sie fand das Mädchen völlig aufgelöst
im Ausguck, wo sie leise in ihre Knie weinte. Tröstend legte Nami den Arm um sie. „Du darfst die
Jungs nicht so ernst nehmen. Bei denen ist das Dauerzustand.“, sagte sie in einem besorgte-Mutter-Ton.
„Davon darfst du dich nicht unterkriegen lassen. Und ich sag dir mal eins: Zorro ist noch nie für jemanden
so eingesprungen. Weißt du, ich glaub, er mag dich. Und das will was heißen, bei einem Typen, der
sich nicht für Frauen interessiert.“ „Nicht?“ „Seit ich ihn kenne jedenfalls nicht. Vielleicht liegt das an dir.
Weil du ihn an Kuina erinnerst. Ich glaube das hat er endlich mal geschnallt, dass du ein hübsches Mädchen
bist.“
„Nami, du faselst. Aber irgendwie hast du auch Recht.“ >>Hoffe ich jedenfalls...<<, fügte Sora in Gedanken
hinzu und zwang sich zu einem Lächeln.
Sie standen auf, um wieder zum Rest der Crew zu gehen. Als die Mädchen das Zimmer betraten, sahen sie
zuerst Ruffy, der mit den Füßen aß, weil er mit den Händen Zorro und Sanji festhalten musste. Fünf
Minuten später hatte sich der Streit noch immer nicht gelegt, beide brüllten sich nach wie vor lautstark an.
„AUFHÖREN!!“
Totenstille.
Alle glotzten Sora an, die wütend an der Tür stand.
Zwei, drei Atemzüge später hatte sie sich beruhigt und sagte: „Bitte, ich will nicht, dass ihr euch wegen
mir streitet. Wir sind doch ein Team und müssen zusammenhalten.“ „Immerhin hat er dich beleidigt.“
„Ich darf das! Ich bin schließlich ihr großer Bruder.“
„Also wenn hier jemand ein Recht hat, Sora zu beleidigen, dann ich!“ „Und warum ausgerechnet du?“
„Weil... ähm... weil ich... sie trainiere, klar?“ „Ach, jetzt auf einmal. Na ja egal, danke Zorro!!“
Sie fiel ihm jubelnd um den Hals. Zorro sah sich Hilfe suchend um, aber Nami grinste nur vor sich
hin.
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TADA! Ja, erstes Kapitel geschafft. Na ja, wir sind eher geschafft... ;-) Immerhin
isses schon halb vier Uhr morgens... Noch eine Panne im Text: ‚Ami legte ihren Narm tröstend um sie’ XD Okay, es war spät... Na denne, bis zum nächsten Kapitel! Und glaubt uns, das wird schon noch richtig dramatisch in der Story, verlasst euch drauf...
Eure Mary und edogabond (kurai~isy)