Fanfic: Heiraten für Fortgeschrittene

Untertitel: Ihre Familie - Mein Alptraum

Kapitel: Eine besondere Frage...

Kapitel 1: Eine besondere Frage…

Und schon kommen wir zum ersten Kapitel! ^^ Hoffe auf viele Kommis. Vorallem wäre es schön, wenn´s euch gefallen würde. Aber jetzt los:
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Yoko

„Willst du mich heiraten?“ Seto kniet vor mir. Ich wiederhole: kniet! Und was mache ich? Ich starre ihn an und kann nicht glauben, was er mich da grad gefragt hat. Das muss ein Traum sein. Passt auf, gleich klingelt mein Wecker, ich wache auf und bin wieder zu Hause.
Ich warte….und warte weiter.
Kein Klingeln, kein Wecker, kein Traum. Moment! Kein Traum?
Ich schreie vergnügt auf, wobei meine Stimme jetzt der Tonlage eines Huhns entsprechen müsste. Seto guckt mich an, als ob ich aus dem Krankenhaus käme…mit einer schweren Hirnkrankheit.
„Soll ich vielleicht noch den Boden aufwischen, damit du endlich `Ja` sagst?“, er grinst mich an. Ich umarme ihn stürmisch und sage nur noch eins:
„Ja…ja!“
Ich sag euch, vor zwei Wochen wäre ich durch diese Bemerkung in die Luft gegangen, hätte mir den nächsten Flammenwerfer gekrallt und meinen neuen Verlobten damit solange beschossen, bis er endlich aufgetaut wäre. (Das hätte wohl mein ganzes Leben gekostet. Oder auch noch mehr)
Aber das ist jetzt egal.
Ich liege noch immer in seinen Armen und würde hier auch am liebsten bleiben. Aber Seto macht mir einen Strich durch die Rechnung. Wie immer eben. Er steht auf(wobei ich mich wundere wie er das schafft, so wie ich ihn festhalte.), nimmt meine Hand und zieht mich aus dem Zimmer raus. Dort steht ein fröhlicher Moki, der mich auch gleich in die Arme schließt.
„Willkommen in der Familie!“, sagt er mit heiterer Stimme und ich blicke ihn schmunzelt an.
„Woher weißt du eigentlich, ob ich nicht doch `Nein` gesagt habe?“ Er stockt und guckt dann geschockt zu seinem Bruder.
„Hat sie etwa nicht…?“
Ich schmunzele immer noch. ^^ Mokuba kann manchmal so süß sein, genauso wie meine beiden Brüder, die auch MANCHMAL süß sein können, MANCHMAL aber auch totale Nervensägen. Ich muss seufzen. Meine Familie. Ich hab die ganzen Monate nicht geschrieben, wie es ihnen wohl geht?
Tja, und schon meldet sich mein Gewissen. Toll. In solchen Situationen verfluche ich es.

„Mokuba, wenn Yoko so schmunzelt, sagt sie garantiert nie die Wahrheit.“, sagt eine kalte Stimme vor mir und ich schaue meinen Verlobten böse an.
„Als ob du immer die Wahrheit sagen würdest.“ Er blickt überrascht zu mir zurück. Widerspruch hättest du wohl nicht erwartet, wie Seto?
Doch dann lächelt er. (Lächeln? Ja, ok, es war wohl eher ein Schmunzeln)
Und nebenbei nimmt er mir den ganzen Spaß. Ich hatte mich schon so auf ein Wortgefecht gefreut. Na ja, dann eben nicht.
Ich schaue wieder zu Mokuba. Er scheint etwas verdutzt zu sein und kratzt sich am Kopf durch seine schwarzen Wuschelhaare. Ich will ihn ja nicht ewig in seinem Glauben lassen.
„Dein Bruder hat mal wieder Recht. Ich hab doch zugestimmt.“
Ich zwinkere ihm zu, worauf er wieder seine Arme um mich schlingt. Nach ein paar Minuten der Atemnot lösen wir uns von einander und ich schaue zu Seto. Er sitzt mal wieder vor seinem Laptop. Typisch. Sobald er zwei Minuten nichts zu tun hat, setzt er sich an dieses verfluchte Ding und tippt wie ein Idiot. Manchmal frage ich mich wirklich, wo ich hier eigentlich bin.
Aber er hat nicht mit mir gerechnet. Wer mich heiraten will, muss auch mal Freizeit haben. Pech gehabt, Setolein.
Ich gehe ins Zimmer und klappe demonstrativ seinen Laptop zu.
„Wie kannst du es wagen?“, schreit er auf und will mir schon seine Meinung sagen, doch ich unterbreche ihn.
„Seto, ich muss mit dir reden!“
Nun muss mein Du-kannst-mir-nichts-abschlagen-Blick her. Ich schaue ihn mit großen Augen an, lege meinen Kopf schief und klimpere ein wenig mit meinen Wimpern. Ich geb`s zu. So gut wie Moki kann ich dass nicht, aber bei Seto kommt das fast immer an.
Er blickt mich ärgerlich an.
„Vergiss es, Yoko. Nicht noch mal. Dieser Blick funktioniert nicht mehr bei mir! Egal, wie sehr du dich auch bemühen wirst, ich will jetzt arbeiten!“
Nun gut, dann müssen stärkere Geschütze aufgefahren werden. Denk bloß nicht, dass du schon gewonnen hast, nein! Nicht mit mir!
Ich komme um den Tisch, setze mich auf seinen Schoß und schlinge meine Arme um seinen Hals und spiele Einbisschen mit seinen braunen Haaren. Er wiederum guckt mich irritiert an und macht vor Erstaunen seinen Mund auf. Wobei seine Augen auf meinem Ausschnitt ruhen.

Spanner!!!

Ich schließe meine Hände um sein Kinn und klappe ihn wieder zu. So was. Tz. Was sollen denn nun unsere Leser denken?
„Oh bitte, Seto! Die Arbeit läuft dir schon nicht weg. Außerdem arbeitest du jeden Tag so viel, da wird dich ein wenig Freizeit schon nicht umbringen!“
Ich küsse ihn zärtlich auf den Mund und kuschle mich an seine Brust. Er seufzt. Juhu! Ich hab euch doch gesagt, dass das klappt!

„Nun gut, was willst du mit mir besprechen?“ Er schielt erwartungsvoll zu mir.
„Weißt du, ich war schon lange nicht mehr bei meiner Familie. Genauer gesagt: seit einem Jahr. Außerdem wollen sie bestimmt meinen Verlobten kennen lernen. Also hab ich mir gedacht, dass wir…“
„Oh nein, Yoko. Du weißt ganz genau dass ich eine Firma zu leiten habe. Außerdem bist du doch wegen ihnen weg gerannt oder sehe ich da etwas falsch?“
„Seto, du bist manchmal so ein Dickkopf!“, stöhne ich. „Deine Firma kannst du auch da leiten und damit eins klar ist: Meine Familie war immer für mich da!“
Langsam werde ich aber wirklich böse! Er würde es ja auch nicht gut finden, wenn ICH etwas über seine Familie sagen würde.
Die Tatsache dass ich weggelaufen bin, hatte einen anderen Grund und den wird Seto nie verstehen. Den versteht kein Mann.
Er blickt arrogant von oben auf mich herunter.
„Bitte!“, setze ich mit einer zuckersüßen Stimme hinzu und warte auf seine Reaktion.
„Gut, wir werden hinfahren, aber wir bleiben nur ein paar Tage. Außerdem will ich nicht bei meiner Arbeit gestört werden, auch da nicht. Ist das klar?“
Ich küsse ihn und grinse ihn dann an.
„Klar wie Kloßbrühe!“
Ich will schon aufstehen, als er mich unerwartet festhält. Jetzt kommt etwas Gemeines. Ich kann es förmlich riechen.
„Aber dafür erwarte ich auch eine Gegenleistung.“ Er grinst mich fies an. Sehr fies. Das kann ja was werden. Mal sehen, auf was für Ideen er jetzt wieder kommt.
„Und was willst du?“
„Wie es sich für Verlobte gehört, schlafen wir natürlich in einem Zimmer. Das ist meine erste Bedingung. Die zweite…“, er fährt sich gelassen durchs Haar (Angeber!), „ beinhaltet, dass du mit mir an einem Abend essen gehen wirst.“
„Das ist schon alles?“ Ich schaue überrascht zu ihm, wobei meine Augen jetzt Pfannkuchengröße erreicht haben müssten. Ich wäre ja schon mit dreien zu frieden gewesen. Aber nur zwei? Heute muss mein Glückstag sein!
„Warum? Willst du noch mehr?“, er grinst schon wieder.
„Ach, weißt du, ich glaube ich bin damit ganz zufrieden.“ Ich verschließe seine Lippen mit meinen. Ein paar Minuten sitzen wir einfach nur da und küssen uns. In meinem Bauch macht sich dieses wohlige Gefühl breit. Ich schätze, ich bin glücklich. Oh ja, sehr glücklich. Doch alles hat sein Ende. Auch ein Kuss.
Als wir uns lösen, schaut mir Seto tief in die Augen.
„Also, bist du einverstanden?“ Ich überlege kurze Zeit und antworte dann: „Mit Punkt eins: Ja! Aber für Punkt zwei mach ich dir einen besseren Vorschlag!“
„Ich höre?“
„Ich überleg mir etwas Schönes für uns Beide, sagen wir, als Entschädigung.“
„Und weiter?“
Ich seufze. Reiche ihm einen Finger und er nimmt die ganze Hand. So ist das nun mal.
„Schon gut, an diesem Tag kannst du mich solange rumkommandieren, wie du willst!“
„Den ganzen Tag?“
„Ja, den ganzen Tag.“ Wo hab ich mich da nur wieder reingeritten? Er wird mich irgendwas Peinliches machen lassen und am Ende nimmt er es vielleicht sogar auf. Etwas Gutes hat es jedoch. Ich kann das Gleiche mit ihm machen, denn ICH bestimme wo`s hin geht.
Meine Gedanken werden durch das Klopfen an der Tür unterbrochen. Schnell stehe ich wieder auf und stelle mich neben Seto. Dieser tut so, als hätte er die ganze Zeit gearbeitet und fängt wieder an zu Tippen. Argh!
„Herein!“
Roland kommt ins Zimmer gestürmt. Ich hab ihn noch nie so atemlos gesehen. Mit schweren Schritten tritt er näher:
„Sir, entschuldigen Sie die Störung, aber es gibt ein Problem!“
Seto zieht eine Augenbraue hoch und guckt jetzt erst von seinem Laptop auf. Sein Tippen verstummt und wird durch einen eiskalten Blick ersetzt.
„Um was für ein Problem handelt es sich, Roland?“
Roland keucht noch immer, versucht aber trotzdem etwas zu sagen.
„Nun…Sir…der Zug…in dem…unsere…Waren.“
„Verdammt, holen sie erstmal Luft, bevor sie mit mir reden!“
Setos Blick fällt auf mich und er macht eine Handbewegung zu Tür. Ich nicke und gehe auf den gläsernen Ausgang zu, doch vorher wende ich mich noch mal zu Seto.
„Ähm. Da du hier ja noch zu tun hast, wäre es besser, wenn ich und Mokuba schon mal abreisen würden und du kommst dann nach.“
„Einverstanden, dann wünsche ich gute Reise.“ Er zwingt sich ein Lächeln auf und sieht wieder ernst zu Roland hinüber.
Ich schließe lautlos die Tür hinter mir. Juhu! Ich werde meine Familie wieder sehen. Jetzt aber los! Ich muss ja noch packen. Die werden staunen, wenn sie Seto sehen. Aber will ich das überhaupt?
Stumm gehe ich durch den Korridor, sodass meine Schritte durch den Raum hallen. Plötzlich bleibe ich stehen und ein Lächeln bildet sich auf meinen Lippen.
„So werde ich das machen!“
Seto

Unterdessen wurde Seto Kaiba das „Problem“ genauestes erläutert.
„Dieser Zug sollte unsere Waren mitnehmen, doch jetzt fällt er aus. Außerdem gibt es nicht nur diesen einen Fall. Auf dem Weg nach Paris ist ein weiteres